Andachten

Andacht

Andacht 17.09.2021

17. September 2021 | Günter Schlicke

Andacht 17.09.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Und sie [die Glaubenden] haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses. … Weh aber der Erde und dem Meer! Denn der Teufel kam zu euch hinab und hat einen großen Zorn und weiß, dass er wenig Zeit hat. - Offenbarung 12,11–12 / Wir leben in einer Zeit, in der alles schnell gehen muss und das mit möglichst wenig Mühe. Das nutzt die Werbung, indem Schnäppchen nur für kurze Zeit angepriesen werden. Wir sollen schnell die günstigen Konditionen nutzen und stellen danach oft fest, dass Schuhregal und Hemdenfach noch prallvoll sind. Wir sind auf das verlockende Angebot hereingefallen, weil wir zu schnell zugegriffen haben. Dasselbe kann uns passieren, wenn wir schnell glücklich, gesund oder reich werden wollen. Am Ende (oder schon nach kurzer Zeit) spüren wir, dass wir betrogen wurden. Schnelle Lösungen sind zwar in allen Bereichen gefragt, aber auf Dauer sind die Nachteile oft größer als augenblickliche Vorteile. Jesus verspricht uns keine schnellen Lösungen. Schon als er auf dieser Erde lebte, hat er nicht alle geheilt oder von anderen Belastungen befreit. Im Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen (Matthäus 13,24–30) und dem Warten des Bauern auf die Frucht (Jakobus 5,7– 8) zeigt er deutlich, dass Gott immer Zeit hat, weil seine Lösungen für alle Ewigkeit gelten. Wenn unser Leben Frucht bringen soll (Johannes 15,5), brauchen wir auch Zeit für die Beziehung mit Jesus. Die will uns der Teufel rauben, indem er den Alltag mit Arbeit, Sorgen und Vergnügungen überhäuft. Er hat deshalb „einen großen Zorn“, wenn unsere Verbindung zu Jesus oberste Priorität hat, und an manchen Tagen spüren wir das sehr intensiv. Davor brauchen wir uns jedoch nicht zu fürchten. Denn wenn wir Jesus unsere Schuld, Schwäche und unser Versagen im Gebet übergeben, bekommen wir Vergebung zugesprochen und auch die Kraft zum Überwinden. So wachsen wir in ein neues Leben hinein – nicht „in kurzer Zeit“, sondern in einem lebenslangen Prozess. Wenn wir es vielleicht zunächst selbst nicht spüren, so werden es unsere Bekannten, Freunde und Nachbarn wohltuend bemerken und davon profitieren – „nicht nur für kurze Zeit“ – sondern jeden Tag aufs Neue.

Zurück