Andachten

Andacht

Andacht 11.11.2021

11. November 2021 | Paul Gerhard Wiesenberg

Andacht 11.11.2021

Bildnachweis: Gerd Schmid

Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen. - Hiob 42,5 / Der Andachtstext spricht von einer der größten Erfahrungen, die ein Christ machen kann. Obwohl Hiob schon vor seiner Leidensprüfung ein Gottesmann war, von dem gesagt wurde: „Der war fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und mied das Böse.“ (Hiob 1,1), erreichte er doch erst nach etlichen Jahren diese geistliche Reife. Es gibt ein rein äußeres und oberflächliches Lesen und Hören der Bibel und dem gegenüber auch das innere Schauen und Verstehen von Gott und seinem Wort. Was hilft mir dabei, einen Bibeltext so zu lesen und zu interpretieren, dass er mir dabei hilft, Gott besser zu verstehen? Ich möchte hier ein paar Hilfestellungen beschreiben, die sich aus meiner eigenen Erfahrung herauskristallisiert haben. Als Erstes ist es natürlich wichtig, die Bibel überhaupt zu lesen. Doch dabei soll es nicht bleiben. Im zweiten Schritt betrachte ich das Gelesene genauer und denke darüber nach. Worte sind nur Zeichen und Wegweiser, die ins persönliche Erleben hineinführen wollen. Wenn ich lange nachdenke, finde ich oft Gedanken, die mir wichtig erscheinen. Nun spüre ich immer stärker das Bedürfnis, mit Gott darüber zu sprechen, was mich bewegt. Aus dem tiefen Nachsinnen wird das Gebet geboren. Es ist für mich sehr wertvoll, über Gott nachzudenken und mich mit ihm auszutauschen. Beten ist für mich die höchste Form des Bewusstseins. Das Gebet führt zum nächsten Schritt, der Anbetung. In der Anbetung möchte ich auf das hören, was Gott mir zu sagen hat. Denn die Tatsache, dass der Mensch zwar zwei Ohren, aber nur einen Mund hat, hat Gott in weiser Voraussicht erdacht. Sollten wir Menschen da nicht doppelt so häufig und gerne hören wie reden? Gott möchte dir jetzt Gedanken geben, die dir sagen, was du zu tun hast, die dir eine Richtung zeigen. Also, höre auf ihn. Gehe hin und handle! Nimm das Wort Gottes und lass es zur Tat werden, täglich, stündlich und überall. Dann wird es dir zum „Wort des Lebens werden!“ Versuche es gleich heute damit! Möge Gott dich dabei reichlich segnen!

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