Andachten

Andacht

Andacht 22. Mai 2022

22. Mai 2022 | Ingrid Naumann

Andacht 22. Mai 2022

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Sie alle kamen regelmäßig zum Gebet zusammen, gemeinsam mit Maria, der Mutter von Jesus, einigen anderen Frauen und den Brüdern von Jesus. - Apostelgeschichte 1,14 / Dieser Text bewegte mich schon in meiner Kindheit. Ich war damals der Meinung, dass nur Männer dort im „oberen Raum“ versammelt waren. Darum dachte ich, dass der Heilige Geist nur auf die Männer ausgegossen wurde. Leider wurde uns Frauen und Mädchen auch keine vertiefende Erklärung dazu gegeben. Erst als ich als junge Frau selbst darüber zu studieren anfing, wurden mir die Augen geöffnet. Ich begann zu begreifen, dass Gott bei der Ausgießung des Geistes keinen Unterschied macht zwischen Mann und Frau. Es öffnete sich für mich eine völlig neue Perspektive für mein Leben. Nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren war (Apg 1,8–11), begann eine neue Zeitrechnung. Eine neue Herausforderung und ein neues Verständnis; es war „der neue Bund, der in Herz und Sinn geschrieben ist“. Dieser neue Bund ist die einzige und letzte Lösung für einen Planeten in Rebellion. Die Bibel sagt in Jeremia 31,33: „Das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.“ Der neue Bund wurde durch den Kreuzestod von Jesus ermöglicht. Er hat uns seinen Geist versprochen, der uns alles lehren und an alles erinnern wird, was er in seinem Erdenleben gesagt hat (Joh 14,26). Dieser Geist nötigt uns zum Aufbruch, und manchmal bedeutet das, auch unbequeme Wege zu gehen. Bei Jesus haben Frauen und andere diskriminierte Menschen etwas zu sagen. Gott spricht in Jesus direkt und auf Augenhöhe zu uns Menschen und mutet uns zu, ihm persönlich zu antworten. Jesus ruft jeden Einzelnen in seine Nachfolge und möchte, dass wir den Weg in eigener Verantwortung gehen. Jesus schenkt uns seine Gnade und Liebe, die wir weitergeben dürfen. Es ist wunderbar, wenn wir begriffen haben, dass wir als Frauen und Männer gleichwertig nach seinem Bilde geschaffen wurden, um ihn durch unser Handeln zu verherrlichen und eine Botschaft in die Welt zu senden: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, braucht nicht im Dunkeln umherzuirren.“ (Joh 8,12 NLB)

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