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Wohin soll ich meinen Zehnten geben?

Wohin soll ich meinen Zehnten geben?

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06. Juni 2022 | Zürich | D. Latuski

Als Schweizer/in redet man nicht über Geld! Das habe ich als gebürtige Deutsche schon öfter gehört. Bin ich jetzt froh, dass ich aus Deutschland komme? Denn als neue Verantwortliche für das Thema Haushalterschaft, gehört es dazu, über dieses Thema zu sprechen. Aber keine Sorge, ich werde es nicht überstrapazieren.

Wohin soll ich meinen Zehnten geben?

Am Ende einer Bibelstunde, die ich über das Thema «Zehnten und Gaben» hielt, kam folgende Frage auf: Kann ich auch meinen Zehnten auch direkt in die Mission geben?Ich kann verstehen, wenn man die Mission, die Weitergabe des Glaubens, unterstützen möchte. Um diese Frage zu beantworten, lasst uns in die Bibel schauen und sie für sich selbst sprechenlassen.

Aus dem Blickwinkel der Bibel können wir die Frage so formulieren: «Wer sollte der Empfänger unseres Zehnten sein?» Es gibt eine Menge Bibeltexte, die uns Informationen über den Zehnten geben. Lasst uns auf einige Bibeltexte schauen.

  1. Der Zehnte gehört dem Herrn: Diese wichtige theologische Aussage über den Zehnten steht in (3.Mose 27,30): Alle Zehnten im Lande, vom Ertrag des Landes und von den Früchten der Bäume, gehören dem HERRN und sollen dem HERRN heilig sein.Dies ist eine klare Definition der Natur des Zehnten; Er ist heilig. Gott hat etwas Heiliges in unsere Hände gelegt. Die Heiligkeit des Zehnten liegt in der Tatsache, dass er nicht uns gehört und wir ihn nicht so zu verteilen haben, wie wir es für richtig halten. Er gehört dem Herrn.Wir mögen den Eindruck bekommen, dass der Zehnte uns gehört, weil er ein Teil unseres Verdienstes ist, das Ergebnis unserer Arbeit. Doch alles was wir haben kommt von Gott. In 5.Mose 8,18 steht: Denkt vielmehr an den HERRN, euren Gott, von dem ihr die Kraft bekommen habt, all diesen Reichtum zu erwerben! Denn er hält sich an den Bund, den er mit euren Vorfahren geschlossen hat und der heute noch für euch gilt.In der Praxis des Zehnten erlaubt uns der Herr, mit dem Heiligen umzugehen und als Haushalter für ihn zu wirken. Da der Zehnte von Natur aus heilig ist, machen wir ihn nicht durch ein Gelübde oder einen Akt der Weihe heilig. Wir erkennen seine Heiligkeit an und geben den Zehnten Gott zurück.
  2. Der Zehnte wird denen gegeben, die von Gott ernannt wurden: Gott beruft diejenigen, die seinen Zehnten empfangen sollen. Die Personen ernennen sich niemals selbst, um diese heilige Aufgabe zu erfüllen. Tatsächlich gibt Gottes Volk den Zehnten nur ihm und nicht einem Menschen. Und Er gibt es denen, die von ihm auserwählt wurden, ihn zu empfangen und zu benutzen (Num 18,21).Mit anderen Worten, als die Israeliten ihren Zehnten an den Herrn zurückgaben, bezahlten sie die Leviten nicht für ihre Dienste im Heiligtum, sondern erkannten einfach die Heiligkeit des Zehnten an und gaben sie Gott durch die von ihm Auserwählten Personen.
  3. Lass Gott der Richter sein: Es ist möglich, dass einige von denen, die von Gott als Empfänger seines Zehnten auserwählt wurden, dieses Privilegs unwürdig werden. Dies war während der Zeit Maleachis der Fall. Die Priester zeigten "Verachtung" für Gottes Namen, indem sie den Altar beschmutzten (Mal 1,6-8). Die Korruption war so weit verbreitet, dass der Herr wollte, dass sie die Tür des Tempels schließen (Vers 10). Die Menschen, die sich dessen bewusst waren, was unter den Geistlichen geschah, hörten auf, ihren Zehnten und ihre Opfergaben zu bringen. Durch den Propheten tadelte Gott die Priester für ihr Verderbnis und rief sie zur Busse auf (Mal 2,1-9). Aber er wandte sich auch an die Menschen und beschuldigte sie, ihn zu berauben, indem sie ihren Zehnten und ihre Opfergaben nicht in den Tempel brachten und sie zur Umkehr aufriefen (Mal 3,7-10). Sie schienen zu dem Schluss gekommen zu sein, dass das Tempelpersonal seinen Zehnten nicht verdient hatte, und hörten auf, den Zehnten zu zahlen. Sie hatten vergessen, dass der Zehnte von Natur aus heilig ist und dem Herrn gehört. Ihre Beibehaltung war daher ein Akt der Rebellion gegen Gott.

Als Siebenten-Tags-Adventisten sehen wir unsere Pastoren in der Tradition der Leviten. Diese Pastoren und auch weitere Stellen in unserer Vereinigung werden durch euren Zehnten getragen.

Lasst uns die Heiligkeit des Zehnten wieder neu ins Bewusstsein rufen und ihn Gott zurückgeben.

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