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«Der Adventist und die Reformierte»

«Der Adventist und die Reformierte»

Eva Thomi, SB-Geschäftsleiterin, verabschiedet Reto Mayer, abtretender Präsident der Schweizerischen Bibelgesellschaft

© Foto: Herbert Bodenmann/APD Schweiz

Mitgliederversammlung der Schweizerischen Bibelgesellschaft

21. Mai 2019 | Schaffhausen | Herbert Bodenmann

«Die Reformation legte einen Meilenstein zur Aufklärung», sagte Dr. Raphaël Rohner, Bildungsreferent und Stadtrat von Schaffhausen, bei der Begrüssung der rund 50 Teilnehmenden der Mitgliederversammlung der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) in der Zwinglikirche in Schaffhausen. Wichtig sei dabei die Bibelübersetzung von Luther gewesen. Die Delegierten nahmen den SB-Jahresbericht 2018 ab, integrierten die Schaffhauser Bibelgesellschaft, verabschiedeten Reto Mayer, den abtretenden SB-Präsidenten, und wählten die Vorstandsmitglieder.

Jahresbericht 2018

Das Jahresergebnis der der Schweizerischen Bibelgesellschaft schliesst mit einem Verlust von fast 31.000.- Franken bei einem Betriebsaufwand von knapp 1,3 Millionen Franken. Die Kosten zur Erstellung der neuen Webseite sowie die Möglichkeit online spenden zu können, haben mit zum negativen Ergebnis beigetragen. Die Mitgliederbeiträge für 2019 werden auf der gleichen Höhe der vergangenen Jahre belassen. Es wurde auch ein Markusevangelium vorgestellt, das in Schaffhauser Dialekt von Sein am Rhein übersetzt worden ist.

Vorstandswahl

Als Vorstandsmitglieder wurden gewählt: Regula Tanner, Vizepräsidentin (Präsidium ad interim für ein Jahr), Liza Zellmeyer, Jakob Bösch, Pierre Alain Mischler, Martin Vogler, Elena Sala (neu), Thomas Feuz (neu). Das Präsidium bleibt nach dem Rücktritt von Reto Mayer vakant.

«Der Adventist und die Reformierte»

Reto Mayer, der abtretende Präsident der Schweizerischen Bibelgesellschaft, arbeitete 16 Jahre im Vorstand der Bibelgesellschaft mit, seit 2013 als deren Präsident. Als Mitglied der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten hat er im Vorstand den Bereich der Freikirchen vertreten. Martin Vogler, Vizepräsident, und Eva Thomi, Geschäftsleiterin, dankten Reto Mayer für seinen Einsatz. «Der Adventist und die Reformierte, das war in unserem Fall eine gelungene Version», sagte Eva Thomi bei der Verabschiedung und dankte Mayer für seinen langjährigen, engagierten Einsatz.

Schaffhauser Bibelgesellschaft wird in die Schweizerische Bibelgesellschaft überführt

Nach 210 Jahren seit ihrem Bestehen wird die Schaffhauser Bibelgesellschaft in die Schweizerische Bibelgesellschaft überführt. Die Schaffhauser Bibelgesellschaft, 1809 gegründet, war damals neben der Bibelgesellschaft in Basel und jener in Bern in Europa die dritte Bibelgesellschaft. Als Gründe für die Integration führte Wolfram Kötter, Delegierter der Bibelgesellschaft Schaffhausen unter anderem die Überalterung der Mitglieder, deutlich kleinere Kirchgemeinden sowie die Zunahme und Wichtigkeit anderer Medien an. Hinzu komme ein Desinteresse an der Bibelgesellschaft von Menschen, die noch zur Kirche gehörten. Das Vermögen der Schaffhauser Bibelgesellschaft geht an SB über.

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