Andachten

Andacht

Andacht 17. September 2022

17. September 2022 | Margarete Oswald

Andacht 17. September 2022

Bildnachweis: Monika Breiholz

Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der HERR allein lenkt seinen Schritt. - Sprüche 16,9 / Er hatte sich seinen Weg ausgedacht. Er lief und lief und dachte, ich mache es so, wie ich es will. Er hatte sich entschieden, vor Gott zu fliehen, und Gott ließ ihn laufen. Tat Gott es, um ihm eine Lektion zu erteilen? Warum musste ein Schiff in Seenot geraten? Die meisten kennen die Geschichte von Jona und auch ihren Ausgang. Nach Todesängsten im Bauch des Fisches erfüllte er schließlich seinen Auftrag, und obwohl die Einwohner Ninives Buße taten und Gott sie vom Untergang verschonte, war Jona nicht zufrieden. Er war sogar sehr böse und zornig (Jona 4,1–2) und beklagte sich bei Gott, dass dieser gnädig, barmherzig und geduldig ist. Gott hatte alles anders gelenkt, als Jona es sich ausgedacht hatte. In dem Lied „Weise mir, Herr, deinen Weg“ von Thomas Eger heißt es: „Viele Wege gibt es auf dieser Welt, doch einen nur können wir gehn! Und die Frage, die sich mir dadurch stellt, ist, welchen Weg ich nehm. Soll ich den Weg gehen, der mir gefällt? Such ich einen, der mir recht bequem? Doch nicht, was ich denke und wünsche, zählt. Wie er führt, will ich gehn.“ Es ist nicht immer leicht zu erkennen, welcher Weg für mich der richtige und der beste ist, aber letztendlich muss ich mich für einen entscheiden. Es gibt vielleicht mehrere Richtungen und ich habe mich für die falsche entschieden oder für die bequemste oder für die, die mir schlicht am besten gefiel. Später stelle ich vermutlich fest, dass so manches ganz anders verlaufen ist, als ich es geplant hatte. Doch das braucht mich nicht zu enttäuschen oder zu frustrieren, denn ich weiß, Gott ist so viel größer als wir Menschen. Er lenkt unsere Schritte, egal, was wir uns „erdacht“ haben. Und Gott möchte, dass wir ihn sowohl in unsere großen Pläne als auch in unsere kleinen Entscheidungen einbeziehen und uns von ihm leiten lassen. Der Liederdichter greift im Refrain die Worte Davids aus Psalm 25,4 auf: „Weise mir, Herr, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit.“ Es lohnt sich, Gottes Wegen und seiner

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