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https://www.adventisten.ch/news/ News der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Deutschschweiz 2017-10-12T15:58:32Z Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Deutschschweiz info@adventisten.ch TYPO3 extension ams_articles https://www.adventisten.ch/fileadmin/adventisten.ch/files/layout/LogoFeed.png Copyright 2017, Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Deutschschweiz Aktuelle Nachrichten der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Deutschschweiz https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-10-12/starker-us-dollar-und-projektspenden-beeinflussen-finanzlage-der-adventistischen-weltkirchenleitung/ Starker US-Dollar und Projektspenden beeinflussen Finanzlage der adventistischen Weltkirchenleitung 2017-10-12T15:58:32Z Herbert Bodenmann info@adventisten.ch 12. Oktober 2017 Herbert Bodenmann


Starker US-Dollar und Projektspenden beeinflussen Finanzlage der adventistischen Weltkirchenleitung

Juan Prestol-Puesan, Finanzvorstand der adventistischen Weltkirchenleitung

© Mylon Medley/ANN

An der Jahressitzung des Exekutivausschusses der adventistischen Weltkirchenleitung (General Conference Executive Committee), die vom 5. bis 11. Oktober in Silver Spring, Maryland/USA, stattfand, legte Juan Prestol-Puesán, Finanzvorstand der Weltkirchenleitung, am 10. Oktober den Finanzbericht für 2016 und das Budget 2018 vor. Der Starke US-Dollar gegenüber dem Euro und dem Brasilianischen Real beeinflussten die Finanzen der Weltkirchenleitung ebenso wie das projektbezogen Spenden, das gegenüber dem systematischen Spenden zugenommen habe.

Projektbezogene Spenden – systematisches Geben
Das projektbezogene Spenden habe seit 1980 zugenommen, so Prestol-Puesán. „Die Kirche hängt nicht von grossen Projektspendern ab", sagte der Finanzvorstand, sondern von Herrn Hinz und Frau Kunz, die in der Kirchenbank sitzen und ihren Zehnten sowie ihre Gaben treu geben würden. „Sie sind es, welche die Reise der Kirche erst möglich machen. Das sind wir", so Prestol-Puesán. Das systematische, treue Geben sei es, was es der Kirche ermögliche, ihren Auftrag zu erfüllen. Er unterstütze das projektbezogene Spenden dann, wenn das systematische Geben auf einem guten Niveau sei.

Wirtschaftliche Trends
Eine der grössten Herausforderungen, die der Kirche in den letzten Jahren zu schaffen mache, sei die Stärke des US-Dollars gegenüber anderen Währungen wie dem Euro oder dem Brasilianischen Real. Mehr als die Hälfte des Einkommens der Weltkirchenleitung komme von ausserhalb der Vereinigten Staaten. Prestol wies darauf hin, dass der Dollar gegenüber einigen dieser Währungen zwar kürzlich schwächer geworden sei, dies könne sich aber schnell wieder ändern. „Es braucht nur ein oder zwei Ereignisse in der Welt und sofort ist das Gleichgewicht wieder verändert", sagte Prestol.

Budget 2018
Das Budget 2018 der adventistischen Weltkirchenleitung ist laut der nordamerikanischen Kirchenzeitschrift Adventist Review AR um 3,4 Prozent reduziert worden, was 5.75 Millionen US-Dollar entspreche. Diese Kürzung werde aber teilweise wieder ausgeglichen, weil die finanziellen Zuweisungen der Weltkirchenleitung um 3,85 Millionen US-Dollar reduziert würden. Aufgrund dieser Angaben kann von einem Budget der adventistischen Weltkirchenleitung für 2018 von rund 169 Millionen US-Dollar ausgegangen werden.

Er erwarte für das Ende des Geschäftsjahres, dass der Haushalt der Kirche ausgeglichen sei, sagte Juan Prestol-Puesán. Seine Finanzverwaltungsphilosophie als Finanzvorstand der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) beschrieb er laut AR folgendermassen: „Wir sehen uns als Verwalter der finanziellen Mittel, die dieser Ebene der Kirche anvertraut sind. Wir werden uns bemühen, ihr Betriebskapital und Liquiditätsniveau aufrechtzuerhalten, um den Auftrag der Kirche weltweit zu ermöglichen."

An der Jahressitzung des Exekutivausschusses der adventistischen Weltkirchenleitung vom 5. bis 11. Oktober haben rund 300 Mitglieder aus allen Kirchenregionen der Welt teilgenommen. Die Einnahmen der Weltkirchenleitung stammen aus diesen Kirchenregionen. Der Finanzvorstand schloss seine Ausführungen mit dem Hinweis, dass „eine schwache und mit weniger Kapital ausgestattete“ Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Kirche nicht dienlich sei.

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An der Jahressitzung des Exekutivausschusses der adventistischen Weltkirchenleitung (General Conference Executive Committee), die vom 5. bis 11. Oktober in Silver Spring, Maryland/USA, stattfand, legte Juan Prestol-Puesán, Finanzvorstand der Weltkirchenleitung, am 10. Oktober den Finanzbericht für 2016 und das Budget 2018 vor. Der Starke US-Dollar gegenüber dem Euro und dem Brasilianischen Real beeinflussten die Finanzen der Weltkirchenleitung ebenso wie das projektbezogen Spenden, das... 2017-10-12T15:53:15Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-10-10/adventisten-dokument-zum-schlichtungsverfahren-kirchlicher-angelegenheiten-soll-ueberarbeitet-werden/ Adventisten: Dokument zum Schlichtungsverfahren kirchlicher Angelegenheiten soll überarbeitet werden 2017-10-10T16:43:07Z Herbert Bodenmann info@adventisten.ch 10. Oktober 2017 Herbert Bodenmann


Adventisten: Dokument zum Schlichtungsverfahren kirchlicher Angelegenheiten soll überarbeitet werden

Lowell Cooper, ehemaliger Vizepräsident der adventistischen Weltkirchenleitung

© Foto: Mylon Medley/Adventist News Network ANN

Die Mitglieder der Jahressitzung (Annual Council) des Exekutivausschusses der adventistischen Weltkirchenleitung (General Conference Executive Committee), haben am 9. Oktober das vorgelegte Dokument zum Schlichtungsverfahren kirchlicher Angelegenheiten, Phase II, nach sechsstündiger Sitzung mit einem Stimmenverhältnis von 184 zu 114 in geheimer Abstimmung an den vorbereitenden Ausschuss zur Überarbeitung zurückgewiesen. Eine redigierte Version wird laut Ted Wilson, adventistischer Weltkirchenleiter, wahrscheinlich an der Jahressitzung 2018 wieder zur Abstimmung vorgelegt. Die Jahressitzung 2017 (Annual Council) findet vom 5. bis 11. Oktober in Silver Spring, Maryland/USA statt.

Das 14-seitige Dokument wurde den Mitgliedern des Exekutivausschusses erst in der Sitzung ausgeteilt, um Leaks zu verhindern, und während 50 Minuten vorgelesen. Das Dokument zum Schlichtungsverfahren kirchlicher Angelegenheiten, mit dem Titel „Verfahren zur Versöhnung und Einhaltung der Kirchenrichtlinien, Phase II“ („Procedures for Reconciliation and Adherence in Church Governance: Phase II”), wurde nach ausführlicher und in sachlichem Ton geführter Diskussion zurück an den „Ausschuss zur Überprüfung der Einheit in der Mission“ („Unity in Mission Oversight Committee“) verwiesen, der es erarbeitet hatte. Alle Sitzungen der Jahreskonferenz können per Livestream übers Internet mitverfolgt werden.

„Das Gremium hat gesprochen, ", sagte Ted N. C. Wilson, Präsident der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, nach der Abstimmung und drückte seine Hoffnung aus, einen Weg zu finden, das Dokument zu überarbeiten und wieder vorlegen zu können.

Zweistufiges Schlichtungsverfahren
An der Jahressitzung 2016 wurde ein zweistufiges Vorgehen zum Umgang mit Kirchenleitungen beschlossen, die Beschlüsse der Weltkirche nicht umsetzen, um sie wieder in Übereinstimmung zu bringen.

Demnach sollen in einem ersten Schritt unter Gebet, während einem Jahr, verschiedene Konsultationen und Dialoge auf unterschiedlichen Ebenen der Kirche geführt und auch mittels eines Pastoralbriefs diese Kirchenleitungen dringend gebeten werden, die Übereinstimmung mit den Beschlüssen der Weltkirche wiederherzustellen.

Sofern die Angelegenheit damit nicht geklärt werden kann und die Differenzen Glaubensüberzeugungen (Fundamental Beliefs) oder Beschlüsse bzw. Richtlinien der Weltkirche (Working Policy) betreffen, soll die zweite Stufe mit verfahrensrechtlichen Schritten eingeleitet werden. Das nun zurückgewiesene Dokument beschrieb diese zweite Phase inklusive der anzuwendenden Schritte.

Das Dokument „Verfahren zur Versöhnung und Einhaltung der Kirchenrichtlinien, Phase II“, anerkennt, dass „nicht konforme Praktiken sehr komplexe Ausdrücke kultureller, ethnischer, theologischer, kommunikativer und ökonomischer Werte, Überzeugungen und Praktiken sein können".

Es unterscheidet drei Kategorien, in denen es zu Differenzen kommen kann: Kategorie 1 betrifft die 28 Glaubensüberzeugungen der Siebenten-Tags-Adventisten. Kategorie 2 befasst sich mit den vom Exekutivausschuss der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) verabschiedeten Massnahmen, die „auf die globale Umsetzung ausgerichtet sind“ und die, wenn sie nicht umgesetzt werden, „sich negativ auf die Einheit der Kirche auswirken". Kategorie 3 umfasst „Richtlinien, Initiativen und Praktiken auf lokaler Ebene“, die nicht gegen Beschlüsse, der Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) oder des Exekutivausschusses der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) stehen und die Einheit der Kirche nicht beeinträchtigen.

Beratungen und Anträge
Das Verfahren zur Schlichtung kirchlicher Angelegenheiten sei durch die Diskussion um die Ordination von Frauen zum Pastorendienst ausgelöst worden, anerkannte G. T. Ng, Exekutivsekretär der Weltkirchenleitung zu Beginn der Beratungen. Es gibt überregionale Kirchenleitungen (Unionen/Verbände), die Pastorinnen ordiniert haben und die damit nicht in Übereinstimmung mit den Beschlüssen der Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) sind. Dennoch gehe es beim Verfahren zur Schlichtung kirchlicher Angelegenheiten um weit mehr, als um die Regelung der Frage der Frauenordination.

In der Morgensitzung hatte der Auditing Dienst der Weltkirchenleitung (General Conference Auditing Service GCAS) festgehalten, dass bei 81 Prozent der Audits die Vorgaben bezüglich der finanziellen Richtlinien nicht eingehalten würden.

In der Nachmittagssitzung konnten sich die rund 300 stimmberechtigten Mitglieder des Exekutivausschusses der Weltkirchenleitung bei den Beratungen an drei Mikrophonen an der Diskussion beteiligen. Vorgängig wurde der Strichcode auf dem Badge gescannt sowie Name und Weltregion der Person auf der Leinwand eingeblendet.

Antrag um Rückweisung
Dave Weigley, Präsident der Columbia Union Conference, USA, stellte den Antrag, das Dokument an den vorberatenden Ausschuss zur Überarbeitung zurück zu verweisen. Ein weiterer Antrag zur Verwendung eines anderen Begriffs im Dokument wurde angenommen.

Dem Antrag von Dave Weigley, auf Rückweisung an den „Ausschuss zur Überprüfung der Einheit in der Mission“ („Unity in Mission Oversight Committee“), der das Dokument vorbereitet hatte, wurde in geheimer Abstimmung mit 184 zu 114 zugestimmt.

Loyalitätsforderung
Vertrauen sei entscheidend, um Einheit zu erhalten, sagte Robert Folkenberg, der in China die Kirche leitet und darauf hinwies, dass sie 2.000 Pastorinnen im Einsatz hätten. Er lehne die Loyalitäts-Unterschrift ab, die laut dem Dokument jedes Mitglied der Jahressitzung in Zukunft abgeben müsste, um zu bestätigen, in Übereinstimmung mit den Beschlüssen der Weltkirchenleitung zu stehen. Laut Dokument soll jenen, die nicht unterschreiben, das Stimm- und Rederecht entzogen werden und die betroffene Person dürfe auch nicht in Unterausschüssen mitarbeiten.

Stellungnahmen europäischer Mitglieder des Exekutivausschusses
In der Diskussion äusserste Norbert Zens, Finanzvorstand der teilkontinentalen Kirchenleitung der Adventisten in West- und Südeuropa (Intereuropäische Division EUD) konkrete Bedenken, dass das vorliegende Dokument nicht in Übereinstimmung mit den Statuten der Weltkirche sei und dass ihm die vorgesehenen Massnahmen zu weit gingen.

Werner Dullinger, Präsident der Adventisten in Süddeutschland (SDV), forderte ein überlegteres Vorgehen und führte an, dass Loyalitätsforderungen früher in Osteuropa im politischen Bereich üblich gewesen seien.

