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«Unendlich wertvoll» - ADRA Freiwilligenwochen 2019 in Gempenach

«Unendlich wertvoll» - ADRA Freiwilligenwochen 2019 in Gempenach

© Herbert Bodenmann/APD Schweiz

23. August 2019 | Basel | Herbert Bodenmann

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz, hat im Frühjahr in Gempenach/FR in einer Freiwilligenwoche ein altes «Stöckli» rückgebaut. Vom 12. bis 23. August haben weitere Freiwillige während zwei Wochen beim Dachdecken, Isolieren und Innenausbau des neu erstellten «Stöcklis» mitgearbeitet. Sie haben damit beigetragen, dass der geistig behinderte Sohn der alleinerziehenden Eigentümerin selbständiger leben kann.

Sie und ihr Sohn würden die Unterstützung der ADRA-Helfer und -Helferinnen «unendlich wertvoll» empfinden, sagte die begünstigte Mutter. «Die Motivation unter den Freiwilligen und die grosse Portion Herzlichkeit ist sehr spürbar» und verleihe ihr und ihrem Sohn viel Freude für die weiteren Schritte, so die begünstigte Mutter.

In den drei Freiwilligenwochen im 2019 haben total 37 Frauen und Männer im Alter von 20 bis 70 Jahren mitgearbeitet, sagte Nathalie Beck, Kommunikationsverantwortliche des Hilfswerks. Die Verständigung der Romands mit den Deutschschweizern klappe bestens. Es gebe Freiwillige, die jedes Jahr eine Woche Ferien für die Freiwilligenwoche einsetzten, um bedürftigen Menschen, meist Bergbauern, zu helfen. Sie bildeten jeweils ein kleines Kernteam, so Beck.

Die fachliche Leitung der Projekte werde von Fachpersonen und Firmen sichergestellt. 2019 haben laut der Kommunikationsverantwortlichen Schreiner, Zimmerleute, Elektriker, Elektronik Ingenieure, Lehrer, Pastoren, Bauern, Gärtner, Flugbegleiterin, Hausfrauen, Sanitärinstallateure, Lastwagenchauffeure, Sportlehrerin und Plattenleger mitgearbeitet.

Familien, die Hilfe bräuchten, sei es häufig peinlich, sich zu melden. Schweizer hätten oft Mühe, ihre Bedürftigkeit zuzugestehen, sagte Nathalie Beck. Angemeldete Projekte würden mit verschiedenen Fachstellen gut abgeklärt, um jene zu begünstigen, die Hilfe bräuchten.

Unterkunft, Verpflegung und Finanzierung
Die Freiwilligen des Einsatzes waren im Pfadiheim in Bösigen/FR, im Massenlager, untergebracht. Zwei Freiwillige sorgten für das leibliche Wohl. Das Hilfswerk führe die Freiwilligenwoche seit 1993 durch und müsse rund 5.000 Franken pro Einsatzwoche aufwenden, vorwiegend für Verpflegung, Reise und Unterkunft der Freiwilligen, so Monika Stirnimann, Verantwortliche für ADRA-Projekte in der Schweiz. ADRA versichere die Freiwilligen während dem Einsatz. Einige Freiwillige verzichteten auch auf die Spesenentschädigung für die An- und Rückreise und spendeten sie dem Hilfswerk.

Die Freiwilligenwochen seien deshalb so kostengünstig, weil die Freiwilligen ihre Zeit und die begünstigten Personen bzw. Familien die meisten Arbeitsgeräte sowie die Baumaterialien zur Verfügung stellten.

Weitere Infos zur Freiwilligenarbeit von ADRA Schweiz:
https://www.adra.ch/de/freiwilligenarbeit/freiwilligenwoche/freiwilligenwoche/

ADRA Schweiz
ADRA Schweiz wurde 1987 als Hilfswerk der protestantischen Freikirche der Siebtenten-Tags-Adventisten in der Schweiz gegründet. Es ist ein im Handelsregister eingetragener Verein, mit Sitz in Zürich. Das Hilfswerk geniesst Steuerfreiheit und wurde 2017 von der schweizerischen Fachstelle für Spenden sammelnde, gemeinnützige Institutionen (ZEWO) für weitere fünf Jahre rezertifiziert. ADRA Schweiz zählt zu den Partner-Hilfswerken der Schweizer Glückskette: www.glueckskette.ch. Das ADRA Netzwerk besteht aus rund 130 regionalen und nationalen Landesbüros. ADRA gewährt Hilfe unabhängig von Rasse, ethnischer Herkunft, des Geschlechtes, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität. Das Handeln von ADRA ist ganzheitlich ausgerichtet und von christlichen Werten bestimmt.
Mehr zum Hilfswerk: www.adra.ch

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