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3. Bericht von der Unity 2017 Konferenz in London

3. Bericht von der Unity 2017 Konferenz in London

Wendy Jackson

© Foto: Jessica Schultka

Eine Konferenz über Einheit, die Frage nach Autorität und Gewissensfreiheit

17. Juni 2017 | London | Jessica Schultka

3. Bericht | 16. Juni 2017

Die Konferenz "unity 2017" vom 15. - 17. Juni 2017 in London wurde von zehn überregionalen adventistischen Kirchenleitungen (Unionen) organisiert: Australian Union Conference (AUS) • Columbia Union Conference (USA) • Danish Union Conference  (DK) • Netherlands Union Conference (NL) • New Zealand Pacific Union Conference (NZ) • Northern German Union Conference (Norddeutscher Verband NDV) • Norwegian Union Conference (N) • Pacific Union Conference (USA) • South German Union Conference (Süddeutscher Verband SDV) • Swedish Union Conference (S).

Infos zu Themen, Sprechern und Manuskripten auf Englisch (Downloadmöglichkeit): https://adventistunity2017.com/

Weitere Berichte (auf Englisch) zur Unity 2017 Konferenz bei SPECTRUM unter "News"
und einen Blog von Michael Pearson "Surprises ans Elephants"

(Der nachstehende Bericht wurde von Jessica Schultka, Verlagsleiterin des Advent-Verlags in Lüneburg/Deutschland, verfasst. Er ist aus der Facebookseite des Advent-Verlags kopiert: https://www.facebook.com/adventverlag/posts/1730233860326499)

Müdigkeit macht sich breit, aber wir verfolgen die Themen so wach wie noch nie.

Heute wurde die Frage nach Einheit näher beleuchtet. Dabei sprach Wendy Jackson über Ellen Whites Verständnis von Einheit. Wendy Jackson (PhD) ist Dozentin am Avondale College für systematische Theologie.
Sie zeichnete die Entwicklung von Ellen Whites Verständnis über Einheit nach. Ihre Sichtweise auf Einheit hat sich über die Jahre geändert. Während sie am Anfang die Lehrmeinung als das einende Moment betrachtete, kam sich später zu der Überzeugung, dass Einheit durch gemeinsame Praxis und Ziele erreicht werden kann. Ihre Sicht auf Kirche war später vor allem auf den Auftrag fokussiert.
Wendy Jackson fasste Ellen Whites Sicht auf Einheit folgendermaßen zusammen: Einheit ist für die Kirche wesentlich und kann nur durch die Verbindung mit Christus erreicht werden.

Roy Adams, Professor für systematische Theologie, ehemaliger Redakteur von Adventist Review sprach darüber, was Jesus in Johannes 17 über Einheit sagte.
Er entfaltete seine Auslegung anhand der Bitten Jesu um Verherrlichung, Offenbarung, Bewahrung, Heiligung und Einheit. Er legte dar, dass die Einheit der Dreieinigkeit Vorbild ist für die Einheit der Christenheit, ja – Gott selbst, der sich als dreieiniger Gott offenbart, ist das Modell für Einheit unter uns.

John Brunt, neutestamentlicher Theologe und Pastor (i. R.) sprach über eine Theologie der Einheit.
Er legte anhand von 1. Korinther 9 dar, dass Einheit nur durch gelebte Vielfalt entstehen kann. Paulus wusste, dass der Versuch, alle Christen, sowohl Juden als auch Heiden, in eine Form zu zwingen, letztlich jede echte Chance für die Einheit zerstören würde. Einheit müsse immer auch die Spannung zwischen individueller Integrität und der Gruppenidentität aushalten. Außerdem brauche eine Theologie der Einheit auch immer einen klaren Blick darauf, was Freiheit in Christus bedeute. So wird ein Konzept von Einheit auch immer die Gewissensfreiheit des einzelnen beinhalten.

Morgen wird es eine Podiumsdiskussion geben. Gespräche mit den TeilnehmerInnen machten deutlich, dass viele nun darauf warten, welche Schlussfolgerungen wir aus diesen Erkenntnissen ziehen. Es bleibt also spannend!

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