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Adventisten in der Schweiz spendeten 2018 über 14,4 Mio. Franken

Adventisten in der Schweiz spendeten 2018 über 14,4 Mio. Franken

01. April 2019 | Basel | Herbert Bodenmann

Ende Dezember 2018 lebten 4.757 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz. Sie spendeten für die Aufgaben ihrer Kirche weltweit, national und lokal über 14,4 Millionen Franken.

Freiwilligkeitsprinzip – keine Kirchensteuer

Die Adventisten erheben keine Kirchensteuer, sagte Jean-Luc Waber, Finanzvorstand der Adventisten in der Schweiz. Die Tätigkeit der Freikirche werde ausschliesslich durch freiwillige Spenden von Mitgliedern und Gönnern finanziert. Diese gäben in der Regel den Zehnten, wie er in der Bibel beschrieben sei. Der Zehnte, 11,5 Millionen Franken im 2018, mache einen Grossteil der eingegangenen Gelder aus. Davon werden je zehn Prozent an die übergeordnete nationale Kirchenstruktur sowie an die Weltkirchenleitung weitergeleitet, dreizehn Prozent fliessen in die Personalfürsorgestiftung und fünf Prozent an Theologische Seminare. Vom Zehnten werden Pastoren und Pastorinnen sowie weitere Mitarbeitende entlöhnt und die Kosten der Kirche bestritten.

Zusätzliche Spenden

Viele Mitglieder würden neben zehn Prozent ihres Einkommens weitere Spenden für besondere Projekte geben, so Waber, und unterstützten ihre Kirche auch mit freiwilligem, persönlichem Einsatz. So sind neben den Zehntengeldern 2018 zusätzliche Spenden von knapp 900.000 Franken zur Unterstützung der weltweiten Mission der Kirche ins Ausland geflossen. Die Adventisten unterhalten mit 8.515 Bildungsinstituten, von Primarschulen bis Universitäten, das grösste protestantische Bildungswesen weltweit sowie ein ausgedehntes medizinisches Werk mit 681 Krankenhäusern, Sanitätsstationen, Waisen- und Kinder- sowie Alters- und Pflegeheime.

Die Adventisten in der Deutschschweiz haben dem Hilfswerk, Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz – Partnerhilfswerk der Glückskette und Zewo zertifiziert – über die Ortskirchen rund 42.000 Franken zukommen lassen sowie 478.000 Franken für Renovationen, Neubau und Unterhalt von Gebäuden gespendet, sagte Jean-Luc Waber.

Zusätzlich würden Gelder für die Arbeit und Aufgaben der Ortsgemeinden gegeben. In der Deutschschweiz mit 2.567 Mitgliedern in 32 Kirchgemeinden schätze er diese Spenden auf rund 1,5 Mio. Franken, so Waber. Entsprechende detaillierte Zahlen für die Romandie und das Tessin lagen nicht vor.
Mehr Infos zur Statistik: https://www.adventisten.ch/adventisten/statistik/

Globale Solidarität durch Finanzausgleich

Die Tätigkeit der nationalen Kirchenleitung (Vereinigung), der überregionalen (Union/Verband) und der teilkontinentalen Kirchenleitungen (Division) sowie der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) wird überwiegend von weitergeleiteten Zehntengeldern und projektbezogenen Kollekten der Ortsgemeinden finanziert. Zur Unterstützung finanzschwacher Weltregionen sowie zur Förderung der globalen Aktivitäten der mehr als 21 Millionen Mitglieder zählenden Weltkirche, gibt es einen umfangreichen und ständigen Finanztransfer. Auf diese Weise trägt jedes Mitglied einer Ortsgemeinde durch seine freiwilligen Zehnten und Gaben unmittelbar zum weltweiten Wachstum und zur Erfüllung der Aufgaben und des Auftrags der Kirche bei.

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