Thomas Mueller, Präsident der Adventisten in Dänemark, monierte, dass das 14-seitige Dokument nicht wirklich studiert werden konnte und dass die Weltkirchenleitung die 2016 gefassten Beschlüsse bezüglich des Schlichtungsverfahrens selbst nicht eingehalten habe.

Stellungnahmen von leitenden oder ehemals leitenden Personen
Abteilungsleiter der Weltkirchenleitung, David Trim, Office of Archives, Statistics and Research sowie Bill Knott, Chefredaktor und Herausgeber der adventistischen Kirchenzeitschrift Adventist Review, plädierten wegen diverser Mängel und wegen mangelnder Zeit, sich mit dem Dokument zu beschäftigen, für Rückweisung. „Ich sehe die Hand Gottes nicht in diesem Dokument“, sagte der ehemalige Weltkirchenleiter, Jan Paulsen. Er habe 50 Jahre in der Kirche gedient, so Paulsen, seine Unterschrift sei in seinem Herzen. Der ehemalige Vizepräsident der Weltkirchenleitung, Lowell Cooper, zeigte in den zwei Minuten Redezeit präzis die Schwachstellen des Dokuments auf und empfahl die Rückweisung.

Generell wurde bemängelt, dass das 14-seitige Dokument erst während der Sitzung ausgehändigt worden sei und die rund 300 Ausschussmitglieder nicht wirklich Zeit gehabt hätten, sich mit diesem umfangreichen Dokument und allen Implikationen zu befassen. "Haste has made waste”, sagte Justin Lyons, aus der Nordamerikanischen Kirchenregion (NAD), im Rückblick auf manchen überhasteten Beschluss in einer Sitzung.

Gegner der Rückweisung
Gegner und Gegnerinnen der Rückweisung, darunter Doug Batchelor, Evangelist, und Jay Gallimore, Präsident der regionalen Kirchenleitung in Michigan/USA, argumentierten, dass lange genug über das Thema diskutiert worden sei und es sich um ein relativ einfaches Dokument handle. Man könne mit der Annahme des Dokuments die Einheit in der Kirche schnell wiederherstellen.

Das Dokument „Verfahren zur Versöhnung und Einhaltung der Kirchenrichtlinien, Phase II“ („Procedures for Reconciliation and Adherence in Church Governance: Phase II”) kann heruntergeladen werden (Englisch):
www.adventistreview.org/assets/public/Procedures-for-Reconciliation-and-Adherence-in-Church-Governance-Phase-II.pdf

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Die Mitglieder der Jahressitzung (Annual Council) des Exekutivausschusses der adventistischen Weltkirchenleitung (General Conference Executive Committee), haben am 9. Oktober das vorgelegte Dokument zum Schlichtungsverfahren kirchlicher Angelegenheiten, Phase II, nach sechsstündiger Sitzung mit einem Stimmenverhältnis von 184 zu 114 in geheimer Abstimmung an den vorbereitenden Ausschuss zur Überarbeitung zurückgewiesen. Eine redigierte Version wird laut Ted Wilson, adventistischer... 2017-10-10T16:37:29Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-10-10/trotz-herausforderungen-weltweites-mitgliederwachstum-bei-den-adventisten/ Trotz Herausforderungen - weltweites Mitgliederwachstum bei den Adventisten 2017-10-10T16:36:40Z Herbert Bodenmann info@adventisten.ch 10. Oktober 2017 Herbert Bodenmann


Trotz Herausforderungen - weltweites Mitgliederwachstum bei den Adventisten

Pastor G. T. Ng, Exekutivsekretär der adventistischen Weltkirchenleitung

© Foto: Mylon Medley/Adventist News Network ANN

An der Jahressitzung des Exekutivausschusses der adventistischen Weltkirchenleitung (General Conference Executive Committee), die vom 5. bis 11. Oktober in Silver Spring, Maryland/USA, stattfindet, wurde am 8. Oktober der statistische Jahresbericht 2016 vorgelegt. Laut Dr. David Trim, Direktor des Büros für Archive, Statistik und Forschung der adventistischen Weltkirchenleitung, zählte die protestantische Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten am 30. Juni 2017 weltweit 20,3 Millionen getaufte Mitglieder. Die Verlustrate sei zwar leicht auf 39 Prozent der neugetauften Mitglieder zurückgegangen, was bedeute, dass von fünf neuen Mitgliedern zwei die Kirche im Laufe der Jahre wieder verlassen würden.

David Trim sagte zum statistischen Bericht 2016 den mehr als 450 Delegierten, Kirchenleitern sowie Laienmitgliedern und Gästen aus der ganzen Welt, dass das Audit der Mitgliederzahlen weltweit weitergeführt werde, um sicherzustellen, dass die Mitgliederzahlen realistisch seien. Er erinnerte auch daran, dass üblicherweise Mitglieder „nicht wegen theologischer Differenzen die Kirche verlassen, sondern weil sie durch eine Lebenskrise gehen oder wegen einem Konflikt innerhalb der Kirchgemeinde“. Sie fühlten sich möglicherweise unbetreut, unwichtig und nach einigen Jahren würden sie lautos verschwinden.

Eine grosse Herausforderung, so Trim, sei die Weltgegend im sogenannten 10/40 Fenster. Zwischen dem 10. und 40. Breitengrad, gibt es 69 Länder. Dort leben rund 40 Prozent der Weltbevölkerung, die mehrheitlich nicht christlich ist und „nur drei Millionen Adventisten“, sagte Trim.

Weltmission
Der Aufgabenbereich „Adventistische Weltmission“ (Adventist Mission) ist Teil des Sekretariats der Weltkirchenleitung. Der Leiter von Adventist Mission, Pastor Gary Krause, berichtete, dass zurzeit 814 Missionare mit ihren Familien im Einsatz stünden sowie 62 Ärzte und Zahnärzte. 31 weitere stünden in der Vorbereitungsphase.

Zu Adventist Mission gehörten laut Krause noch weitere Bereiche:
• Das „Institut für Weltmission“ (Institute of World Mission IWM), das eine interkulturelle Ausbildung für Missionare im Ausland anbietet als auch ein Wiedereinstiegstraining für Missionare, die in ihre Heimatländer zurückkehren.
• Der „Adventistische Freiwilligendienst“ (Adventist Volunteer Services), der meist Jugendlichen eine Einsatzmöglichkeit in einer kirchlichen Institution, oft in Kindergärten, Waisenheimen oder Schulen der Kirche, vorwiegend in Ländern des Südens, vermittelt. Gegenwärtig stünden weltweit 1.200 Freiwillige im Einsatz.
• Die „Weltweiten Missionsfreiwilligen“ (Global Mission Pioneers). Im Moment sind, laut Krause, 2.000 Personen in 130 Ländern im Einsatz. Es handelt sich oft um Personen aus demselben Land, die Kultur und Gewohnheiten kennen. Sie reisen meist in isolierte Gebiete, in denen es keine adventistische Präsenz gibt, um mit den Einheimischen zu leben, das Evangelium in Tat und Wort weiterzugeben und um neue Kirchgemeinden zu gründen.

"Adventismus 9/11" – Bericht des Exekutivsekretärs mit Nebentönen
Pastor G. T. Ng präsentierte den Anwesenden in seinem Bericht mit dem Titel „Adventism 911“ einen Rückblick in die Adventgeschichte und erwähnte dabei sieben verschiedene Krisen, welche die Kirche überwunden habe. So habe man 1888 über theologische Fragen Auseinandersetzungen gehabt und 1907, beim Austritt von Dr. Harvey Kellogg, dem Miterfinder der Cornflakes und Erfinder der Erdnussbutter, habe die Kirche die anschliessende Krise auch gemeistert. Aus den Krisenerfahrungen der Vergangenheit könne die Kirche auch Krisen in der Gegenwart zuversichtlich auf Gottes Führung angehen.

Pastor Thomas Mueller, Präsident der Adventisten in Dänemark, bemerkte vor der Abstimmung über den Bericht des Exekutivsekretärs, dass die Ausführungen von G. T. Ng wie eine Einleitung zur umstrittenen Thematik vom 9. Oktober sei. Der Titel des Berichts „Adventismus 9/11“, vermittle eine sehr starke Begrifflichkeit, so Mueller, und einige der gewählten Vergleiche empfinde er als unangebracht, heisst es in einem Bericht von SPECTRUM, Zeitschrift der Vereinigung adventistischer Foren (AF).

Pastor Ricardo Graham, Präsident der Pacific Union Conference, Kalifornien/USA, meinte laut SPECTRUM, dass es sich um eine Predigt und nicht um einen Bericht gehandelt habe und dass man nicht über einen Bericht, sondern über eine Präsentation abstimmen solle.

Pastor Ted Wilson, Weltkirchenleiter, habe daraufhin geantwortet, dass der Exekutivsekretär alles sagen dürfe, was er wolle. Der Bericht wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen und einer guten Anzahl Gegenstimmen.

An der Sitzung vom Montagnachmittag (Ortszeit) geht es um das weitere Vorgehen bezüglich jener überregionalen Kirchenleitungen (Unionen/Verbände), die sich nicht an die Beschlüsse der Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) von San Antonio/Texas 2015 halten bezüglich der Ordination von Pastorinnen zum Pastorendienst.

Information und Kommentar dazu: www.apd.media/news/archiv/11846.html

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An der Jahressitzung des Exekutivausschusses der adventistischen Weltkirchenleitung (General Conference Executive Committee), die vom 5. bis 11. Oktober in Silver Spring, Maryland/USA, stattfindet, wurde am 8. Oktober der statistische Jahresbericht 2016 vorgelegt. Laut Dr. David Trim, Direktor des Büros für Archive, Statistik und Forschung der adventistischen Weltkirchenleitung, zählte die protestantische Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten am 30. Juni 2017 weltweit 20,3 Millionen getaufte... 2017-10-10T16:33:21Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-10-10/jahressitzung-der-adventistischen-weltkirche-beginnt-mit-fokus-auf-weltmission/ Jahressitzung der adventistischen Weltkirche beginnt mit Fokus auf Weltmission 2017-10-10T16:32:46Z Herbert Bodenmann info@adventisten.ch 10. Oktober 2017 Herbert Bodenmann


Jahressitzung der adventistischen Weltkirche beginnt mit Fokus auf Weltmission

Petras Bahadur, Leiter des globalen Zentrums für adventistisch-muslimische Beziehungen

© Foto: Mylon Medley/Adventist News Network ANN

Vom 5. bis 11. Oktober findet in Silver Spring, Maryland/USA, die Jahressitzung des Exekutivausschusses der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten statt (Annual Council of the General Conference Executive Committee). Die mehr als 450 Delegierten, Kirchenleiter sowie Laienmitglieder und Gäste aus der ganzen Welt, nahmen zuerst vom 5. bis 7. Oktober an der LEAD-Konferenz (Leadership Education and Development) teil, berichtete die nordamerikanische Kirchenzeitschrift Adventist Review (AR).

In der dreitägigen LEAD-Konferenz, die jeweils vor den Sitzungen des Exekutivausschusses stattfindet, geht es darum, die Kirchenleiter aus der ganzen Welt in Bezug auf ein spezifisches Thema zu informieren, auszubilden und Fähigkeiten zu vermitteln. Dieses Jahr ging es um Freuden und Herausforderungen der weltweiten Mission, bzw. um die Frage, wie man am besten die gute Nachricht von Gott mit den unterschiedlichsten Menschengruppen teilen kann. Es gehe darum, Brücken zu bauen, Verständnis zu schaffen und Beziehungen aufzubauen, so der Tenor der Beiträge, schreibt AR.

„Unser Ziel besteht darin, die gute Nachricht in einer Weise zu vermitteln, dass sie für jene Menschen, die ganz anders sind als wir, bedeutsam und ansprechend ist“, sagte Pastor Gary Krause, Leiter des Büros für Adventistische Mission der Weltkirchenleitung.

Die Teilnehmenden erhielten ein „Toolkit“, eine Box mit kurzen, schriftlichen Unterlagen zu jeder Religionsgemeinschaft oder Weltanschauungsgruppe. Darin sind Informationen über die entsprechende Gruppe enthalten bezüglich ihres Glaubens oder ihrer Weltanschauung, was für sie wichtig ist sowie Tipps, wie man am besten mit dieser Gruppe in Kontakt kommt.

„Wir müssen uns den Menschen anpassen, die wir erreichen wollen“
Die Leiter der weltweit sechs Zentren erläuterten den Teilnehmenden der LEAD-Konferenz ihre Erkenntnisse. Jede grössere religiöse Gruppe sei einzigartig und besonders. Man habe es nicht nur mit Religion zu tun, sondern auch mit einer entsprechend geprägten Kultur und Weltsicht. Ein Religionswechsel könne bei gewissen Religionen massiv die Familie durcheinanderbringen.

„Buddhisten glauben nicht an einen höchsten Gott oder an eine verdorbene menschliche Natur“, sagte Gregory Whitsett, Leiter des Zentrums für ostasiatische Religionen. Das mache religiöse Gespräche sehr herausfordernd. Man müsse sich zuerst in Gesprächen der Denkart und Mentalität der Buddhisten annähern, um zu versuchen, sie zu verstehen, so Whitsett.

