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Genf: Adventistische Eltern gründen zweisprachige Tagesschule

Genf: Adventistische Eltern gründen zweisprachige Tagesschule

Kinder, Eltern und Lehrerinnen der «Adventist International School» in Genf

© Foto: FSRT

07. Januar 2020 | Basel | Herbert Bodenmann

Eltern der englischsprachigen Ortsgemeinde der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Genf haben die Adventist International School AIS, eine zweisprachige Privatschule gegründet, die als Tagesschule konzipiert ist und in der Französisch sowie Englisch gesprochen wird.

Die beiden Lehrerinnen unterrichten acht Kinder im Alter von vier bis acht Jahren, deren Eltern die englisch- oder portugiesischsprachige Adventgemeinde in Genf besuchen. Die Tagesschule hat nach der provisorischen auch die endgültige Genehmigung von den Behörden erhalten und ist in Räumlichkeiten des protestantischen Kirchgemeindehauses in Petit-Saconnex, knapp zwei Kilometer vom Bahnhof entfernt, eingemietet. Laut der Kommunikationsabteilung der Adventisten in der Romandie (FSRT) werden die Schulkosten durch einkommensabhängige Schulgelder der Eltern sowie durch Beiträge von Mitgliedern der englischsprachigen Ortsgemeinde gedeckt.

Der Unterricht werde nach dem gültigen Lehrplan der Romandie und des Tessins (Plan d’études Romand) gestaltet und enthalte zusätzlich auch biblische Elemente, sagte Sabina Cabungcal, Präsidentin der zweisprachigen Schule. Gegenüber der Schule befinde sich ein Park, der für die Schule sehr wichtig sei, da die Kinder öfters draussen seien.

Adventisten unterhalten global das grösste protestantische Bildungssystem

Die weltweit 21 Millionen Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten unterhalten global das grösste protestantische Bildungssystem mit 8.515 Grundschulen, höheren Schulen und Universitäten und 1,95 Millionen Schülern bzw. Studenten. (Statistik von Ende 2017).

In der Schweiz gibt es zwei weitere adventistische Schulen:

Adventistische Erziehungsphilosophie

Auszüge aus der adventistischen Grundsatzerklärung zur Erziehungsphilosophie:
Die Erziehungsphilosophie der Siebenten-Tags Adventisten ist christozentrisch... Adventisten glauben, dass Gott grenzenlos liebt, dass er weise und mächtig ist. Seine Beziehung zum Menschen ist ein persönliches Miteinander, wobei die Wesensart Gottes zur ultimativen Norm für menschliches Handeln wird... Adventisten räumen jedoch ein, dass unsere Motivation, unser Denken und unser Handeln nicht dem göttlichen Ideal entsprechen. Erziehung im weitesten Sinne ist ein Mittel zur Wiederherstellung der ursprünglichen Beziehung von Mensch und Gott.... Wo die Adventgemeinde Erziehung und Bildung anbietet, geht es um mehr als nur akademische Wissensvermittlung. Es soll eine ausgewogene Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit gefördert werden - in geistlicher, intellektueller, körperlich-gesundheitlicher und sozialer Hinsicht... Adventistische Erziehung möchte den Glauben an Gott fördern, sowie auch den Respekt für die Würde aller Menschen; es geht darum, einen Charakter zu entwickeln, der dem des Schöpfers ähnlich ist; dabei sollen Menschen herangebildet werden, die selbständig denken statt nur ein Echo für die Gedanken anderer zu sein; Adventistische Erziehung soll die Liebe zum Dienst für den Mitmenschen wecken, statt nur ehrgeizige Lebenspläne zu fördern, wobei das Potential jedes Einzelnen zur höchstmöglichen Entfaltung gebracht werden soll.

Auszüge aus der «Grundsatzerklärung zur Erziehungsphilosophie der Siebenten-Tags Adventisten»: http://circle.adventist.org/download/PhilStat03_Ge.pdf

Mehr Informationen zur Adventist International School AIS:
www.aisgeneva.ch (Webseite im Aufbau)
info(at)aisgeneva(dot)ch

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