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ERLEBT

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Die Entscheidung für Jesus

03. März 2022 | B. Zihlmann

Beim Telefonieren für die Zeitschrift «Leben und Gesundheit» hatte sprach ich mit einer sehr netten Frau aus meinem Dorf. So kamen wir ins Gespräch. Sie erzählte mir von ihren Schwierigkeiten und dass ihre «verstorbene Mutter» sie gut beraten würde. Der Schock sass tief, denn mir war klar, mit wem sie es in Wirklichkeit zu tun hatte. Sie meinte auch, dass sie gläubig sei und bete, auch wenn es ihr nicht immer so einfach falle. Ich versuchte daraufhin, mit ihr persönlich Kontakt aufzunehmen oder sie in die Gemeinde einzuladen. Doch sie erklärte mir, dass «ihre Mutter» ihr gesagt habe, sie solle den Weg allein gehen. Oft zerbrach ich mir den Kopf darüber, wie ich ihr helfen könnte. Immer wieder betete ich für sie. Zwischendurch hatten wir per SMS Kontakt. Dann schrieb sie mir abermals, ihre Mutter wolle, dass sie den Weg allein gehe. Ich konnte die Gedanken an sie nie ganz loslassen. Dann dachte ich im Gebet wieder vermehrt an sie. Mir wurde klar, dass sie die Wahrheit kennenlernen muss. Ich bat einige Freunde, mit mir zu beten und schrieb schlussendlich einen längeren Brief mit deutlichen Bibelversen, kopierte aus dem Buch «okkulte Verführungen» zahlreiche Seiten und organisierte von der Gemeinde eine Bibel. Dann betete ich weiter. Es schlichen sich Zweifel ein, ob dies wirklich der richtige Weg sei? Würde sie meinen Worten Glauben schenken? Doch schliesslich packte ich alles ein und bat Gott: «Zeig mir den richtigen Zeitpunkt.» «So bald wie möglich» war die Antwort.

Die Frau wohnt an einem Ort, wo sich die Briefkästen im Inneren des Gebäudes befinden und die Tür fast immer verschlossen ist. Ich betete zu Gott: «Wenn es dein Wille ist, dass ich ihr heute die Unterlagen bringe, dann lass es mich daran erkennen, dass die Tür offen ist.» So fuhr ich vor Ort und als ich mich daraufhin dem Hauseingang näherte, öffnete mir sogleich ein Mann die Tür. Das war für mich eine klare Antwort. So legte ich alles in ihren Briefkasten und betete, dass ihr Herz offen für die Wahrheit sein möge. Ein paar Tage später, nach einem Gebetstreffen, erhielt ich ihre Antwort. Die liebevoll formulierte Nachricht rührte mich zu Tränen. Sie schrieb zusammengefasst, dass sie überaus dankbar für die wertvollen Unterlagen sei. Es sei nun an der Zeit sei, ihre Mutter loszulassen. Sie sei am 27.01.2015 verstorben. Sie werde Jesus Christus um Vergebung bitten und ihren Weg in seine Hände legen. Sie freue sich auf ihr befreites Leben. Dann schrieb sie: Ich bin Gott so dankbar, dass er Ihnen diese Zeichen gegeben hat. Zum richtigen Zeitpunkt.» Da wurde mir bewusst, dass ich ihr das Paket am 27.01.2022 in den Briefkasten gelegt hatte. Auf den Tag genau sieben Jahre nach dem Tod ihrer Mutter. Davon hatte ich keine Ahnung. Doch der Allwissende führte alles genau richtig. Gelobt sei der Name des Herrn! Die Frau schrieb mir aber auch, dass sie «ganz unten» sei. Beten wir für sie, dass sie zu Kräften kommt und Jesu Hand nie mehr loslässt.

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