„Wir müssen uns den Menschen anpassen, die wir erreichen wollen“, sagte auch Richard Elofer, Leiter des „Weltweiten jüdisch-adventistischen Freundschaftszentrums“.

Religionslose weltweit drittgrösste Gruppe
Die Gruppe der Religionslosen sei mit 1,2 Milliarden Menschen nach den Christen und Muslimen die drittgrösste Gruppe, sagte Kleber Gonçalves, Leiter des „Zentrums für säkulare und postmoderne Studien“. Mit Menschen in Kontakt zu kommen, die schlicht an Religion nicht interessiert seien, stelle nicht nur in den westlichen Ländern eine grosse Herausforderung dar, sondern auf der ganzen Welt, so Gonçalves. Dies gelinge nur über Beziehungen und den Aufbau von Vertrauen.

Sechs globale Missionszentren der Adventisten
Es gibt ein „Zentrum für adventistisch-muslimische Beziehungen“, ein „Zentrum für säkulare und postmoderne Studien“, ein „Weltweites jüdisch-adventistischen Freundschaftszentrum“, ein „Zentrum für Stadtgebiete“, ein „Zentrum für ostasiatischen Religionen“ (Hinduismus) sowie ein „Zentrum für südasiatische Religionen (Buddhismus, Taoismus, Konfuzianismus und Shintoismus).

Link zur Webseite der „Global Mission Centers“: www.globalmissioncenters.org/home

Sitzungen des Exekutivausschusses können live mitverfolgt werden
Die Sitzungen des Exekutivausschusses der adventistischen Weltkirchenleitung können live, auf Englisch, mitverfolgt werden: executivecommittee.adventist.org/live/

Hashtag: #GCAC17

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Vom 5. bis 11. Oktober findet in Silver Spring, Maryland/USA, die Jahressitzung des Exekutivausschusses der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten statt (Annual Council of the General Conference Executive Committee). Die mehr als 450 Delegierten, Kirchenleiter sowie Laienmitglieder und Gäste aus der ganzen Welt, nahmen zuerst vom 5. bis 7. Oktober an der LEAD-Konferenz (Leadership Education and Development) teil, berichtete die nordamerikanische Kirchenzeitschrift Adventist Review... 2017-10-10T16:21:26Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-10-01/schweiz-siebenten-tags-adventisten-mit-neuer-kirchenleitung/ Schweiz: Siebenten-Tags-Adventisten mit neuer Kirchenleitung 2017-10-01T15:11:12Z Herbert Bodenmann info@adventisten.ch 01. Oktober 2017 Herbert Bodenmann


Schweiz: Siebenten-Tags-Adventisten mit neuer Kirchenleitung

Stephan Sigg, Präsident der Adventisten in der Schweiz (Schweizer Union) sowie in der Deutschschweiz (Deutschschweizerische Vereinigung)

© Foto: privat

Am 1. Oktober hat Pastor Stephan Sigg (1966) die Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten für die ganze Schweiz als auch die Kirchenleitung in der Deutschschweiz übernommen. Die Adventisten haben eine Gesamtleitung für die Schweiz und teilen sich in zwei Kirchenregionen auf: Deutschschweiz sowie Romandie/Tessin. Stephan Sigg löst Pastor Günther Maurer (1953) ab, der die letzten Monate vor seiner Pensionierung ganzzeitlich die Adventgemeinde Zürich I leiten wird. Pastor René Pieper (1983) löst als Exekutivsekretär der Deutschschweizer Adventisten Pastor Christian Stroeck (1976) ab, der auf der Insel Mindoro, Philippinen, in einem Projekt für Ureinwohner mitarbeiten wird.

Die knapp 150 Frauen und Männer der adventistischen Ortsgemeinden haben als Delegierte an den Generalversammlungen der Deutschschweizerischen Vereinigung der Freikirche der Siebenenten-Tags-Adventisten im März Stephan Sigg und im Juni René Pieper für die neuen Aufgabenbereiche gewählt.

Pastor Sigg lehrte Zimmermann und studierte Theologie in Österreich, Deutschland, England und schloss in den USA mit einem Doctor of Ministry (D.Min.) ab. Der Schweizer arbeitete als Pastoralassistent in Basel, leitete zehn Jahre die Jugendarbeit in der Deutschschweiz, war Dozent für Praktische Theologie an der adventistischen theologischen Hochschule in Friedensau/Deutschland und leitete seit 2010 die Jugendarbeit der Adventisten in West- und Südeuropa (Intereuropäische Division EUD).

Günther Maurer, leitete die Kirche in der Deutschschweiz von 2009 bis 2017 und übernahm 2015 die Kirchenleitung in der ganzen Schweiz. Der Österreicher wird bis zu seiner Pensionierung im Sommer 2018 weiterhin die Adventgemeinde Zürich I leiten, die er bereits neben der Aufgabe als Kirchenleiter seit Herbst 2016 betreute.

René Pieper studierte Theologie in Österreich und Psychosoziale Beratung in Deutschland. Er begann 2007 als Pastoralassistent in Zürich, leitete ab 2009 die Adventgemeinden im Bezirk Biel und ab 2016 in der Innerschweiz.

Pieper übernimmt die Aufgabe als Exekutivsekretär von Pastor Stroeck, der gleichzeitig auch zuständig war für die Abteilung Gemeindeentwicklung und Evangelisation. Christian Stroeck arbeitete 2004 als Pastoralassistent in der Ostschweiz und betreute in den Folgejahren einige Adventgemeinden im Kanton Bern bevor er 2015 als Exekutivsekretär gewählt wurde. Er wird ab 2018 bei einer privaten Organisation auf der Insel Mindoro, Philippinen, in einem Projekt für Ureinwohner im Bildungs- und Gesundheitsbereich mitarbeiten.

Kirchenleitungen der Adventisten in der Schweiz
Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Schweizer Union:
Präsident: Stephan Sigg
Exekutivsekretär: David Jennah
Finanzvverwalter: Jean-Luc Waber

Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Deutschschweizerische Vereinigung:
Präsident: Stephan Sigg
Exekutivsekretär: René Pieper
Finanzverwalter: Jean-Luc Waber

Fédération des Eglises adventistes du septième jour de la Suisse romande et du Tessin:
Präsident: David Jennah
Exekutivsekretär: Rickson Nobre
Finanzverwalterin: Nathalie Wagnon
(Siehe dazu: www.adventisten.ch/adventisten/kirchenleitungen/)

Adventisten in der Schweiz
Ende Dezember 2016 lebten 2.576 Adventisten im Gebiet der Deutschschweiz und 2.076 in der Romandie sowie im Tessin. In der Schweiz leben demnach 4.652 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten. Die Adventisten in der Schweiz feiern in 54 Gemeinden und fünf Gruppen den Gottesdienst jeweils am Samstag (Sabbat), dem biblischen Ruhetag. Mitglied wird man bei den Adventisten nicht durch die Säuglings- oder Kleinkindertaufe, sondern nach Unterweisung und auf eigenen Wunsch durch ein Bekenntnis beziehungsweise durch die Mündigentaufe. Adventistische Kinder und Jugendliche werden demnach nicht als Mitglieder gezählt.

Schweizer Adventisten als Verein organisiert
Die Schweizer Adventisten sind nach dem Vereinsrecht organisiert und teilen sich in zwei Kirchenregionen: die Deutschschweizerische Vereinigung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (DSV), mit Sitz in Zürich und die Fédération des Eglises Adventistes du 7e jour de la Suisse romande et du Tessin (FSRT), mit Sitz in Renens/VD. Beide Verwaltungsregionen bilden gemeinsam die Schweizer Kirchenleitung (Schweizer Union) mit Sitz in Zürich.

Institutionen und Werke in den Sprachregionen
Die Adventisten in der Schweiz führen die „Privatschule A bis Z“ in Zürich, zwei Jugendhäuser, in St. Stephan/BE und Les Diablerets/VD, drei Alters- und Pflegeheime in Krattigen/BE, Oron-la-Ville und Epalinges bei Lausanne, den Advent-Verlag in Krattigen/BE sowie eine Versandstelle für französische Bücher in Renens/VD. Im Weiteren unterhalten sie das "Hope Bibelstudien-Institut" (HBI) und das „Religionspädagogische Institut“ (RPI) in Zürich sowie das „Institut d'Etude de la Bible par Correspondance“ (IEBC) in Renens. In Gland/VD befindet sich die Klinik „La Lignière“, die auf Rehabilitation bei Herz-Kreislauferkrankungen, neurologischen, orthopädischen und rheumatischen Erkrankungen sowie auf Nachbehandlung bei Krebs spezialisiert ist.

Gesamtschweizerische Institutionen der Adventisten
Zu den gesamtschweizerischen Werken zählt die „Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe“ ADRA Schweiz mit Sitz in Zürich, ein ZEWO-zertifiziertes Partnerhilfswerk der Glückskette. Das Hilfswerk ist in der Schweiz mit rund 30 Ortsgruppen im sozialen Bereich tätig und im Ausland mit Katastrophen- und Entwicklungshilfeprojekten. Der „Adventistische Pressedienst“ APD Schweiz, Basel, richtet seine Dienste vor allem an säkulare und kirchliche Medien. Die Schweizerische Liga Leben und Gesundheit LLG, Zürich, bietet mit ihren Seminaren in rund 40 Ortsgruppen ganzheitliche Gesundheitsförderung an: körperlich, seelisch, spirituell und sozial.

Ökumenische Kontakte
Die Adventisten sind Mitglied der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) und haben den Gaststatus in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH). In drei kantonalen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen sind sie Mitglieder und in drei weiteren arbeiten sie im Gaststatus mit.

Ausführliche Informationen zu den Siebenten-Tags-Adventisten:
www.adventisten.ch/adventisten/

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Am 1. Oktober hat Pastor Stephan Sigg (1966) die Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten für die ganze Schweiz als auch die Kirchenleitung in der Deutschschweiz übernommen. Die Adventisten haben eine Gesamtleitung für die Schweiz und teilen sich in zwei Kirchenregionen auf: Deutschschweiz sowie Romandie/Tessin. Stephan Sigg löst Pastor Günther Maurer (1953) ab, der die letzten Monate vor seiner Pensionierung ganzzeitlich die Adventgemeinde Zürich I leiten wird. Pastor René Pieper (1983)... 2017-10-01T14:57:52Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-09-27/kongress-adventistischer-frauen-begegnung-wird-begeisterung/ Kongress adventistischer Frauen: „Begegnung wird Begeisterung“ 2017-09-27T18:20:03Z Stephan Brass info@adventisten.ch 27. September 2017 Stephan Brass


Kongress adventistischer Frauen: „Begegnung wird Begeisterung“

250 Teilnehmerinnen am Kongress

© Foto: Tobias Koch/ThHF

Vom 21. bis 24. September fand auf dem Gelände der Theologischen Hochschule Friedensau der 4. deutschsprachige Frauenkongress der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten statt. 250 Frauen aus den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz trafen sich zum Austausch über das Tagungsmotto: "Begegnung wird Begeisterung".

In ihrem Grusswort zu Beginn des Kongresses adventistischer Frauen sagten die beiden Präsidenten der Adventisten in Nord- und Ostdeutschland, Pastor Johannes Naether, sowie Süddeutschland, Pastor Werner Dullinger, den teilnehmenden Frauen ihre Unterstützung zu. In Anspielung an die innerkirchliche Debatte um die Frauenordination in der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten meinte Präsident Werner Dullinger: „Vielleicht sind Frauen doch mehr in der Lage zu integrieren, Kompromisse zu finden und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, als wir Männer. Kompetenzen, die unsere Kirche mehr als dringend nötig hat.“

Programm
Nach Darmstadt/Deutschland (2001), Bogenhofen/Österreich (2006) und Bad Kissingen/Deutschland (2011) erwarteten die Teilnehmerinnen dieses Jahr in Friedensau reichhaltige Gelegenheiten der Inspiration, Schulung, Begegnung und Herausforderung. Der Freitag war knapp 20 Workshops gewidmet, zu Themen wie: „Meine Beziehung zu Jesus – in der Nachfolge bleiben“, „Wie geschieht Integration?“, „Solo leben – und zwar glücklich“, „Meine Grenzen – Deine Grenzen“, „Gemeinde als Schutzraum – Wunschtraum gegen Realität“ und „Männer sind Frauensache“. Ein Agapemahl unter freiem Himmel rundete diesen Ausbildungstag ab.

Stimmen zum Kongress
Die Abteilung Frauen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten hat „drei b’s“ zum Ziel: bereichern, befähigen und begegnen. Hannele Ottschoffski aus Tübingen dazu: „Das ist mein Wochenende, hier kann ich mich füllen lassen und geniessen.“ Eine andere Teilnehmerin aus Bayern brachte es für sich auf den Punkt: „Der Austausch mit anderen Frauen tut so gut!“

Das mache die Arbeit an und mit Frauen aus, so Denise Hochstrasser, Leiterin der Abteilung Frauen in der teilkontinentalen adventistischen Kirchenleitung von West- und Südeuropa. Frauen arbeiten nicht besser als Männer, sondern eben anders. Die Bedürfnisse und Herangehensweisen seien unterschiedlich. Selbst in der Sprache sei das deutlich. Männer und Frauen setzen dieselben Worte unterschiedlich ein. Wo Männer mehr technische Ausdrücke nutzen und Dinge beschreiben, erzählen Frauen eher Geschichten, Lebensgeschichten. So sei dieser Kongress auch ein „sicherer Raum“ für die Frauen. Es sei aber auch gut, dass gerade beim Thema Missbrauch und Homosexualität ein Mann in diesem Workshop gesprochen habe.

