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ERLEBT

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Eine schnelle Antwort auf meine Bitte

06. Dezember 2022 | D. Helfenstein

Ich bat Gott: "Vater, könntest du mir nicht sagen, wer heute meine Hilfe braucht oder wem ich eine Freude machen könnte?" Kaum gedacht, klingelt mein Handy

Da ich schon mehrmals in dieser Ortschaft gearbeitet habe, öffnet mir eine Kundin und bittet mich herein. Die Kinderbücher sind auf gute Resonanz gestossen und so kommen wir sofort in ein vertrauliches Gespräch. Die Kundin ist gläubig und möchte gerne für ihren Sohn das Neue Testament von „Menschen in Gottes Hand“ bestellen. Sie erzählt mir auch von ihrer Krebs-Erkrankung und ihrer Hoffnung, dass Gott ihr doch noch einige Jahre schenken möge, um für ihr Kind zu sorgen. Ich besuche sie dann einige Wochen später nochmals und schenke ihr auch das Buch "Der Sieg der Liebe". Die Zeit vergeht und ich scheue mich, bei der Kundin nachzufragen, wie es ihr geht.

An einem wunderschönen Sabbat-Nachmittag bin ich alleine mit meinem Velo unterwegs und rede mit Gott: «Eigentlich ist es schade, den Sabbat so nur für mich zu verbringen. Vater, könntest du mir nicht sagen, wer heute meine Hilfe braucht oder wem ich eine Freude machen könnte?» Kaum gedacht, klingelt mein Handy. Die oben erwähnte Kundin ist am Apparat, ca. 8 Monate nach meinem letzten Besuch. Sie ist tieftraurig, da sie mit gebrochenem Oberschenkel seit Wochen zu Hause ans Bett gebunden ist und nicht weiss, ob Gott noch mit ihr ist. Ich frage sie, ob ich vorbeikommen dürfe, was sie mit Freude bejaht. Also Velo nach Hause, ab ins Auto und zu ihr hin. Ich treffe eine tapfere Frau an, kann mit ihr weinen, mit ihr Bibelzitate lesen und beten. Ihr Mann und ihr Sohn kümmern sich liebevoll um sie, doch sie empfindet sich als Last für ihr Umfeld. Und trotzdem sehe ich Hoffnung in ihren Augen, dass, auch wenn sie Gott und sein Handeln nicht versteht, ER sie liebt und das Beste für sie möchte und ihr auch die Kraft schenken wird, alles aus Seiner Hand anzunehmen. Wir bleiben im Gebet verbunden.

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