Andachten

Andacht

Andacht 29. August 2022

29. August 2022 | Thorsten Hentschke

Andacht 29. August 2022

Bildnachweis: Monika Breiholz

Und wer einen Wettkampf bestreitet, erhält den Siegeskranz nur, wenn er nach den Regeln kämpft. - 2. Timotheus 2,5 / Ich laufe regelmäßig meine Runden durch die Natur und freue mich dabei immer über Begleitung. Eine meiner Laufpartnerinnen erzählte mir eines Tages, dass sie bis zu ihrem 50. Geburtstag noch einige Läufe absolvieren wollte. Dazu gehörten ein Halbmarathon, ein Marathon sowie ein Matschlauf. Für letzteren suchte sie noch einen Begleiter. So kam es, dass wir nun schon zweimal gemeinsam an einem Matschlauf mit Hindernissen teilgenommen haben. Bei diesen Läufen wurden mir die Parallelen zu unserem Leben so richtig bewusst, denn auch hier kommt es weniger auf die Zeit an, die man bis zum Ziel benötigt, sondern darauf, dass man ankommt. Vor dem Start haben wir uns erst einmal richtig warm gemacht. Danach ging es auf die Strecke und zwar über Stock und Stein, durch Gestrüpp und über den Acker. Die Hindernisse haben uns gefordert; da ging es durch Wassergräben, über Mauern, Zäune, Rampen und Ähnliches. Derjenige, der zuerst am Hindernis war, hat auf die anderen gewartet und ihnen geholfen. Bei einem Hindernis hatte ich voller Tatendrang so vielen Teilnehmern geholfen, dass ich schließlich ganz alleine dort stand und doch selbst Unterstützung benötigte. Meine Begleitung kam zurück und half mir, damit wir gemeinsam weiterlaufen konnten. Auch wir sollten uns jeden Morgen gut auf unseren Tageslauf vorbereiten, zum Beispiel mit einer Andacht, denn mit Gott können wir über alle Hindernisse und Mauern springen. Verlieren wir unseren Mitmenschen nicht aus den Augen, sondern laufen wir gemeinsam. An einer Stelle brauche ich seine Unterstützung, an einer anderen braucht er vielleicht meine. Gönnen wir uns auch die notwendigen Ruhepausen und laufen die Versorgungsstationen an, ansonsten bekommen wir später einen Krampf, so wie wir in diesem Jahr beim vorletzten Hindernis nach knapp 20 Kilometern. Die Kälte, die Nässe, der Schmutz und die Strapazen waren dann doch zu viel. Das Ziel fest fokussiert, schafften wir es – vielleicht mit letzter Kraft und müde, aber glücklich – dorthin. Danach eine warme Dusche und neue Kleidung und wir fühlten uns wie neugeboren. So ähnlich wird es auch im geistlichen Sinne sein, wenn wir nach unserem Lebenslauf Jesus begegnen; neue Kleider, ein neues Sein. Ich freue mich darauf!

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