Referentinnen
Mit Sonja Kalmbach, gebürtige Deutsche, jetzt Pastorin und Frauenbeauftragte der Adventisten in Schweden und Raquel Arrais, ursprünglich aus Brasilien und seit 2001 stellvertretende Leiterin der Abteilung Frauen in der Weltkirchenleitung der Adventisten, waren zwei erfahrene Hauptreferentinnen gekommen.

Pastorin Kalmbach führte am Beispiel der Bibelerzählung aus Johannes 4, der Begegnung Jesu mit der Samariterin am Jakobsbrunnen, hin zum Höhepunkt jeder Begegnung und rief den Hörerinnen zu: „Das ist der wichtigste Moment des Kongresses! Jesus bietet uns seinen Geist an. Er will uns erfüllen.“ Die wichtigste Frage dabei sei allerdings, ob es angenommen wird.

Raquel Arrais stellte in ihrer Predigt im Samstagvormittagsgottesdienst den freien Zugang zu Gott in den Mittelpunkt und lud die Teilnehmerinnen ein, sich reichlich von Jesus beschenken zu lassen.

Ausstellung in „Alter Scheune“
Mit zum Kongressgeschehen gehörte eine Ausstellung der verschiedensten Initiativen und Einrichtungen der Freikirche in der „Alten Scheune“, darunter auch die Theologische Hochschule Friedensau mit der Werbekampagne für Pastorennachwuchs „berufen.me“, die Initiativen für Frauen „girl4christ“, „orangeday“ und „enditnow“, der Fernsehsender „Hope Channel“ und das „Hope Bibelstudien-Institut“, der „Deutsche Verein für Gesundheitspflege“ und der kircheneigene Advent-Verlag. Hier erhielten die Teilnehmerinnen ein kostenloses Exemplar einer neu erschienenen Bibel für Frauen. Dieses Geschenk mit einer besonderen Haptik wurde durch grosszügige private Spenden sowie durch einen finanziellen Zuschuss der deutschen und der Deutschschweizer Kirchenleitung ermöglicht. Über 300 Seiten an Kommentaren und Erklärungen adventistischer Autorinnen ergänzen die „Neues Leben“-Übersetzung dieser Bibelausgabe.

Weiterbildung
Wer nach dem Unterschied dieser Tagung zu den vorangegangenen fragt, bekommt schnell zur Antwort, dass sich das Altersspektrum der Teilnehmer zusehends verjüngt hat. Ausserdem würden die Angebote der Abteilung Frauen in der Kirchengemeinde immer stärker als ein wichtiger Dienst wahrgenommen. Das hänge wohl auch mit dem vierteiligen Weiterbildungsprogramm zusammen, das im deutschsprachigen Raum grenzübergreifend als Wochenend-Seminar angeboten wird und Leitungskompetenzen vermittelt. Nach Abschluss kann ein Zertifikat der Andrews Universität/USA beantragt werden.

Am Abend gab es Tagesausklänge in der „Alten Scheune“ mit freiem Getränk und reichlich Gelegenheit zur Interaktion und Vernetzung. Der Kongress ist am Sonntagmittag mit dem Aufsteigen von 30 weissen Tauben zu Ende gegangen. So sollte jeder Teilnehmer die Begeisterung weitertragen, die er von dieser Tagung mit nach Hause nimmt. Der nächste Kongress soll in fünf Jahren stattfinden, der Ort für die Zusammenkunft steht allerdings noch nicht fest.

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Vom 21. bis 24. September fand auf dem Gelände der Theologischen Hochschule Friedensau der 4. deutschsprachige Frauenkongress der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten statt. 250 Frauen aus den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz trafen sich zum Austausch über das Tagungsmotto: "Begegnung wird Begeisterung". In ihrem Grusswort zu Beginn des Kongresses adventistischer Frauen sagten die beiden Präsidenten der Adventisten in Nord- und Ostdeutschland, Pastor Johannes Naether, sowie... 2017-09-27T18:14:45Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-09-22/adra-schweiz-schenkt-seit-30-jahren-menschen-wieder-hoffnung/ ADRA Schweiz schenkt seit 30 Jahren Menschen wieder Hoffnung 2017-09-22T08:40:04Z Herbert Bodenmann info@adventisten.ch 22. September 2017 Herbert Bodenmann


ADRA Schweiz schenkt seit 30 Jahren Menschen wieder Hoffnung

Podiumsgespräch zum Thema Innovation, (v.l.) Mike Perekrestenko, Toni Burgener, Cécile Terraz, Igor Mitrovic

© Foto: Herbert Bodenmann/APD Schweiz

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz hat am 21. September in Bern mit über 100 Spendern und Spenderinnen sowie Gästen des Hilfswerks das 30-jährige Bestehen gefeiert. Toni Burgener, Chef der Glückskette, Cécile Terraz, Logistikverantwortliche bei Medair, Igor Mitrovic, Geschäftsleiter ADRA Serbien sowie Mike Perekrestenko, Geschäftsleiter ADRA Schweiz, diskutierten in einem Podiumsgespräch über Innovationen in den Bereichen Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit. Um Innovationen erfolgreich implementieren zu können, brauche es Kreativität, Risikobereitschaft und Sensibilität für kulturelle Gegebenheiten sowie die Bereitschaft, die Begünstigten in den Entwicklungs- und Umsetzungsprozess einzubeziehen.

Der Festakt, der in der Musikschule des Konservatoriums Bern stattfand und laut Christiane Theiss, Moderatorin, als eine Reise in die Vergangenheit und in die Zukunft konzipiert sei, wurde durch ein Klavierkonzert von Richard Kogima in Form einer musikalischen Weltreise, mit Musikstücken aus der ganzen Welt, eingeleitet.

Podiumsdiskussion zu Innovation in der Arbeit der Hilfswerke
Toni Burgener, Chef der Glückskette, zeigte sich in der Podiumsdiskussion beeindruckt, wie schnell ADRA nach Katastrophen vor Ort sei und effizient Hilfe leiste. Aus der Sicht der Glückskette, als Spenden sammelnde Organisation, sei es wichtig, dass die Schweizer Hilfswerke zusammenarbeiten und voneinander lernen würden, damit effizient Hilfe geleistet werde, so Burgener.

Bessere Logistik durch Vorbereitung und Zusammenarbeit
Um in Katastrophengebieten innert 24 bis 48 Stunden Hilfe bringen zu können, sei es wichtig, sich auf Katastrophen vorzubereiten, sagte Cécile Terraz, Verantwortliche für Logistik bei Medair. Man müsse Lagerhäuser mit Nothilfegütern unterhalten, Kontakte zu lokalen Hilfswerken pflegen und mit grossen Transportfirmen zusammenarbeiten. Sie führte das Beispiel eines Hilfswerks an, das Kontakte mit Airbus pflege. Dies sei für die Logistik im Katastrophenfall von unschätzbarem Vorteil, um schnelle Hilfe vor Ort leisten zu können.

Krisen fordern Innovationen heraus
ADRA Serbien habe auf der Balkanroute auf die Bedürfnisse der Geflüchteten im 2015 sehr anpassungsfähig reagieren müssen, sagte Igor Mitrovic, Geschäftsleiter ADRA Serbien. Unbekannte Krisen forderten Innovationen geradezu heraus. Sein Hilfswerk lehre die Kinder in Sprachschulen Serbisch, damit sie dem Unterricht an den öffentlichen Schulen besser folgen könnten. ADRA Serbien hole die Kinder in den Camps ab, um sie in Bussen zu den öffentlichen Schulen zu fahren. Vor allem Kinder aus Afghanistan seien sehr wissbegierig. Sie warteten teil eine Stunde vor Abfahrt der Busse bereits am Lagerzaun. Junge Männer würden in Berufe und andere Tätigkeiten durch Praktika eingeführt. Was die Kinder und Jugendlichen an Wissen in den Köpfen hätten und gegebenenfalls auch an Fertigkeiten in den Händen, könnten sie überall auf der Welt nutzen, so der Geschäftsleiter von ADRA Serbien.

Neue technische Möglichkeiten für Innovationen nutzen
Bei Innovationen gehe es auch darum, neue technische Möglichkeiten zu nutzen. Drohnen seien in Nepal nach Erdrutschen benutzt worden, um Karten der Landschaft herzustellen und sichere Bauplätze zu finden, führte Cécile Terraz, Medair, aus.

Glückskette mit Risikofonds für Innovationen
Bei Innovationen müsse immer die Bevölkerung vor Ort miteinbezogen werden. Es gebe in Afrika eine grosse Anzahl lokaler Start-ups, die Hilfswerke in die Problemlösung einbeziehen könnten, so Toni Burgener. Der Glückskette sei klar, dass sie manchmal auch eine Art von Risikokapital zur Verfügung stellen müsse. Sie habe deshalb einen Risikofonds geschaffen.

Finanzielle Unterstützung von Hilfsempfängern
Neu sei die direkte finanzielle Unterstützung von Hilfsempfängern, erläuterte der Chef der Glückskette. So könnten im Norden von Somalia die Empfänger selbst entscheiden, was sie benötigten und würden damit auch einen Teil ihrer Würde zurückgewinnen. Geldtransfer werde neuerdings auch über Mobiltelefone getätigt, völlig bargeldlos.

3-D-Technik beim Prothesenbau
Die 3-D-Technik werde beim Gestalten und Anpassen von Prothesen verwendet, sagte Burgener. Dies erlaube es, die Arbeit genauer zu machen, mit weniger Komplikationen und Schmerzen für die Patienten und ermögliche es, das Produkt billiger zu produzieren.

„Wasserkiosk“ von ADRA
In Zusammenarbeit mit Grundfos, grösster Pumpenhersteller der Welt, testet ADRA in drei Ländern sogenannte Wasserkioske, sagte Mike Perekrestenko. Sie bestehen aus einem 20-Fuss Container neben dem aus einem tiefen Bohrloch Wasser heraufgepumpt wird, das für zwei US-Cent pro Liter an die Verbraucher verkauft wird. Diese können am Wasserkiosk an sieben Tagen während 24 Stunden Trinkwasser mit einer „Kreditkarte“ beziehen. Wer kein Geld hat, bekommt die Karte von ADRA kostenlos zur Verfügung gestellt. Betrieben wird der Wasserkiosk durch Dorfbewohner, die damit Einkommen generieren. Der Gewinn wird an ADRA überwiesen, um den Unterhalt zu gewährleisten und um neue Wasserkioske zu bauen.

Kreativität und Innovation
Innovation funktioniere nur, so Mike Perekrestenko, wenn man auf vorhandene Bildung aufbauen könne. Deshalb sei Braindrain, die Abwanderung gut gebildeter Einwohner, ein grosses Problem für die Entwicklung dieser Staaten. Es gäbe oft zu wenig kreative Köpfe in den Hilfswerken und auch ausserhalb, so der Geschäftsleiter von ADRA Schweiz. Hilfswerke sollten auch bereit sein, mit profitorientierten Unternehmen zusammen zu arbeiten. Kreativität und Risikobereitschaft könne zu Innovationen führen.

Rückblick auf 30 Jahre ADRA Schweiz
Spotlichtartig gab die Moderatorin, Christiane Theiss, einen Rückblick auf die Entwicklung des Hilfswerks.
1942, mitten im Zweiten Weltkrieg, gründete die protestantische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten das „Schweizerische Adventwohlfahrtswerk“ das vorwiegend in der Schweiz tätig war.
1987 wurde ADRA Schweiz gegründet. Das Hilfswerk führte die begonnene Arbeit weiter und ergänzte sie mit Projekten der Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit im Ausland.
1993 wurde der erste Freiwilligeneinsatz bei den Überschwemmungen in Brig geleistet. Daraus entwickelte sich die jährlichen Freiwilligenwochen bei benachteiligten Bauernfamilien in der Schweiz.
1994 bezog ADRA Büroräumlichkeiten in Lentigny/FR, wo auch ein grosses Lager zur Verfügung stand.
1999: Eröffnung des ADRA-Zweigbüros in Pyongyang, Nordkorea.
2002: Zertifizierung von ADRA durch die Stiftung ZEWO, für zweckbestimmten und transparenten Umgang mit Spenden.
2002: Start der Weihnachtspaketaktion „Kinder helfen Kindern“.
2003: ADRA Schweiz beendet die Sammlung und den Versand von gebrauchten Kleidern ins Ausland.
2003 besucht Bundesrätin Micheline Calmy-Rey die grosse ADRA-Bäckerei in Pyongyang, Nordkorea.
2005: ADRA Schweiz wird eines der 25 Partnerhilfswerke der Glückskette.
2005: Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen durch die Regierung in Nordkorea zieht sich ADRA Schweiz mit den meisten anderen Hilfswerken aus dem Land zurück.
2009: Umzug des ADRA Büros an den jetzigen Standort: Gubelstrasse 23, 8050 Zürich.

