Andachten

Andacht

Andacht 15. Juni 2022

15. Juni 2022 | Gudrun Schenck

Andacht 15. Juni 2022

Bildnachweis: ig3l / photocase.de

Als wir das hörten, waren wir vor Angst wie gelähmt. Jeder von uns hat den Mut verloren. Der HERR, euer Gott, ist der wahre Gott oben im Himmel und hier unten auf der Erde. Deshalb flehe ich euch an: Schwört mir jetzt beim HERRN, dass ihr meine Familie und mich verschont, denn ich habe auch euch das Leben gerettet. Bitte gebt mir einen Beweis dafür, dass ich euch vertrauen kann. - Josua 2,11–12 / Als meine jüngste Tochter etwa fünf Jahre alt war, kam es zu folgendem Erlebnis: Sie war zum Spielen bei einer Freundin und ich wollte die Zeit nutzen und einkaufen fahren. Ich ließ mir Zeit, da ich annahm, meine jüngste Tochter wäre bei ihrer Freundin gut aufgehoben. Als ich zurückkam, hörte ich schon von Weitem, dass sie vor der Haustür saß und weinte. Schnell beeilte ich mich, nach Hause zu kommen, und fragte sie, warum sie denn schon da und so traurig sei. Sie erklärte mir, dass ihre Freundin wegmusste und sie nach Hause geschickt wurde. Sie hatte geklingelt, aber als keiner öffnete, setzte sie sich vor die Tür und war sicher, dass ich bald nach Hause kommen würde. Sie erklärte mir: „Mama, du warst nicht da, aber ich wusste, dass der liebe Gott so lange auf mich aufpasst, bis du wieder da bist. Als es länger dauerte, musste ich dann doch mal weinen.“ Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass meine kleine Tochter so ein Vertrauen in Gott hat, dass sie wusste, dass, wenn die Mama nicht da ist, eben er auf sie aufpasst. Wie sieht das mit unserem Vertrauen zu Gott aus? Wissen wir, dass Gott uns behütet? Ich bin mir sicher, dass Gott immer da ist, egal in welcher Situation ich bin. Gott hat es in seinem Wort versprochen. Nehmen wir die Geschichte von Rahab aus dem Bibeltext von heute. Rahab hatte schon viel Beängstigendes vom Volk Israel gehört, doch sie glaubte an dessen Gott. Sie vertraute darauf, dass Gott ihr helfen würde, und so half sie den Kundschaftern. Und aus eben diesem Grund sandte Gott die Männer zu ihr. Durch Rahabs Glauben und das Vertrauen wurde sie verschont, als die Stadt Jericho zerstört wurde. Gott würdigte diesen Glauben damit, dass sie sogar in den Stammbaum Jesu aufgenommen wurde. So wie Rahab und meine Tochter Gott ihren Glauben und ihr Vertrauen schenkten, wünsche auch ich es mir jeden Tag aufs Neue.

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