Andachten

Andacht

Andacht 25. September 2022

25. September 2022 | Gerhard Zahalka

Andacht 25. September 2022

Bildnachweis: es.war.einmal.. / photocase.de

Das alles sage ich euch, damit meine Freude euch erfüllt und eure Freude dadurch vollkommen wird. - Johannes 15,11 / Freude soll in der Gemeinde Jesu die vorherrschende Stimmung sein. Wir sind zur vollkommenen Freude berufen, sagt Jesus sogar. Wenn die Gemeindeglieder zusammenkommen, freuen sie sich meistens, einander zu sehen. Man freut sich an dem, was jeder mit Gott erlebt. Man freut sich, dass immer Neue hinzukommen. Man freut sich vor allem, dass Gott gegenwärtig ist. „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen zusammenkommen, bin ich in ihrer Mitte.“ (Mt 18,20 Hfa) Weil Jesus uns sogar seine Freunde nennt, werden wir eingeweiht in die wunderbaren Heilspläne unseres Gottes. „Ihr aber seid meine Freunde; denn ich habe euch alles anvertraut, was ich vom Vater gehört habe.“ (Joh 15,15 Hfa) Wir staunen über den Sieg von Golgatha und über den Triumph von Ostern. Wir lassen uns vom Heiligen Geist in alle Wahrheit leiten (Joh 16,13) und sind glücklich über den segnenden Dienst unseres Hohepriesters Jesus (Hbr 4,14–16). Wahre göttliche Freude ist nur möglich, wo Gott in allen Stücken recht behält. Es macht nichts, wenn der verlorene Sohn zerlumpt nach Hause kommt, aber er muss kommen und bekennen: „Vater, ich habe gesündigt.“ Nun kann das Freudenfest beginnen. Leider gibt es einen Zerstörer der Freude, das alte Problem, die Sünde. Jesus vergleicht sie mit dem Sauerteig, der alles durchsäuert. Wenn sie sich einschleicht und vielleicht einnistet, lässt die Freude nach und das Gemeindeleben gleicht einem Auto, in dem der Sensor eine Motorstörung meldet. Weiterfahrt ist mit verminderter Leistung möglich, aber wenn nichts unternommen wird, gibt es am Ende einen Motorschaden. Was muss geschehen, wenn man die verlorene Freude wieder zurückgewinnen möchte? „Schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr ein neuer Teig seid; ihr seid doch Ungesäuerte!“ (1 Kor 5,7 ZB) Jede Kurskorrektur ist mitunter schmerzlich, weil verborgene Dinge, Probleme, Wunden offengelegt werden. Es braucht Mut und Vergebungsbereitschaft, damit die göttliche Freude wieder einziehen kann. „Der Mensch ist niemals schöner anzusehen, als wenn er kommt, Vergebung zu erflehen. Eins nehm ich aus, was ihn noch höher weiht: wenn er verzeiht.“ (Jean Paul)

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