ADRA Schweiz
ADRA Schweiz (www.adra.ch) wurde 1987 als Hilfswerk der protestantischen Freikirche der Siebtenten-Tags-Adventisten in der Schweiz gegründet. Es ist ein im Handelsregister eingetragener Verein, mit Sitz in Zürich. Das Hilfswerk geniesst Steuerfreiheit und wurde 2013 von der schweizerischen Fachstelle für Spenden sammelnde, gemeinnützige Institutionen (ZEWO) für weitere fünf Jahre rezertifiziert. ADRA Schweiz zählt zu den Partner-Hilfswerken der Schweizer Glückskette: www.glueckskette.ch.

Das ADRA Netzwerk besteht aus rund 130 regionalen und nationalen Landesbüros. ADRA gewährt Hilfe unabhängig von Rasse, ethnischer Herkunft, des Geschlechtes, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität.

Der Jahresbericht 2016 von ADRA Schweiz kann im Internet heruntergeladen werden: www.adra.ch/fileadmin/content_data/Ueber_ADRA/Jahresbericht/2016/Jahresbericht2016.pdf

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Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz hat am 21. September in Bern mit über 100 Spendern und Spenderinnen sowie Gästen des Hilfswerks das 30-jährige Bestehen gefeiert. Toni Burgener, Chef der Glückskette, Cécile Terraz, Logistikverantwortliche bei Medair, Igor Mitrovic, Geschäftsleiter ADRA Serbien sowie Mike Perekrestenko, Geschäftsleiter ADRA Schweiz, diskutierten in einem Podiumsgespräch über Innovationen in den Bereichen Katastrophenhilfe und... 2017-09-22T08:01:41Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-09-19/dachverband-freikirchen-schweiz-arbeitet-in-der-arbeitsgemeinschaft-christlicher-kirchen-mit/ Dachverband Freikirchen Schweiz arbeitet in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen mit 2017-09-19T07:17:18Z Herbert Bodenmann info@adventisten.ch 19. September 2017 Herbert Bodenmann


Dachverband Freikirchen Schweiz arbeitet in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen mit

Denis Theurillat, Präsident der AGCK.CH präsentiert die Urkunde des Gaststatus; Peter Schneeberger, designierter VFG-Präsident

© Foto: Christoph Knoch

Am 12. September wurde in Delsberg (JU), an der Plenarversammlung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK.CH), dem Antrag des Dachverbands Freikirchen Schweiz (VFG), im Gaststatus mitzuarbeiten, entsprochen.

Peter Schneeberger, Vorsitzender der Freien Evangelischen Gemeinden in der Schweiz (FEG), hat als designierter Präsident des VFG - Freikirchen Schweiz den Dachverband vorgestellt. Der Freikirchenverband VFG wolle mit der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz im Gaststatus zusammenarbeiten, um in einem zunehmend säkularen Umfeld der christlichen Stimme mehr Gewicht zu geben. Zudem gehe es auch darum, sich gemeinsam für die Anliegen der Religionsfreiheit in der Schweiz einzusetzen, sagte Schneeberger. Kirchen im Gaststatus der AGCK.CH haben Rede-, aber kein Stimmrecht.

Laut Denis Theurillat, Präsident der AGCK.CH, wurden erste Gespräche mit Vertretern der VFG - Freikirchen Schweiz im Mai 2016 geführt. Der Antrag des VFG – Freikirchen Schweiz in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen im Gaststatus mitzuarbeiten, wurde seitens der AGCK-Mitgliedskirchen einstimmig gewährt. Denis Theurillat überreichte anschliessend Peter Schneeberger die Urkunde der Aufnahme des VFG – Freikirchen Schweiz in den Gaststatus der AGCK.CH.

VFG - Freikirchen Schweiz ist ein nationaler Kirchenverband, der 1919 gegründet wurde mit aktuell 16 freikirchlichen Bewegungen aus der Deutschschweiz, zu denen über 700 Kirchgemeinden mit ihren diakonischen Werken gehören. Der VFG versteht sich neben der Schweizer Bischofskonferenz und dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund als dritte Kraft der christlichen Kirchen in der Schweiz und als Sprachrohr für die gemeinsamen Anliegen der Freikirchen.

12 Mitgliedskirchen in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz
Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund; Römisch-katholische Kirche der Schweiz; Christkatholische Kirche der Schweiz; Evangelisch-methodistische Kirche in der Schweiz; Bund Schweizer Baptistengemeinden; Heilsarmee; Bund Evangelisch-lutherischer Kirchen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein; Orthodoxe Diözese der Schweiz des ökumenischen Patriarchates von Konstantinopel; Vertretung der syrisch-orthodoxen Kirche in der Schweiz; Vertretung der serbisch-orthodoxen Kirche in der Schweiz; Vertretung der rumänisch-orthodoxen Kirche in der Schweiz; Anglikanische Kirche in der Schweiz.
Drei Kirchen im Gaststatus
Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz; Neuapostolische Kirche; VFG – Freikirchen Schweiz.
Mehr zur Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz: www.agck.ch

16 Mitgliedskirchen des VFG - Freikirchen Schweiz
Bewegung Plus; Bund Evangelischer Gemeinden (BEG) / New Life International (NLI); Bund Schweizer Baptistengemeinden; Bund der Evangelischen Täufergemeinden (ETG); Chrischona-Gemeinden Schweiz; Evangelisches Gemeinschaftswerk (EGW); Evangelisch-methodistische Kirche (EMK); Federazione delle Chiese Evangeliche Libere del Ticino (FECLT); Freie Charismatische Gemeinden der Schweiz (FCSG); Freie Evangelische Gemeinden in der Schweiz (FEG); GvC Bewegung; Heilsarmee; Konferenz der Mennoniten der Schweiz (Alttäufer); Schweizerische Pfingstmission (SPM); Vereinigung Freier Missionsgemeinden (VFMG); Vineyard Bewegung Deutschland, Österreich, Schweiz.
Kirche im Beobachterstatus Gemeinde für Christus
Mehr zu VFG - Freikirchen Schweiz: freikirchen.ch/

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Am 12. September wurde in Delsberg (JU), an der Plenarversammlung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK.CH), dem Antrag des Dachverbands Freikirchen Schweiz (VFG), im Gaststatus mitzuarbeiten, entsprochen. Peter Schneeberger, Vorsitzender der Freien Evangelischen Gemeinden in der Schweiz (FEG), hat als designierter Präsident des VFG - Freikirchen Schweiz den Dachverband vorgestellt. Der Freikirchenverband VFG wolle mit der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in... 2017-09-19T07:11:03Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-08-31/septemberausgabe-von-adventisten-heute-online-lesen/ Septemberausgaben von "Adventisten heute" und "Adventist World" online lesen 2017-08-31T07:35:48Z Herbert Bodenmann info@adventisten.ch Monatsthema bei "Adventisten heute": "Glauben teilen"

31. August 2017 Herbert Bodenmann


Septemberausgaben von

Cover der Septemberausgabe 2017 von "Adventisten heute"

© Cover: Advent-Verlag Lüneburg

Die Monatsmagazine "Adventisten heute" und "Adventist World" können kostenlos online gelesen werden oder als PDF-Datei heruntergeladen werden: http://www.advent-verlag.de/cms/cms/front_content.php?idcat=124&idart=5680

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Monatsthema bei "Adventisten heute": "Glauben teilen" 2017-08-31T07:27:37Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-08-25/plakataktion-der-gemeinde-zuerich-ii-wolfswinkel/ Plakataktion der Gemeinde Zürich II (Wolfswinkel) 2017-08-24T22:52:12Z Herbert Bodenmann info@adventisten.ch 25. August 2017 Herbert Bodenmann


Plakataktion der Gemeinde Zürich II (Wolfswinkel)

Plakat zum Thema "Sabbat"

© Screenshot

Die Adventgemeinde Zürich II (Wolfswinkel) startet in der letzten Augustwoche für zwei Wochen eine Plakataktion an vielen gut frequentierten Standorten in der Stadt Zürich und Richtung Rümlang, dem Einzugsgebiet der Gemeinde.

Mit teils grossflächigen Plakaten werden die Passanten und Passantinnen mittels einprägsamen Aussagen auf fünf biblische Themen oder Lebensbereiche angesprochen: Sabbat; Zukunft; Hölle; Taufe; Wiederkunft.

Die Lesenden erhalten am unteren Ende des Plakats einige zusätzliche Informationen u.a. auch die Webadresse, auf der ausführliche Informationen enthalten sind. Mit Strassenaktionen, Referaten und weiteren Veranstaltungen wird dem aufkommenden Interesse entsprochen und der Link von elektronischen zu persönlichen Kontakten geschaffen.

Zur Webseite der Plakataktion: https://www.adventgemeinde.ch/

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Die Adventgemeinde Zürich II (Wolfswinkel) startet in der letzten Augustwoche für zwei Wochen eine Plakataktion an vielen gut frequentierten Standorten in der Stadt Zürich und Richtung Rümlang, dem Einzugsgebiet der Gemeinde. Mit teils grossflächigen Plakaten werden die Passanten und Passantinnen mittels einprägsamen Aussagen auf fünf biblische Themen oder Lebensbereiche angesprochen: Sabbat; Zukunft; Hölle; Taufe; Wiederkunft. Die Lesenden erhalten am unteren Ende des Plakats einige... 2017-08-24T22:37:01Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-08-25/adra-schweiz-sucht-consultant/ ADRA Schweiz sucht Consultant 2017-08-24T22:36:49Z Sibylle Schuppli info@adventisten.ch 25. August 2017 Sibylle Schuppli


ADRA Schweiz sucht Consultant

Geflüchteter Jugendlicher in Ausbildung bei ADRA Serbien

© Foto: ADRA Schweiz

ADRA Serbien bietet in Zusammenarbeit mit ADRA Schweiz jungen Migranten die Möglichkeit, eine kurze Berufsausbildung zu absolvieren. Wie in der klassischen Lehre werden Theorie und Praxis vermittelt. Die Jugendliche erhalten erste Einblicke, was ihnen der Berufseinstieg erleichtern soll. Am Ende erhalten sie ein Diplom, welches in Europa anerkannt ist. Das Projekt läuft während sieben Monaten vom Mai bis Dezember 2017. Ziel ist es, 70 Jugendlichen in einem Beruf ihrer Wahl auszubilden. Die Glückskette finanziert dieses Projekt mit.

Das Projekt wird Ende Dezember 2017 abgeschlossen. Nach Abschluss des Projekts soll ein externer Consultant das Projekt evaluieren. Gesucht ist eine Person mit Erfahrung in der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit mit fundierten Kenntnissen in der Berufsbildung und wenn möglich Migration. Die Evaluation ist für den Januar 2018 vorgesehen.

Kandidaten können sich bis am 30. November 2017 bewerben. Ein komplettes Dossier beinhaltet einen Lebenslauf sowie ein Motivationsschreiben, alle Dokumente sind auf englisch einzureichen. Für weitere Informationen lesen Sie bitte die "Terms of Reference", nur auf englisch verfügbar, und die OBCD 2010 DAC Standards. Für weitere Fragen steht Ihnen Mike Perekrestenko unter mike.perekrestenko(at)adra.ch zur Verfügung.

Fotos zur Ausschreibung

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ADRA Serbien bietet in Zusammenarbeit mit ADRA Schweiz jungen Migranten die Möglichkeit, eine kurze Berufsausbildung zu absolvieren. Wie in der klassischen Lehre werden Theorie und Praxis vermittelt. Die Jugendliche erhalten erste Einblicke, was ihnen der Berufseinstieg erleichtern soll. Am Ende erhalten sie ein Diplom, welches in Europa anerkannt ist. Das Projekt läuft während sieben Monaten vom Mai bis Dezember 2017. Ziel ist es, 70 Jugendlichen in einem Beruf ihrer Wahl auszubilden. Die... 2017-08-24T22:28:01Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-07-31/der-einheit-auf-der-spur/ Der Einheit auf der Spur 2017-07-31T14:35:01Z Jessica Schultka info@adventisten.ch Kirchenstruktur und Ordinationsfrage – die Unity-Konferenz in London

31. Juli 2017 Jessica Schultka


Der Einheit auf der Spur

Cover von "Adventisten heute" - Ausgabe August 2017

© Advent-Verlag Lüneburg

Jessica Schultka, Verlagsleiterin des Advent-Verlags in Lüneburg/Deutschland, publizierte in der August-Ausgabe von "Adventisten heute" auf den Seiten 5 - 6 einen Bericht (auf Deutsch) über die "Unity-Konferenz" in London, vom 15. - 17. Juni 2017.

