Andachten

Andacht

Andacht 18. Mai 2022

18. Mai 2022 | Elí Diez-Prida

Andacht 18. Mai 2022

Bildnachweis: zettberlin / photocase.de

Die Menschen werden halb tot vor Angst darauf warten, was für Katastrophen die Erde noch heimsuchen werden. Denn die ganze Ordnung des Himmels wird zusammenbrechen. - Lukas 21,26 / Gerade habe ich den fesselnden historischen Roman eines jungen Schriftstellers über das Erdbeben von Lissabon 1755, bei dem über 60.000 Menschen starben, als Audiobuch zu Ende gehört. Eine Zeitung erinnerte daran mit der Schlagzeile „Das Erdbeben, das die Welt veränderte“. Heute vor 20 Jahren, am 11. September 2001, erschütterten die Terroranschläge in den USA die ganze Welt. Zum zehnten Jahrestag erschien das Buch eines Terrorismusexperten mit dem Titel Nine Eleven: Der Tag, der die Welt veränderte. Während ich diese Zeilen schreibe, stecken wir erneut mittendrin in einer Krise: Dieses Mal geht es um ein Virus. Auch diesbezüglich lese ich ähnlich lautende Schlagzeilen: „Zukunftsforscher: Wie das Coronavirus unsere Welt verändern wird“ (Westdeutsche Zeitung), „Wie das Coronavirus die Welt verändert“ (WELT), „Die Krise, die die Welt verändert?“ (der Freitag). Wer diese Zeilen nun, ein Jahr später, liest, wird vermutlich schon Antworten auf einige Fragen haben: Hat diese Pandemie tatsächlich die Welt verändert? Falls ja, was ist nun nachhaltig anders geworden? Falls nicht, woran liegt es? Es wäre schön, wenn die Hilfsbereitschaft, die den Alltag so kreativ prägte, noch andauern würde. Und wenn die Dankbarkeit den Menschen gegenüber, die „den Laden am Laufen hielten“, sich auch auf ihre Entlohnung auswirkte. Am schönsten wäre es aber, wenn sich daraus ein nachhaltiges Fragen nach Gott, seinen Geboten und Angeboten ergäbe. Wenn wir die Worte Jesu in seinen Endzeitreden ernst nehmen, dann können wir als Christen keine Botschaft der Entwarnung geben. Zu versprechen, dass alles wieder gut wird und wir in eine helle Zukunft hier auf Erden blicken können, stünde in krassem Widerspruch zu dem, was Jesus vorausgesagt hat. Die Menschen werden Angst haben und diese ist auch berechtigt. ABER … Seine Botschaft endet nicht damit, sondern mit der Empfehlung: „Wenn sich dies alles zu erfüllen beginnt, dann seid zuversichtlich – mit festem Blick und erhobenem

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