Andachten

Andacht

Andacht 28.06.2021

28. Juni 2021 | Nicole Günther

Andacht 28.06.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Darauf antwortete Jesus: „Geh! Dein Glaube hat dich geheilt.“ Im selben Augenblickkonnte der Blinde sehen, und er ging mit Jesus. - Markus 10,52 / Jedes Jahr verordne ich mir meine persönliche Auszeit mit Gott an einem bestimmten Ort. In diesem Jahr hatte ich mir die wunderschöne Insel Amrum ausgesucht. Diese besondere Zeit mit Gott erdet mich, hilft aufzutanken und mich neu zu fokussieren. Sie lässt zu, dass Neues entstehen und Vergangenes hinter sich gelassen werden kann. An einem Tag unternahm ich einen langen Spaziergang und hörte Lobpreismusik. Ich ließ mich am Kniepstrand auf einer Holzbank nieder, befand mich im Gespräch mit Gott und fragte, wie ich es schaffen kann, bestimmte negative Dinge aus meinem Leben zu verbannen und noch einmal neu anzufangen. Ich schaute über den unfassbar weiten Strand und das blaue Meer als mein Blick plötzlich an besonders alten Holzbuhnen hängen blieb, die von Möwen belagert wurden. Diese Holzbuhnen ragten wie halb verfallene, kaputte Ruinen aus dem Meer. Sie erinnerten mich an alte verfaulte, zerfressene Zähne und sahen symbolisch genauso aus wie dieser marode Bereich in meinem Leben, mit welchem ich kämpfte. Eigentlich war ich verzweifelt, doch plötzlich durchfuhr mich eine tröstende Zusage Gottes. Egal wie kaputt, zerbrochen, zerrissen, zerfallen oder zerstört etwas – oder auch man selbst – ist, Gott hat die Macht, es (und uns) zu heilen. Dieser Gedanke berührte mich zutiefst. Gottes ganze Liebe und Fürsorge für mich, sein Kind, durchströmte mich in diesem Moment und ich wusste, dass er mich verändern würde. Jesus wurde auch als Heiland bezeichnet, womit Erretter, Erlöser und Helfer gemeint war, aber da steckt auch Heilen drin, also Gesundmachen. Auch das hat er oft getan wie der obige Bibeltext belegt. Beides – retten und heilen – steht miteinander im Einklang: Gott wünscht sich unsere völlige Hingabe, damit er Heilung in allen Lebensbereichen schenken kann. Wenn wir den Blick nur darauf ausrichten, was uns schmerzt und gefangen nimmt, lenkt uns dies von der Hoffnung auf Gottes Macht ab. Der Heiland wünscht sich, dass wir alle Scherben unserer Verfehlungen in seine liebevollen Hände legen, damit er das Zerbrochene heilen kann. Welch eine Kraft, Hoffnung und Zuversicht liegt in dieser Zusage. Jesus ist mein persönlicher Heiland.

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