Download der August-Ausgabe von "Adventisten heute" als PDF:
http://www.advent-verlag.de/cms/cms/upload/adventistenheute/AH-2017-08/AH-2017-08.pdf

Diese Ausgabe enthält auch sehr lesenswerte Artikel zum Monatsthema: "Die zehn Gebote"

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Kirchenstruktur und Ordinationsfrage – die Unity-Konferenz in London 2017-07-31T13:48:42Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-07-13/adventistische-klinik-in-glandvd-eroeffnet-medizinisches-und-therapeutisches-zentrum/ Adventistische Klinik in Gland/VD eröffnet medizinisches und therapeutisches Zentrum 2017-07-13T08:41:30Z APD info@adventisten.ch 13. Juli 2017 APD


Adventistische Klinik in Gland/VD eröffnet medizinisches und therapeutisches Zentrum

Neues Therapiezentrum

© Foto: CD-EUDNews

Am 23. Juni hat die adventistische Klinik La Lignière in Gland/VD ein medizinisches und therapeutisches Zentrum eröffnet. Wie die Kommunikationsabteilung der teilkontinentalen adventistischen Kirchenleitung in West- und Südeuropa (CD-EUDNews, Bern) mitteilte, biete das Zentrum therapeutische Rehabilitation in den Bereichen Kardiologie, Diabetologie, Neurologie sowie Orthopädie und Rheumatologie. Ausserdem werde Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie und Schmerztherapie angeboten.

Die Feierlichkeiten zur Eröffnung wurden von regionalen Repräsentanten aus dem medizinischen, wirtschaftlichen und administrativen Bereich besucht: Dr. Stéfanie Monod, Direktorin des Gesundheitsamtes des Kantons Waadt, und Dr. Murray Brandstater, Vorstandmitglied des adventistischen Loma Linda Krankenhauses (Kalifornien/USA), durchtrennten gemeinsam das Eröffnungsband. Der Präsident des Verwaltungsrates von La Lignière, Mario Brito, dankte in seiner Ansprache für die Bemühungen um die Eröffnung des Zentrums.

Über 110-jährige Geschichte

„Dieses Projekt entstand vor allem aus dem Wunsch, unsere Wirksamkeit zu fördern, besonders im Bereich der ambulanten Patientenversorgung“, so der Geschäftsführer der Klinik La Lignière, Nicolas Walter. Man bleibe dabei den eigenen Traditionen und Werten treu. Sowohl die Klinik La Lignière als auch das medizinische und therapeutische Zentrum La Lignière gehören zur Philanthropischen Gesellschaft von La Lignière, einem gemeinnützigen Verband, der 1904 gegründet wurde und von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten unterhalten wird.

Weitere Informationen: www.la-ligniere.ch

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Am 23. Juni hat die adventistische Klinik La Lignière in Gland/VD ein medizinisches und therapeutisches Zentrum eröffnet. Wie die Kommunikationsabteilung der teilkontinentalen adventistischen Kirchenleitung in West- und Südeuropa (CD-EUDNews, Bern) mitteilte, biete das Zentrum therapeutische Rehabilitation in den Bereichen Kardiologie, Diabetologie, Neurologie sowie Orthopädie und Rheumatologie. Ausserdem werde Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie und Schmerztherapie angeboten. Die... 2017-07-13T08:33:33Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-07-03/nicht-die-welt-veraendern-aber-dafuer-das-leben-des-einzelnen-1/ „Nicht die Welt verändern, aber dafür das Leben des Einzelnen“ 2017-07-12T17:05:30Z Amanda Nyffeler info@adventisten.ch Fest zum fünfjährigen Jubiläum des Familien- und Gemeinschaftszentrums (FGZ) in Reinach/AG

03. Juli 2017 Amanda Nyffeler


„Nicht die Welt verändern, aber dafür das Leben des Einzelnen“

Nora Mendez als Clowin

© Foto: Mirjam Albisser

Am 18. Juni feierte das FGZ sein fünfjähriges Jubiläum mit einem bunt-fröhlichen Tag der offenen Tür. Neben einem ausgiebigen Brunch und Dessertbuffet gab es Spiel und Spass für Gross und Klein. Die herzliche, offene und entspannte Atmosphäre lud zum Verweilen ein. Nora Mendez als Clownin begeisterte mit ihrer kreativen Art, das Alphorn-Trio erfreute die Ohren und der Gospelchor begeisterte mit Lebensfreude aus dem Glauben.

In einem kurzen Rückblick auf die fünf Jahre erwähnte Urs Helfenstein, Mitglied des Leitungsteams, die ursprüngliche Vision für das FGZ: Einzelpersonen und Familien in der Region sollen gestärkt und gefördert werden. Engagierte Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten hatten daraufhin den FGZ-Treff mit dem Angebot eines Nachtessens in herzlicher Gemeinschaft gegründet, um so der Vereinsamung in der Gesellschaft entgegen zu wirken.

Inzwischen hat das FGZ-Küchenteam insgesamt mehr als 3.500 Portionen Essen zubereitet. Zudem gab es nach dem Essen immer ein Programm, welches die Gemeinschaft förderte. Es fanden gemeinsame Aktivitäten, ein Workshop oder ein Programm zu einem aktuellen Thema statt. Die ungezwungene Atmosphäre lädt dazu ein, sich zu entspannen, sich miteinander auszutauschen und die familiäre Stimmung zu geniessen. Vom Anfang an war das Angebot auf alle Menschen ausgerichtet, unabhängig von ihrem Alter, ihrem kulturellen Hintergrund oder ihrer religiösen Überzeugung. „Das FGZ ist wie eine grosse Familie“, sagte eine Besucherin, die seit mehreren Jahren den Donnerstagabendtreff regelmässig besucht, „diese Gemeinschaft hat mein Leben verändert.“

Als das FGZ seine Türen im Juni 2012 öffnete, wurde gleichzeitig am Donnerstagnachmittag die "Chrabbelgruppe" gestartet, ein Treffpunkt für Mütter oder Väter mit ihren Kleinkindern. In dieser Zeit haben ungefähr 2.900 Mal Eltern und Kinder vom Angebot profitiert. Weil die "Chrabbelgruppe" grossen Anklang fand, hat die Leiterin Edith Sailer, ausgebildete Spielgruppenleiterin, die Spielgruppe "Arche Noah" mit viel Kreativität gegründet. Bereits 35 Kinder haben die Spielgruppe 40 Mal jeweils am Dienstag besucht. Neu findet sie zusätzlich auch vormittags statt. „Es ist mit viel Arbeit verbunden“ sagt die ausgebildete Kinderbetreuerin, „doch es bereitet auch viel Freude“.

Die Herzlichkeit des FGZ war am Jubiläum spürbar. „Wir können nicht die Welt verändern, aber für diejenigen, die bei uns Freundschaft und Gemeinschaft finden, verändert sich die Welt“, erklärte Urs Helfenstein. Besucher sowie Besucherinnen können sich gerne unter www.fgzentrum.ch näher informieren.

Der Bericht im "Wyentaler Blatt" über die Fünfjahresfeier des FGZ war treffend überschrieben: "Ein Ort, wo die Herzlichkeit zu Hause ist"

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Fest zum fünfjährigen Jubiläum des Familien- und Gemeinschaftszentrums (FGZ) in Reinach/AG 2017-07-03T15:54:00Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-07-02/1400-kinder-skandieren-vor-bundeshaus-wirsindauchjugendundsport/ 1.400 Kinder skandieren vor dem Bundeshaus: #wirsindauchJugendundSport 2017-07-02T18:11:39Z Herbert Bodenmann info@adventisten.ch 02. Juli 2017 Herbert Bodenmann


1.400 Kinder skandieren vor dem Bundeshaus: #wirsindauchJugendundSport

Luftballone zum Abschluss der Kundgebung vor dem Bundeshaus

© Foto: Herbert Bodenmann

Am Nachmittag des 1. Juli haben 1.400 Kinder mit ihren Leitern und Leiterinnen aus der ganzen Schweiz auf dem Bundesplatz in Bern bei einer fröhlich-farbigen Kundgebung skandiert: #wirsindauchJugendundSport! Sie protestierten damit gegen die Streichung der Fördergelder freikirchlicher Jugendorganisationen seitens des Bundesamtes für Sport (BASPO) sowie gegen die Kündigung der Zusammenarbeit mit Jugend+Sport. In der Zwischenzeit haben die Jugendverbände und das BASPO an einem „Runden Tisch“ verhandelt. Es zeichnet sich eine Lösung ab, die aber für die Jugendverbände zusätzlichen organisatorischen und administrativen Aufwand bedeutet.

Das BASPO begründeten die Streichung der Fördergelder per Ende 2017 mit dem Vorwurf, dass die Jugendverbände das Sportangebot als Vorwand nutzten, um Kinder und Jugendliche zu missionieren. Sie betrieben keine ganzheitliche Jugendarbeit. Die BASPO-Entscheidung beruhte nicht auf einem Augenschein bei Übungen oder in Lagern dieser Jugendgruppen, sondern stellte nur auf deren schriftlichen Publikationen ab.

Bei Animationsspielen wurden die 1.400 Kinder während der 45 Minuten dauernden Kundgebung einbezogen. Marianne Streiff, Nationalrätin der EVP kritisierte die Begründung des Bundesamtes, wonach die Jugendarbeit der von der BASPO-Streichung betroffenen Jugendverbände „zu glaubensbasiert“ sei. An die Kinder und deren Leitende gewandt, sagte sie, dass dies nicht der Fall sei und dass die Kundgebung stattfinde, um zu zeigen, dass sie ganzheitliche Jugendarbeit betreiben würden.

Nationalrat Philipp Hadorn (SP) stellte fest, dass die erwarteten 1.000 Kundgebungsteilnehmer weit übertroffen worden seien. Er verwies auf die „Charta christlicher Kinder- und Jugendarbeit“, welche die freikirchlichen Jugendverbände geschaffen haben und in der diese die Ziele und Arbeitsweise christlicher Kinder- und Jugendorganisationen transparent und gut verständlich darlegen. Christliche Jugendarbeit orientiere sich am Leben und Wirken von Jesus Christus, so Hadorn, deshalb sei die Nächstenliebe ein zentrales Motiv dieser Jugendarbeit. Dabei würden auch die Sinn- sowie Glaubensfragen thematisiert. Diese Kundgebung habe eine klare Botschaft an Politik und Verwaltung, so der Nationalrat: Diese freiwillige christliche Jugendarbeit sei der Förderungsgelder würdig. Das BASPO habe diese Botschaft verstanden und werde sie weiterhin verstehen müssen, rief Philippe Hadorn den Kindern und deren Leitenden auf dem Bundeplatz zu, die dies mit lauter Zustimmung quittierten.

„Jugend+Sport will euch weiterhin unterstützen“, rief Pierre André Weber, Chef für Jugend- und Erwachsenensport im BASPO, den Kindern zu, „wenn eure Organisatoren die gesetzten Regeln einhalten“. Zum Abschluss der Veranstaltung flogen Hunderte farbiger Luftballone vor dem Bundeshaus in den Himmel. An deren Schnüren hing eine Karte mit der Forderung: #wirsindauchJugendundSport. Das kleine Aufgebot an Polizisten schaute dem friedlichen Event aus dem Hintergrund zu. Organisiert wurde die Kundgebung auf dem Bundesplatz von einem Organisationskomitee der von dem BASPO-Beschluss betroffenen Jugendverbände.

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Am Nachmittag des 1. Juli haben 1.400 Kinder mit ihren Leitern und Leiterinnen aus der ganzen Schweiz auf dem Bundesplatz in Bern bei einer fröhlich-farbigen Kundgebung skandiert: #wirsindauchJugendundSport! Sie protestierten damit gegen die Streichung der Fördergelder freikirchlicher Jugendorganisationen seitens des Bundesamtes für Sport (BASPO) sowie gegen die Kündigung der Zusammenarbeit mit Jugend+Sport. In der Zwischenzeit haben die Jugendverbände und das BASPO an einem „Runden Tisch“... 2017-07-02T18:02:08Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-06-30/stand-der-frauenordinationsfrage-bei-den-adventisten-und-kommentar-zur-einheitskonferenz-unity-2017/ Siebenten-Tags-Adventisten und Frauenordination - Dokumentation und Kommentar 2017-07-03T16:28:34Z Holger Teubert / Dennis Meier info@adventisten.ch 30. Juni 2017 Holger Teubert / Dennis Meier


Siebenten-Tags-Adventisten und Frauenordination - Dokumentation und Kommentar

Dennis Meier, Präsident der Hansa-Vereinigung (D)

© Foto: Holger Teubert/APD

Die Siebenten-Tags-Adventisten gehören zu einer weltweit organisierten Kirche. Diese wird von der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) geführt. Die alle fünf Jahre stattfindenden Weltsynoden (Generalkonferenz-Vollversammlung) haben bereits dreimal Anträge zur Ordination von Frauen als Pastorinnen mehrheitlich abgelehnt. Im Juni befasste sich in London die von zehn überregionalen adventistischen Kirchenleitungen veranstaltete Einheitskonferenz „Unity 2017“ mit Fragen zur Frauenordination, zum Kirchenrecht und zur Einheit in der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

Organisation der Siebenten-Tags-Adventisten

Die örtlichen Adventgemeinden sind in der Schweiz in zwei regionalen Freikirchenleitungen (Deutschschweiz sowie Romandie/Tessin) zusammengeschlossen, „Vereinigungen“ genannt. Die zwei Vereinigungen in der Schweiz bilden eine überregionale Kirchenleitung, „Union“ genannt, mit 54 Kirchgemeinden und 4.650 Mitgliedern.

