Andachten

Andacht

Andacht 16. Oktober 2022

16. Oktober 2022 | Wilfried Krause

Andacht 16. Oktober 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind sieben Gemeinden … Und als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter und mitten unter den Leuchtern einen, der war einem Menschensohn gleich. - Offenbarung 1,20.12–13 / Im Laufe meines bisherigen Lebens gehörte ich acht verschiedenen Ortsgemeinden an. Ihnen allen verdanke ich prägende Erlebnisse, die meine Beziehung zu Gott wesentlich beeinflussten. Vor allem fallen mir jene Schwestern und Brüder ein, die meine Frau und mich nach der theologischen Ausbildung mit großer Liebe in ihrer Gemeinde aufnahmen. Damit haben sie uns vor 50 Jahren den Start in den Predigtdienst leicht gemacht. Natürlich gab es auch andere Erfahrungen. Im heutigen Bibeltext wird auf sieben Gemeinden in Kleinasien Bezug genommen. Schauen wir sie uns etwas näher an, wenn auch in diesen Gemeinden nicht alles rundlief. Bereits der ersten wurde von höchster Stelle schriftlich mitgeteilt, dass es ihr an Liebe fehlte. Die siebte, Laodizea, wird als „elend und jämmerlich, arm, blind und bloß“ dargestellt (Offb 3,17). Das Schlimme dabei war, dass die Gemeinde selbst es nicht wahrnahm. Allerdings gab es auch zwei Gemeinden, die nur Lob ernteten. Wenn ich mich etwas näher mit den sieben antiken Gemeinden aus der Offenbarung beschäftige, beeindruckt mich, dass der Herr sich mitten unter ihnen befand. Vielleicht meinen jetzt etliche Leser: „Wenn ich an meine Gemeinde denke, dann sehe ich schwarz. Es gibt so viele Baustellen, dass es mir schwerfällt mir vorzustellen, jemals eine Veränderung zum Guten zu erleben.“ Warum besteht dennoch Hoffnung auf eine Wende? Weil Gott selbst sich auch heute noch unter den Gemeinden bewegt. Unlängst erzählte mir eine ehemalige Gemeindeleiterin aus unserer Region, wie sie in ihrer Gemeinde nach „dürren“ Jahren nun Zeichen der Hoffnung erlebten. Über einen längeren Zeitraum trafen sich einige Mitglieder wöchentlich zum Gebet. Ein Anliegen lautete: „Herr, führe du Menschen in die Gemeinde, die dir und dem Glauben aufgeschlossen gegenüberstehen.“ Tatsächlich geschah es. Das wirkte sich auf das gesamte Klima der Gemeinde aus. Gott erweist sich bis heute als Herr der Gemeinde. Ihm wollen wir vertrauen.

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