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Buchrezension: Der Sohn – Gottes Bund mit den Menschen

Buchrezension: Der Sohn – Gottes Bund mit den Menschen

Der Sohn - Ty Gibson

© Advent-Verlag Lüneburg

14. August 2020 | Basel | Herbert Bodenmann

Mit dem Paperback „Der Sohn – Gottes Bund mit den Menschen“ stellt der Advent-Verlag Lüneburg zum zweiten Mal den deutschsprachigen Lesern ein erhellendes Werk über den Charakter Gottes des begnadeten nordamerikanischen Autors Ty Gibson zur Verfügung. Wieder ist es ein Erlebnis, seinen Darstellungen über den Charakter Gottes zu folgen. Hier geht es in besonderer Weise um den Sohn Gottes – ein Konzept, für viele Christen immer noch ein Mysterium.

Ty Gibson, der in einer säkularen Welt aufgewachsen ist und erst als Teenager zum Glauben gefunden hat, beschreibt den Bund Gottes mit dem Menschen anhand des Konzeptes der Sohnschaft. Damit erhellt er die biblischen Beschreibungen über den Sohn und behandelt gewissermassen im Vorbeigehen auch noch „die Genialität der Drei“, der Dreiheit Gottes.

Beginnend mit der Frage nach den „zwei möglichen Identitäten“ Jesu beschreibt Gibson einfühlsam, einprägend und irgendwie schlicht und dennoch überaus verständlich und nachvollziehbar, wer dieser Jesus ist. Er beginnt bei den ersten Seiten der Bibel und folgt einem roten Faden. Getragen wird dieser Faden von dem Konzept des Bundes – Gottes Bündnis mit dem Menschen. Grundlage sei nach Gibson der „göttliche Plan der Erschaffung der Menschheit: Es sollte eine Linie von Söhnen und Töchtern entstehen, die das Bild Gottes weitertragen“. Allerdings sei dieser Plan unterbrochen worden, Gibson‘s Ausdruck für die Sünde.

Schon Adam wurde durch den Schreiber des Lukasevangeliums als „Sohn Gottes“ bezeichnet. Mit der „Unterbrechung“ wurde die Verheissung der Erlösung (1. Mose 3:15) eng mit dem Begriff der Nachkommenschaft verknüpft. Gibson beleuchtet die in diesem Sinne zu sehende Sohnschaft biblischer Gestalten wie Israel, David und Salomo. Das Neue Testament greift diese „Bundesidentität“ auf und sieht in Jesus den Sohn Davids bzw. den Sohn Abrahams (bei Matthäus), den Sohn Adams (bei Lukas), den „einzigen Sohn“ (bei Johannes), den erstgeborenen Sohn (bei Paulus im Römerbrief) und „unseren Bruder in Ewigkeit“ (beim Schreiber des Hebräerbriefes). Die Geschichte Jesu und die Geschichte der gesamten Heiligen Schrift, so fasst Gibson sein Werk zusammen, sei insgesamt eine Geschichte des Bundes zwischen Gott und Menschen – eine Liebesgeschichte.

Diese Liebesgeschichte habe zum Ziel, die Unterbrechung zu überwinden. Das könne nur durch Liebe geschehen und unter „Hingebung und Gemeinschaft mit dem heiligen Geist“. Deshalb sei Gott zum Sohn Gottes geworden. Er habe seine Wirklichkeit unseren Bedürfnissen angepasst. So sei Gott zum Bruder der Menschen geworden.

Etliche Leser der 2018 unter dem englischen Titel „The Sonship of Christ“ erschienenen Lektüre finden Worte wie „beeindruckend“, „bahnbrechend“, „brillant“ und „erstaunlich“. Ich kann mich dem nur anschliessen. Es lässt sich in knapp vier Stunden gut durchlesen und will zwischendurch gar nicht bei Seite gelegt werden. Ich bin dankbar für diese horizonterweiternde Publikation.
Stephan G. Brass

Das Buch kann beim Advent-Verlag Schweiz bestellt werden, jeweils morgens: Telefon: 033 511 11 99 oder info@advent-verlag.ch | https://www.advent-verlag.ch/

Buchrezension: Der Sohn – Gottes Bund mit den Menschen, Ty Gibson, Advent-Verlag Lüneburg; 2020, 240 Seiten Paperback (14 x 21 cm), 20,00 € / 24,90 CHF; ISBN/EAN: 978-3-8150-1982-5. 

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