In Deutschland sind die Ortsgemeinden in einem oder mehreren Bundesländern zu einer regionalen Freikirchenleitung zusammengeschlossen. Mehrere Vereinigungen bilden eine überregionale Kirchenleitung und werden in Deutschland nicht als „Union“, sondern als „Verband“ bezeichnet. Der Norddeutsche und Süddeutsche Verband bestehen gemeinsam aus sieben Vereinigungen, 558 Kirchgemeinden und knapp 35.000 Mitgliedern. Weltweit gibt es derzeit 132 Unionen mit insgesamt 633 Vereinigungen, 78.810 Ortsgemeinden und über 20 Millionen Mitglieder.

Die Unionen/Verbände unterstehen global der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) als weltweite Kirchenleitung. Die Generalkonferenz unterhält als Abteilungen insgesamt 13 teilkontinentale Kirchenleitungen („Divisionen“). Für die Adventisten in der Schweiz und Deutschland ist die Intereuropäische Division mit Sitz in Bern/Schweiz zuständig. Oberstes Organ der Freikirche ist die alle fünf Jahre tagende Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung). An der letzten Vollversammlung im Juli 2015 in San Antonio, Texas/USA, nahmen 2.482 Abgeordnete aus 164 Ländern teil. Wie viele Delegierte die Adventisten in den einzelnen Ländern entsenden können, richtet sich nach ihrer jeweiligen Mitgliederzahl. Die Weltsynode wählt unter anderem die Verantwortungsträger der Generalkonferenz und der Divisionen. Fragen der Lehre und organisatorische Fragen, die weltweit allgemeine Bedeutung haben, können nur während einer Weltsynode entschieden werden.

Ordination von Frauen als Pastorinnen bereits dreimal abgelehnt

2015 stimmte die Generalkonferenz-Vollversammlung in San Antonio/USA als oberstes Organ der Adventisten erneut mit 1.381 Nein- und 977 Ja-Stimmen gegen einen Antrag, die Entscheidung zur Ordination von Frauen den einzelnen Divisionen zu überlassen. Sie sprach sich damit, wie schon 1990 und 1995, gegen die Ordination von Frauen als Pastorinnen aus. Adventistische Frauen können nach der Entscheidung der Weltsynode in San Antonio zwar weiterhin nach ihrem mehrjährigen Theologiestudium in der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten als Pastorinnen „gesegnet“ und damit beauftragt werden, Amtshandlungen, wie Taufe, Abendmahl, Trauung und Beerdigung, vorzunehmen; doch ist diese Vollmacht örtlich begrenzt. Während die Ordination von Pastoren innerhalb der Freikirche weltweit Gültigkeit hat, dürfen gesegnete Pastorinnen nur in den Gebieten wirken, die zu einer Kirchenleitung gehören, welche die Segnung auch praktiziert. Ordiniert zum weltweiten Dienst werden lediglich männliche Geistliche. Nur sie dürfen in das kirchenleitende Amt eines Präsidenten einer Vereinigung, eines Verbandes, einer Division oder der Generalkonferenz berufen werden, da hierfür die Ordination notwendig ist.

In den letzten Jahrzehnten gab es innerhalb der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten immer wieder Bemühungen auch Frauen als Pastorinnen zu ordinieren. Doch derartige Initiativen scheiterten auf Weltebene. Die Zulassung von Frauen als ordinierte Pastorinnen ist besonders ausserhalb von Nordamerika, Westeuropa, China und Australien/Ozeanien, wo nur etwa 13 Prozent der weltweit 20 Millionen erwachsen getauften Adventisten leben, umstritten.

Trotz Ablehnung der Weltsynode - Widerspruch und Ordination von Frauen

Der Beschluss der Generalkonferenz-Vollversammlung von 2015 keine Frauen als Pastorinnen zu ordinieren, stiess auf Widerspruch.

USA
Im Gebiet der überregionalen Kirchenleitungen der Columbia Union Conference (CUC) im Osten und der Pacific Union Conference (PUC) im Westen der USA wurden bereits vor der Weltsynode von 2015 Frauen als Pastorinnen ordiniert. Diese Ordinationen wurden bisher nicht zurückgenommen. Eine der ordinierten Pastorinnen wurde sogar als Präsidentin der Südostkalifornischen Vereinigung (SECC) von den Delegierten der Ortsgemeinden gewählt. Die regionale Kirchenleitung (SECC) umfasst 147 Gemeinden und über 70.000 Mitglieder. Obwohl die Präsidentin amtiert, erkennt die Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) ihre Wahl nicht an.

China
Eine besondere Situation stellt die Volksrepublik China dar, wo es über 420.000 Siebenten-Tags-Adventisten in 1.124 Kirchengemeinden und 3.611 sogenannte Hausgemeinden gibt. Dort werden schon seit Jahren auch Frauen als Pastorinnen ordiniert und leiten teilweise grosse Gemeinden mit einigen Tausend Mitgliedern. Aufgrund der politischen Situation haben die Adventisten in der Volksrepublik nur örtliche Kirchengemeinden aber keine Vereinigungen oder Unionen als Kirchenleitungen.

Europa
Die überregionalen Kirchenleitungen (Unionen) in Norwegen und Schweden fassten alternative Beschlüsse und werden keine Pastoren mehr ordinieren. Die Adventisten in Dänemark wollen nur noch die Bezeichnung „Pastor/Pastorin“ verwenden ohne zwischen „gesegnet“ oder „ordiniert“ zu unterscheiden.

Die Kirchenleitung in den Niederlanden liess verlauten, dass sie weiterhin zu ihrem gefassten Beschluss stehe, sowohl Männer als auch Frauen zum Pastorendienst zu ordinieren.

Die Abgeordnetenversammlung des Norddeutschen Verbandes hatte bereits 2012 mit grosser Mehrheit (160 Ja- und 47 Nein-Stimmen) beschlossen, Männer und Frauen in der Ordination zum Predigtamt gleichzustellen. Der Süddeutsche Verband hatte keinen derartigen Beschluss gefasst. In einer Stellungnahme vom Juni 2016 zur Entscheidung der Weltsynode in San Antonio beschloss der Ausschuss des Norddeutschen Verbandes künftig auch Männer nicht mehr als Pastoren zu ordinieren, sondern sie wie die Frauen ohne Unterschied zu segnen. Nur bei der Wahl des Präsidenten des Norddeutschen Verbandes oder einer Vereinigung soll eine Ordination erfolgen, ungeachtet, ob es sich um einen Mann oder um eine Frau handelt. Nur so könne eine Gleichstellung von Pastorinnen und Pastoren in die Praxis umgesetzt werden.

Gegenreaktion der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz)

Am 11. Oktober 2016 beschloss der Exekutivausschusses der Weltkirchenleitung (General Conference Executive Committee) der Siebenten-Tags-Adventisten in geheimer Abstimmung mit 169 Ja- und 122 Nein-Stimmen das Dokument „Einheit in der Mission: Verfahren zur Schlichtung kirchlicher Angelegenheiten“ („Unity in Mission: Procedures in Church Reconciliation“). Es enthält ein zweistufiges Vorgehen der Generalkonferenz mit Kirchenleitungen, die Beschlüsse der Weltkirche nicht beachten, um sie dadurch in Übereinstimmung zu bringen.

Die Theologische Hochschule der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg/Deutschland kritisierte in einer Stellungnahme das Einheitsdokument der Weltkirchenleitung hinsichtlich einer möglichen Anwendung beim umstrittenen Thema Frauenordination: Kirchenbeschlüsse und Richtlinien, die nicht eindeutig auf biblischen Prinzipien beruhten, dürften nicht die theologische Diskussion ersetzen. Die Frage der Ordination von Frauen zum Pastorenamt sei ein solcher Fall. Hier sollte eine vertretbare Meinungsvielfalt ermöglicht werden. Ähnliche Stellungnahmen gaben auch Mitglieder des Theologischen Seminars der adventistischen Andrews Universität, Berrien Springs in Michigan, der Theologischen Fakultät der Walla Walla University, College Place im Bundesstaat Washington, und der School of Religion der Loma Linda University in Kalifornien ab.

Unity 2017 - Einheits-Konferenz adventistischer Unionen in London

Als Reaktion auf den Beschluss der Weltsynode von 2015 keine Frauen als Pastorinnen zu ordinieren und zum „Unity in Mission“-Dokument des Exekutivausschusses der Generalkonferenz fand vom 15. bis 17. Juni 2017 in London die Konferenz „Unitiy 2017 – Dass sie alles eins seien“, ein Wort Jesu in Johannes 17:21, statt. Gastgeber der Veranstaltung waren zehn adventistische überregionale Kirchenleitungen (Unionen) in Australien, Neuseeland-Pazifik, Dänemark, Niederlande, Norwegen und Schweden, die Columbia Union und die Pacific Union aus den USA sowie der Nord- und Süddeutsche Verband. Nach dem Vorbild der Gründungspersönlichkeiten der adventistischen Kirche Mitte des 19. Jahrhunderts sollten auf einer Konferenz theologische Fragen der Gegenwart besprochen werden. Die in London in englischer Sprache gehaltenen Referate können im Internet unter https://adventistunity2017.com/speakers-presentations/ heruntergeladen werden.

Zum Thema „Kirchenrecht, Strukturen und Autorität“ erläuterte der frühere Präsident der Südpazifischen Division, Barry Oliver, die Umstrukturierung der adventistischen Kirche im frühen 20. Jahrhundert. Die Unionen/Verbände seien 1901 gegründet worden, um Verantwortung von der weltweiten Generalkonferenz auf die Unionen zu übertragen, da diese auf die Bedürfnisse vor Ort besser reagieren könnten.

George Knight, emeritierter Professor für Kirchengeschichte an der Andrews University, sprach über die Entwicklung von Autorität in der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Zum Thema Frauenordination meinte er: Nicht eine Kirche berufe Pastoren und Pastorinnen, sondern Gott selbst.

Rolf Pöhler, Professor für Systematische Theologie an der Theologischen Hochschule in Friedensau bei Magdeburg, befasste sich mit Aussagen der Mitbegründerin der Freikirche, Ellen G. White, zu Stetigkeit und Änderungen bei theologischen und strukturellen Fragen. White sei stets um die Wahrung einer Ausgewogenheit zwischen Kontinuität und Wandel bemüht gewesen, um zu neuen Erkenntnissen zu gelangen.

Lowell Cooper, ehemaliger Vizepräsident der Generalkonferenz, betonte, dass das Kirchenrecht immer der Kirche und ihrem Auftrag dienen müsse, aber niemals eine beherrschende Rolle einnehmen sollte.

Wendy Jackson, Dozentin für Systematische Theologie am adventistischen Avondale College in Auckland/Neuseeland, beleuchtete zum Thema „Einheit“ das Verständnis von Ellen G. White über Einheit: Einheit sei für die Kirche wesentlich und könne nur durch die Verbindung mit Jesus Christus erreicht werden.

Roy Adams, Professor für Systematische Theologie, sprach über die Aussagen Jesu zur Einheit im Johannesevangelium Kapitel 17.

John Brunt, neutestamentlicher Theologe und Pastor i. R., legte anhand der Aussagen des Apostels Paulus in 1. Korinther 9 dar, dass Einheit nur durch gelebte Vielfalt entstehen könne. Alle Christen in eine Form zwingen zu wollen, zerstöre die Chance auf Einheit.

Am letzten Tag der Konferenz ging es um Vorträge über „Gewissensfreiheit“. Olive Hemmings, Professorin für Religion an der Washington Adventist University in der US-Hauptstadt, sprach über die Freiheit in Christus als steilen und schmalen Weg zur Einheit.

Der Niederländer Reinder Bruinsma, früherer Kirchenleiter und Pastor i. R., betrachtete die Religionsfreiheit aus historischer Perspektive. Es sei zwar erfreulich, dass sich Adventisten schon immer für die Gewissens- und Religionsfreiheit eingesetzt hätten, aber es könnte an der Zeit sein zu prüfen, ob die Überbetonung von Einheit diese Anliegen ernsthaft gefährde, so Bruinsma.

Ray Roennfeldt, Professor für Systematische Theologie und Rektor des Advonale College in Cooranbong/Australien, sprach über die Frage, ob Gott überhaupt ein Interesse an Gerechtigkeit und Gleichberechtigung habe. Obwohl es beispielsweise im Alten Testament erlaubt war, Sklaven zu haben, seien ihnen verhältnismässig viele Rechte zugesprochen worden. Zwar gab es auch im Neuen Testament noch Sklaven, aber Paulus habe die Gleichheit aller Menschen durch Christus betont. Auch bei anderen Fragen, wie bei der Frauenordination, gehe es um eine Lösung, die für viele Parteien praktikabel sei, hob Roennfeldt hervor.

In den Schlussbemerkungen betonte Ricardo Graham, Präsident der Pacific Union Conference (USA), dass es der ethische Auftrag der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten sei sich für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung einzusetzen.
Holger Teubert

KOMMENTAR

Pastor Dennis Meier (Hamburg), Präsident der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern (Hansa-Vereinigung), nahm an der Unity-Konferenz in London teil und schrieb darüber für den APD einen Gastkommentar.

