Andachten

Andacht

Andacht 16.06.2021

16. Juni 2021 | Lea Helmrath

Andacht 16.06.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, beim Ehebruch ergriffen,und stellten sie in die Mitte und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist auf frischer Tatbeim Ehebruch ergriffen worden. Mose hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zusteinigen. Was sagst du? Das sagten sie aber, um ihn zu versuchen, auf dass sie etwashätten, ihn zu verklagen. Aber Jesus bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf dieErde. Als sie ihn nun beharrlich so fragten, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Werunter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie. Und er bückte sich wiederund schrieb auf die Erde. Als sie das hörten, gingen sie hinaus, einer nach dem andern. - Johannes 8,3–9 / Bereits als Kind konnten mein Vater und ich immer wieder über Jesus staunen. Ich habe ihn oft gefragt, ob wir uns ganz sicher sein können, ob das alles so stimmen kann, wie es in der Bibel geschrieben steht. Die Begebenheit im heutigen Bibelabschnitt hat uns besonders fasziniert. Es ist eine scheinbar aussichtslose Situation, da der Plan der Pharisäer eigentlich perfekt war. Egal wie Jesus reagiert, sie hätten es ihm ankreiden können. Doch Jesus tut etwas völlig anderes. Diese Geschichte brachte mir Gott bereits in meinen Kinderjahren näher und heute leite ich konkrete Anregungen für mein Leben aus ihr ab. Hier gibt es drei Parteien und Perspektiven – die Pharisäer, die Ehebrecherin und Jesus –, die ich gerne auf das heutige Leben übertragen möchte. Wo schlummert in mir der Pharisäer und wie oft verurteile ich andere Menschen? Oder wie oft kritisiere ich andere für etwas, obwohl ich genau so handle wie sie? Ich kann versuchen, mich selbst nicht immer so wichtig zu nehmen, und mich verändern lassen, damit der Balken aus meinem Auge verschwindet (Mt 7,3). Ich als Ehebrecherin. Ich breche nicht wörtlich die Ehe, bin aber eine wahrhaftige Sünderin, die ihre Mitmenschen auf andere Weise verletzt. Aber Jesus richtet mich auf und will mich nicht verdammen. Er will, dass ich mich mit seiner Hilfe verändere. Ich nehme mir ein Beispiel an Jesus. Ich will vergeben und beschützen. Ich will Sündern, also allen Menschen, freundlich begegnen und ihnen helfen. Jesus nutzt seine Macht, um zu vergeben und so Gottes Liebe zu verkündigen. Sein Handeln bezeugt Gottes Liebe! So soll es auch bei mir sein.

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