News

Artikel

Was besitzt du? Was wurde dir gegeben?

Was besitzt du? Was wurde dir gegeben?

Unsplash

05. September 2022 | Zürich | D. Latuski

Es war eine Frau, deren Mann verstorben war. Er hinterliess ihr und ihren beiden Söhnen Schulden, die sie nicht bezahlen konnte. So bot der Kreditgeber an, ihre beiden Söhne als Sklaven zu nehmen. Was zur damaligen Zeit kein ungewöhnliches Angebot war. Wir kennen ihre Namen nicht und doch diese Geschichte steht in der Bibel. Was ist die Besonderheit an dieser Geschichte?

Die Witwe in der Geschichte fühlte sich mit ihrer neuen Situation überfordert. Ihr Mann diente dem Propheten Elisa. Sie beschloss Elisa, um Hilfe zu bitten. So stand sie nun vor Elisa und erklärte ihre Situation. Elisa stelle ihr zwei Fragen: Was kann ich für dich tun? Und was hast du noch für Lebensmittel im Haus? Was muss sie da wohl gedacht haben? Sie sagte: »Ich habe nichts! Nur einen Krug Öl.«

Elisa gab ihr eine Aufgabe, die im ersten Moment nicht wirklich logisch klingt – doch sie befolgte Elisas Auftrag. Der Auftrag lautete: »Geh und leih dir von deinen Freunden und Nachbarn so viele leere Krüge wie möglich. Dann geh mit deinen Söhnen in dein Haus und schliess die Tür hinter euch. Giess das Öl in die Gefässe und stell sie beiseite, wenn sie voll sind.« 2. König 4,3-4
Sie ging also von Nachbar zu Nachbar und bat um Krüge. Das Vertrauen der Frau wurde nicht enttäuscht! Alle Krüge, die sie sich von ihren Nachbarn geliehen hatte, wurden voll und sie konnte das Öl verkaufen. So konnte sie ihre Schulden begleichen und hatte noch ausreichend Geld für ihre Söhne und sich selbst.

Warum gab Elisa ihr eine solche Aufgabe? Warum liess Gott sie nicht einfach Geld finden und sie lebte glücklich bis an ihr Lebensende?

Eine andere Zeit, ein anderer Ort. Tausende Menschen hören Jesus aufmerksam zu und sitzen zu seinen Füssen. Es wird langsam spät und sie haben Hunger. Die Jünger sagten zu Jesus: »Schick die Leute fort, damit sie auf die umliegenden Gehöfte und in die Dörfer gehen können und sich etwas zu essen kaufen.« Markus 6, 36

Jesus reagierte nicht so, wie die Jünger erwarteten hatten. Er sagte ihnen: »Gebt ihnen zu essen.« Die Jünger waren erstaunt und erwiderten: »Wie denn? Es würde ein kleines Vermögen kosten, für so viele Menschen Essen zu kaufen!«
Doch Jesus hat sich etwas dabei gedacht. »Wie viele Brote habt ihr? ?«, fragt Jesus. Die Geschichte ist bekannt. Sie brachten fünf Brote und zwei Fische, Jesus betete und segnete das Essen. Alle fünftausend Menschen assen davon und wurden satt. Sie sammelten den Rest in zwölf Körben auf.

Warum hat Jesus so gehandelt? Warum hat Gott nicht einfach Nahrung für sie vom Himmel regnen lassen?

Beide, die Frau und auch die Jünger, sollten erst auf das schauen, was Gott ihnen schon gegeben hatte. Sie dachten, sie haben nichts, oder nicht genug, aber das, was sie hatten, war für Gott genug! Sie hatten bereits alle Mittel, die für sie erforderlich waren, um die Herausforderungen zu meistern und Gott zu dienen.

Als Gott uns unsere Mittel und Fähigkeiten gegeben hat, da wusste er, was wir benötigen. Er hat uns reich ausgestattet mit unterschiedlichen Gaben. Oft denken wir, nichts für Gott tun zu können. Wir denken, wir bräuchten mehr Geld oder besondere Gaben, um für Gott tätig zu sein.

Doch Gottes Frage ist klar: Was hast du bekommen? Er hat dir bereits etwas gegeben. Glaubst du ihm? Sehe dich um und schaue mit neuem Blick auf deine Ressourcen, seien es Talente oder Geld. Wie kannst du mit dem, was Gott dir bereits gegeben hat, für ihn ein Segen sein?

Ich wünsche dir,

·  dass Gott dich erkennen lässt, wie du mit dem, was du von Gott bekommen hast, dienen kannst.

·  dass wir vertrauen lernen, dass unsere begrenzten Ressourcen durch Gottes Hand grenzenlos werden, wenn wir bereit sind zu handeln.

Gehe los und setze deine Flasche Öl ein und mache deine Erfahrungen mit Gott.

Zurück