Andachten

Andacht

Andacht 27.10.2020

27. Oktober 2020 | Gerhard Mellert

Andacht 27.10.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Und das Licht scheint in der Finsternis. - Johannes 1,5 / Heute Nacht werden die Uhren zurückgestellt. Die dunkle Jahreszeit beginnt. Der Lichtmangel führt bei manchen Menschen zu Müdigkeit, schlechter Laune oder einer Winterdepression. Viele reagieren negativ auf die Winterzeit.Mitten hinein in diese dunkle Zeit des Jahres hat man bei uns das Weihnachtsfest gelegt. „Und das Licht scheint in der Finsternis.“, so beschreibt es der Evangelist Johannes in der Weihnachtsgeschichte. Die Adventszeit ist eine Vorbereitungszeit auf Weihnachten. Vorbereitung auf das Kommen des Lichts. Vorfreude. Dieser Begriff beschreibt die Freude auf etwas, was noch kommt, aber noch nicht da ist. Worauf genau bezieht sich die Vorfreude in der Adventszeit?Auf Christus – denn er ist Mensch geworden und er wird wiederkommen. Das glauben wir. „Dein Reich komme“, so bitten wir im Vaterunser. „Komm in unsere Welt. Lass dein Licht leuchten in der Dunkelheit“, könnten wir im Advent hinzufügen. Wir hoffen, dass er kommen wird.Vorfreude ist die schönste Freude. Denn an dieser Stelle hat einem noch niemand die Freude vermasselt. Die Vorfreude geschieht nämlich im Herzen. Die nimmt mir niemand. Keine Macht der Welt, keine dunkle Jahreszeit, keine Müdigkeit, keine schlechte Laune und schon gar keine Winterdepression. Die lasse ich mir auch von keinem Adventsstress und von keiner Einkaufshektik vor Weihnachten verderben.Mit der Vorfreude auf das Kommen des liebenden Gottes in meinem Leben will ich leben. Das ist mein Ziel. Dieses Ziel bestimmt meinen Weg. Dieses Ziel gibt meinem Leben einen Sinn. Ich möchte auf dieses Ziel hinleben: dass ich am Ende von meinem Gott empfangen werde, dass er mich in seine Arme nimmt, wie ich bin, mir die schönsten Kleider anzieht und mit mir und vielen anderen feiert.Ich wünsche dir und mir, dass wir das schaffen, durch unseren Glauben, der uns so viel Kraft gibt, jeden Tag Gott an uns wirken zu lassen. Dass wir in schweren Tagen, in großer Not und Ärger, seine Hilfe spüren können. Dafür ist uns Zeit gegeben, die Zeit der Vorbereitung auf diese schöne, herrliche Begegnung mit ihm. So wünsche ich dir eine gute und freudige Adventszeit.

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