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Andacht

Andacht 31. August 2022

31. August 2022 | Andre Trofimov

Andacht 31. August 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben! - Johannes 20,29 / Wenn ich mir die vier Grundkräfte der Physik vor Augen führe, dann fällt es mir schwer zu begreifen, dass es eine Kraft gibt, die diese Naturgesetze erschüttern kann. Viele Wissenschaftler beschäftigen sich seit Jahrtausenden mit der Wechselwirkung und den Einflüssen der irdischen und kosmischen Kräfte, die so perfekt aufeinander abgestimmt sind, dass es an ein Wunder grenzt. Eine minimale Abweichung von den Gesetzmäßigkeiten würde das Leben auf dem Blauen Planeten sofort auslöschen. Auch unser Leben, ein wahrer Mikrokosmos mit vielen Abhängigkeiten und Wechselwirkungen, kann ins Wanken geraten. Ein übler Streit, eine schlechte Nachricht oder eine unerwartete Diagnose können uns innerhalb von Sekunden völlig aus der Bahn werfen und die gewohnte Ordnung zerstören. Was tun, wenn Sorgen den Alltag verdunkeln und plötzlich Angst das Leben bestimmt? In der Natur bezeichnet man die geheimnisvolle unbekannte Kraft, die das Universum zusammenhält als „Dunkle Materie“ oder „Dunkle Energie“. Dunkel deshalb, weil sie zwar mess- und aufspürbar ist, für uns Menschen aber unsichtbar bleibt. Interessant. Eine Kraft, die einerseits alles zusammenhält und für geordnete Verhältnisse sorgt und andererseits doch so fern und unbekannt ist. Gilt das auch für mich? Kann ich mich ebenfalls auf eine unsichtbare Kraft in meinem Leben verlassen? Kann diese Kraft meinem Leben die gewohnte Ordnung zurückgeben, wenn ich sie verliere? Die Antwort lautet Ja. „Es ist ein Wunder, dass wir glauben können“, sagte einst ein guter Freund von mir. Es ist ein Wunder, dass Gott erfahrbar ist. Auch wenn wir ihn nicht sehen können, dürfen wir sicher sein, dass er wirkt und sich (auf-)spüren lässt. Deshalb sagte Jesus dem zweifelnden Thomas in unserem Ausgangstext: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“ Lasst uns auch heute im Vertrauen darauf, dass Jesus Christus unser Leben positiv beeinflusst, nach vorne blicken. Ganz gleich vor welchen Sorgen und Problemen wir stehen, entscheiden wir uns für ein Leben mit Gott. Er gibt uns die nötige Kraft, um durchzuhalten oder neu zu starten, und schenkt uns den Glauben, jeden Tag neu, bis ans Ende der Zeit.

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