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ADRA Schweiz gibt 70 Flüchtlingskindern in Serbien eine Perspektive

ADRA Schweiz gibt 70 Flüchtlingskindern in Serbien eine Perspektive

© Foto: ADRA Serbien

05. Mai 2017 | Zürich/Schweiz | APD Schweiz

70 Kindern und Jugendlichen, welche ohne Begleitung auf der Flucht in Asylzentren am Stadtrand von Belgrad/Serbien platziert wurden, ermöglicht das Hilfswerk ADRA Schweiz den Besuch einer Grundschule oder eines Berufskurses. Damit sollen ihre Berufschancen erhöht sowie die soziale Integration gefördert werden. Das Projekt dauert bis Jahresende und wird vom Partnerhilfswerk ADRA Serbien durchgeführt. Die Kosten von 244.000 Franken werden durch die Glückskette sowie die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz finanziert.

Flüchtlingssituation in Serbien
Laut ADRA Schweiz gelangen seit der Schliessung der Grenzen entlang der Balkanroute nur noch wenige Flüchtlinge nach Serbien. Demnach sind gegenwärtig 7.860 Flüchtlinge in Serbien, davon rund 900 Kinder und Jugendliche, welche alleine auf der Flucht sind. Einige sind Waisen, andere haben die Eltern auf der Flucht aus den Augen verloren.

ADRA Gemeinschaftszentrum in Belgrad
ADRA Serbien hat 2016 ein Gemeinschaftszentrum am Stadtrand von Belgrad eröffnet. Zu dem Gelände zählen Innenräume mit einer Fläche von 660 m2 und im Aussenbereich mit 1.300 m2. Jugendliche, Kinder und Familien finden im Gemeinschaftszentrum von ADRA ein breites Angebot von Sportmöglichkeiten, psychologischer Unterstützung und Nachhilfeunterricht, was rege genutzt werde, so das Hilfswerk.

Schul- und Berufsförderungsprojekt
Seit Dezember 2016 nehmen in Belgrad sechs Schulen unbegleitete Flüchtlingskinder auf. ADRA Serbien stellt den Lehrern Übersetzer und Mediatoren zur Verfügung. Im Gemeinschaftszentrum von ADRA erhalten die Flüchtlingskinder dann Nachhilfeunterricht in Serbisch, Englisch und anderen Fächern. Gleichzeitig gibt es dort ein breites Sportangebot, um ihre Motivation und ihr Interesse aufrecht zu erhalten. ADRA Serbien wolle die Anzahl der Kinder in der Schule konstant halten oder erhöhen. Regelmässige Informationsanlässe in den Asylzentren garantierten, dass neuankommende Kinder und Erwachsene davon erfahren, so ADRA.

Berufskurs
Jugendliche ab 15 Jahren können sich für einen dreimonatigen Berufskurs bewerben, der ihren Interessen entspricht. Der Kurs vermittelt ihnen theoretische Schulungen. Durch Praktika in Betrieben lernen sie spezifische Handgriffe und Vorgehensweisen des Berufes. Zum Abschluss erhalten sie ein Diplom, welches in ganz Europa anerkannt sei, schreibt ADRA. Diese berufliche Qualifikation solle ihnen den Berufseinstieg erleichtern. In begleitenden Kursen lernten sie im Gemeinschaftszentrum ausserdem, wie man Jobs sucht, einen Lebenslauf schreibt und sich bewirbt.

Das Partnerhilfswerk ADRA Serbien habe in der Vergangenheit Erfahrungen bei der Integration von Roma Jugendlichen gesammelt und könne diese nun auch bei den Flüchtlingskindern anwenden, schreibt ADRA Schweiz.

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