Andachten

Andacht

Andacht 27.12.2021

27. Dezember 2021 | Johannes Weigmann

Andacht 27.12.2021

Bildnachweis: Macavity / photocase.de

Dies ist das Buch der Geschichte Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams. - Matthäus 1,1 / Mein Cousin hat sich intensiv mit unseren Vorfahren und Ahnen auseinandergesetzt und soweit wie möglich einen Stammbaum (väterlicherseits) hergeleitet. Als gemeinsame Vorfahren hatten wir Bierkutscher, Glücksspieler, Schuster und einfache Menschen aus Schlesien. Aber der Stammbaum lässt sich nur bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen. Auf der Seite meiner Mutter (gebürtig aus Hamburg) habe ich im Stammbaum Krankenschwestern, Prediger und Missionare, aber ich kann diesen nur bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen. Es ist schon interessant, was man heute alles herausfinden kann. Auch Matthäus beginnt im ersten Kapitel seines Berichtes mit Ahnenforschung, mit dem Stammbaum von Jesus (von Abraham bis Jesus). Im Alten Testament werden die Generationen von Adam bis Abraham beschrieben, das heißt, wir können den Stammbaum Jesu ca. 4000 Jahre zurückverfolgen. In der Regel können wir heute, auch bei Kaisern und Königen einen Stammbaum bis zu 500 Jahre nachvollziehen, aber mir ist keiner bekannt, der über tausende Jahre hinweg beschrieben ist. Auf den ersten Blick sind Stammbäume meist langweilig, wenn man nur die vielen Namen liest, aber beim zweiten Hinsehen, können interessante Details entdeckt werden. Mit ihnen will Matthäus zeigen, dass Gott seine Verheißungen aus dem Alten Testament erfüllt. Darin sagt er uns zum Beispiel, dass Jesus ein Nachkomme Davids ist. Wenn man weiterliest, stellt man fest, dass in seiner Ahnenreihe Prostituierte (Rahab aus Jericho), Moabiter (Ruth die Frau des Boas) und König David, der Ehebrecher auftauchen. Hinzukommt, dass Jesus mit diesen Vorfahren nicht einmal genetisch verwandt war, sondern nur mit Maria, von der wir keinen Stammbaum haben. So wie seine Geburt in sehr ärmlichen Verhältnissen stattfand und sein Stammbaum sehr „gemischt“ ist, so können wir als sündige Menschen wissen, welchen Stammbaum auch immer wir haben, dass Jesus in diese Welt gekommen ist, um uns zu erlösen. Dafür bin ich dankbar!

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