Andachten

Andacht

Andacht 11. Januar 2022

11. Januar 2022 | Debora Gregor

Andacht 11. Januar 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Ich denke zurück an früher, an das, was du damals getan hast, und halte mir deine großen Taten vor Augen. Zu dir strecke ich meine Hände empor im Gebet. Wie ausgedörrtes Land nach Regen lechzt, so warte ich sehnsüchtig auf dein Eingreifen. - Psalm 143,5–6 / Was für eine Zuversicht! Ein unerschütterlicher Glaube, der uns durch alles hindurchträgt, der uns leitet und Kraft gibt. Wer wünscht sich das nicht? Doch das ist nicht immer so. Es gibt Momente im Leben, in denen wir zweifeln, in denen wir uns die Frage stellen, was das alles soll. Momente, in denen wir Gott nicht verstehen. Auch König David kannte diese Momente. Liest man den gesamten Psalm 143, so kann man seine Angst förmlich spüren, er fürchtete sogar um sein Leben. Dennoch entschloss er sich, Gott zu vertrauen. Er wusste, dass Gott ihn liebt, ihn beschützt. Er verließ sich darauf, weil Gott ihn schon oft bewahrt hatte. Seine Liebe hört nicht auf. Glauben heißt nicht, immer alle Antworten auf alle Fragen zu kennen. Wir müssen nicht wissen, was morgen kommt. Wir können diese Fragen Gott stellen und die Antworten darauf ihm überlassen. Wir dürfen ihm blind vertrauen. Nur ist das vor allem in Phasen der Angst oder Trauer leichter gesagt als getan. Dabei kann es uns helfen, uns an Situationen im Leben zu erinnern, in denen Gott uns bereits geholfen hat, in denen er unsere Schmerzen gelindert und unsere Feinde besiegt hat. Wenn ich auf mein bisheriges Leben zurückschaue, sehe ich auch Erlebnisse, aus denen ich keinen Ausweg wusste. Monate der Krankheit oder Augenblicke der Sorge, wie es weitergehen soll. Heute kann ich sagen, dass Gott immer einen Weg kannte und mich stets geführt hat. Mir geht es gut. Ich war nie allein und weiß, ich werde es niemals sein. Denn wenn Gott mir einmal geholfen hat, was sollte ihn davon abhalten, es wieder zu tun? Ich kann ihm vertrauen, denn er meint es gut mit uns. Immer. Auch David hat sich dafür entschieden, Gott das Ruder zu überlassen. Sein Gebet des Flehens und der Angst endet mit Worten des Friedens. Er schreibt: „HERR, ich weiß, du bist gerecht, darum hilf mir aus meiner Not! Es wird deinem Namen Ehre machen, wenn du mich am Leben erhältst.“ (Ps 143,11 Hfa) Diesen himmlischen Frieden wünsche ich jedem von uns, an diesem und an jedem weiteren Tag. Denn Gott ist treu und seine Gnade hört niemals auf.

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