Unity 2017 – Frauenordination, Kirchenrecht, Einheit

Jedes System leidet in dem einen oder anderen Mass an sich selbst. Das gilt ebenso für Kirchen, grosse wie kleine. Es ist der Preis des Versuchs, eigene Überzeugungen in der Dynamik einer Gruppe auszudrücken.

Wie bei somatischen Erkrankungen ist zu unterscheiden zwischen Ursache und Symptom. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in ihrer internationalen Gestalt leidet symptomatisch am Thema der Geschlechtergerechtigkeit, im Konkreten an der Frage der Ordination von Frauen zum Pastorenamt. Das Leiden hat sich nach mehreren Versuchen, es durch globale Beschlüsse (allesamt negativ beschieden) abzustellen, chronifiziert (zuletzt seit der Weltsynode 2015 in San Antonio, Texas).

Gleichzeitig ist es ein Symptom, denn die strukturellen Werkzeuge der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten haben bis heute keine befriedigende Lösung herbeiführen können. Unter der Frage der Bestimmung des Verhältnisses von Frau und Mann eröffnet sich der Blick auf tieferliegende Fragen, die mit folgenden Stichworten zu tun haben: Kirchenrecht, Autorität, Führungsstil, Struktur, Bibelverständnis, Kultur, Gewissensfreiheit, Mission, Einheit, Toleranz, Freiheit etc.

Konflikte wie dieser bringen die neuralgischen Stellen einer Organisationsstruktur zum Vorschein. Bei der Frage der Frauenordination in der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten wird deutlich, dass zwei Verständnisse wie tektonische Platten aufeinanderstossen. Auf der einen Seite ist dies der sich in einer globalen Struktur ausdrückende Wille einer Einheit, die mit demokratischen Mitteln auf einer Vollversammlung (Weltsynode) verbindliche Beschlüsse für alle herbeiführt. Das Gegenstück dazu ist die basisdemokratische Einheit der sogenannten Unionen (in den meisten Fällen umfasst eine Union ein Land, manchmal mehrere Länder oder mehrere Unionen in einem Land), deren Leitung, Verfassung und Zielsetzung von gewählten Vertreterinnen und Vertretern aus den Ortsgemeinden bestimmt werden. Was nun, wenn der globale Wille (Ordination nicht lokal freigeben) gegen den lokalen Willen (Ordination lokal regeln) steht?

In einer Mitte Juni in London durchgeführten Konferenz, die von zehn Unionen ausgerichtet wurde, denen die Gleichstellung von Mann und Frau im Pastorenamt ein ernstes Anliegen ist, wurde in Referaten und Diskussionen über die verschiedenen Aspekte der Frauenordination und der darunterliegenden Problematik nachgedacht. „Unity 2017“ war der treffende Titel der Konferenz. In offenen Foren wurde der Versuch gemacht, Einheit geistlich zu definieren und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie eine globale und wachsende Freikirche sich strukturell für die Zukunft rüsten kann. Gleichzeitig ist es der von den betroffenen Unionen gemeinschaftliche Versuch, Auswege aus einer theologischen Sackgasse aufzuzeigen.

Sicherlich ist es für die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ein historisches Novum, wenn sich nun weltweit Interessengruppen bilden, die nicht aus unabhängigen, sondern aus gewählten Gremien der Kirche bestehen, was nicht zuletzt modernen Medien geschuldet ist. Die Zukunft wird zeigen, ob es sich bei dieser Konferenz um den sprichwörtlichen Sturm im Wasserglas handelte oder diese Veranstaltung als weichenstellend in die Geschichtsbücher der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten eingehen wird. Beides ist möglich.

Wichtig ist, nach aussen (hierbei meint aussen sowohl die adventistische Öffentlichkeit als auch andere christliche Kirchen) transparent zu machen, wie gesellschaftlich drängende Fragestellungen, wie die der Geschlechtergerechtigkeit, innerhalb der adventistischen Kirche ausgefochten werden und was man voneinander lernen kann. Denn dass man voneinander lernen kann, ist wohl immer noch konsensfähig.
Dennis Meier

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Die Siebenten-Tags-Adventisten gehören zu einer weltweit organisierten Kirche. Diese wird von der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) geführt. Die alle fünf Jahre stattfindenden Weltsynoden (Generalkonferenz-Vollversammlung) haben bereits dreimal Anträge zur Ordination von Frauen als Pastorinnen mehrheitlich abgelehnt. Im Juni befasste sich in London die von zehn überregionalen adventistischen Kirchenleitungen veranstaltete Einheitskonferenz „Unity 2017“ mit Fragen zur Frauenordination, zum... 2017-06-30T12:47:07Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-06-27/adra-sponsorenevent-pastoren-generieren-franken-fuer-projekte-in-der-schweiz/ ADRA-Sponsorenevent: Pastoren generieren über 21'000 Franken für Projekte in der Schweiz 2017-06-27T19:17:45Z Mike Perekrestenko/hb info@adventisten.ch 27. Juni 2017 Mike Perekrestenko/hb


ADRA-Sponsorenevent: Pastoren generieren über 21'000 Franken für Projekte in der Schweiz

Adventistische Pastoren sind am 25.06.2017 in Lyss gelaufen oder geschwommen

© Foto: Mike Perekrestenko

Am 25. Juni haben rund 30 adventistische Pastoren aus der ganzen Schweiz bei einem Sponsorenevent der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz in Lyss/BE mit schwimmen oder laufen über 21'000 Franken bei Sponsoren für Projekte in der Schweiz generiert. Am gleichen Tag erbrachte ein Sponsorenlauf in der Spiezerbucht über Fr. 29'000.- für die Freiwilligenwoche von ADRA Schweiz.

Rund 30 adventistische Pastoren der Freikirche der Siebenten-Tags Adventisten aus der Deutschschweiz, der Romandie und dem Tessin seien beim Sponsorenevent in Lyss bei Biel hochmotiviert ihre Runden gelaufen oder geschwommen, sagte Mike Perekrestenko, Geschäftsführer von ADRA Schweiz. „Ich bin stolz auf unsere Pastoren, die sich sozial engagieren und dies durch öffentliche sportliche Betätigung bezeugen“, so Perekrestenko.

Die dadurch eingehenden Spenden der Sponsoren und Sponsorinnen der Pastoren werden für soziale Projekte in der Schweiz verwendet. „Auch wenn die Schweiz zu den reichsten Ländern der Welt gehört, gibt es auch Armut. Gemäss dem Statistikamt leben ca. sechs Prozent der Schweizer Bevölkerung unter der Armutsgrenze“, so der Geschäftsführer. Hauptsächlich betroffen seien Alleinerziehende, Arbeitslose und Menschen mit fehlender Qualifizierung. Einem Teil dieser Menschen helfe ADRA über ihre Ortsgruppen unter anderem in Lausanne, Neuenburg, Lugano, Bürglen und Zürich. Die ADRA Ortsgruppen verteilten mit ihren freiwilligen Helfern Kleider, Nahrungsmittel und Hygieneartikel. Darüber hinaus hätten die Freiwilligen vor Ort für die Sorgen und Nöte der Betroffenen ein offenes Ohr, sagte Mike Perekrestenko.

ADRA Schweiz

ADRA Schweiz (www.adra.ch) wurde 1987 als Hilfswerk der protestantischen Freikirche der Siebtenten-Tags-Adventisten in der Schweiz gegründet. Es ist ein im Handelsregister eingetragener Verein, mit Sitz in Zürich. Das Hilfswerk geniesst Steuerfreiheit und wurde 2013 von der schweizerischen Fachstelle für Spenden sammelnde, gemeinnützige Institutionen (ZEWO) für weitere fünf Jahre rezertifiziert. ADRA Schweiz zählt zu den Partner-Hilfswerken der Schweizer Glückskette: www.glueckskette.ch. Das ADRA Netzwerk besteht aus rund 130 regionalen und nationalen Landesbüros. ADRA gewährt Hilfe unabhängig von Rasse, ethnischer Herkunft, des Geschlechtes, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität.

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Am 25. Juni haben rund 30 adventistische Pastoren aus der ganzen Schweiz bei einem Sponsorenevent der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz in Lyss/BE mit schwimmen oder laufen über 21'000 Franken bei Sponsoren für Projekte in der Schweiz generiert. Am gleichen Tag erbrachte ein Sponsorenlauf in der Spiezerbucht über Fr. 29'000.- für die Freiwilligenwoche von ADRA Schweiz. Rund 30 adventistische Pastoren der Freikirche der Siebenten-Tags Adventisten aus der... 2017-06-27T14:42:21Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-06-27/sponsorenlauf-in-spiez-bringt-29200-franken-fuer-die-adra-freiwilligenwoche/ Sponsorenlauf in Spiez bringt 29'200 Franken für die ADRA-Freiwilligenwoche 2017-06-27T19:16:16Z Gabriel Maurer/hb info@adventisten.ch 42 Teilnehmende im Alter von 8 bis 81 Jahren engagierten sich

27. Juni 2017 Gabriel Maurer/hb


Sponsorenlauf in Spiez bringt 29'200 Franken für die ADRA-Freiwilligenwoche

Sponsorenlauf in der Spiezerbucht, 25.06.2017

© Foto: ADRA Berneroberland

Für einen halben Tag wurde die Bucht von Spiez zum Schauplatz eines begeisternden ADRA Sponsorenlaufs zur Unterstützung von Hilfsbedürftigen Personen in der Schweiz. Mit grosser Begeisterung starteten die 42 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in mehreren Gruppen. Zuvor hatten sie fleissig Sponsoren gesucht, die bereit waren für einen guten Zweck zu spenden.

Die Läuferinnen und Läufer kamen hauptsächlich aus dem Kanton Bern. Der Jüngste war gerade mal 8 Jahre alt, die Älteste 81. Mit viel Elan und etwas aufgeregt ging es los. Aufgeregt, da man sich nicht sicher sein konnte, ob man das selbst gesteckte Ziel auch erreichen würde. Aber die Teilnehmer haben sich tapfer geschlagen und schliesslich das Ziel erreicht. Am Ende waren alle erleichtert und auch glücklich, für andere und auch für sich selbst etwas Gutes getan zu haben.

Unterstützung gab es von der Stadt Spiez, die den Lauf genehmigt und die Rogglischeune zur Verfügung gestellt hat, wie auch vom Betreiber des Freibads Spiez, wo die Teilnehmer nach dem Lauf sich wieder frisch machen und sogar ins Freibad gehen konnten. Dank Eventleiterin Evelyne Studer von der Riffenmatt, unterstützt von Esther Brawand-Fuchs, war alles, vom Laufen bis zur Verköstigung, bestens organisiert. Denn nach dem Lauf durften sich Teilnehmer und Zuschauer gegen eine entsprechende Spende für ADRA vom einladenden Büffet stärken. Sogar Souvenirs und Süsses konnten gegen eine Spende für ADRA erstanden werden

Die Mühe hat sich gelohnt. Bei dieser Aktion wurden mehr als 29‘200 Franken an ADRA Schweiz gespendet. Das Geld wird für Projekte in der Schweiz eingesetzt. Im besonderen Fokus stehen in Not geratene Bergbauernfamilien, da Schicksalsschläge schnell das Leben aus dem Gleichgewicht bringen und Hilfe von aussen nötig machen.

Seit 30 Jahren setzt sich ADRA Schweiz für Hilfsbedürftige im In- und Ausland ein. In der Schweiz ist ADRA durch fast 50 Ortsgruppen tätig und kann so, nah am Puls der Gesellschaft, dort helfen, wo Hilfe dringend benötigt wird. ADRA Schweiz, die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophehilfe ist ein gemeinnütziger Verein und ZEWO Zertifiziert.
(Siehe auch APD-Meldung: https://www.apd.media/news/5225.html)

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42 Teilnehmende im Alter von 8 bis 81 Jahren engagierten sich 2017-06-27T14:30:18Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-06-23/dear-adventist-today/ Dear Adventist Today 2017-06-25T08:32:53Z George Knight | Herbert Bodenmann info@adventisten.ch Brief von George Knight, adventistischer Kirchengeschichtler, zur Konferenz Unity 2017

23. Juni 2017 George Knight | Herbert Bodenmann


Dear Adventist Today

George Knight

© Foto: Brent Hardinge | ANN

Brief (auf Englisch) vom adventistischen Kirchenhistoriker, George Knight, zur Einheitskonferenz "Unitiy 2017", vom 15. - 17. Juni 2017 in London. Er richtete seinen Brief an den unabhängigen, von Adventisten betriebenen, Mediendienst "Adventist Today". Die adventistische Weltkirchenleitung unterstützte die Konferenz nicht und berichtet deshalb auch in den offiziellen Medien nicht darüber. Deshalb blieb George Knight kein anderer Weg, als seine Meinung zur Problematik und dem weiteren Vorgehen auf diesem Weg einer breiteren Öffentlichkeit bekanntzugeben.
(Berichte zur Unity 2017 Konferenz auf Deutsch unter: www.adventisten.ch/news/).

Die Konferenz wurde von zehn überregionalen Kirchenleitungen (Unionen) aus den USA, Australien und Europa organisiert. Es ging um die Frage der Einheit, speziell in Bezug zur Frauenordination von Pastorinnen und dem von der Weltkirchenleitung aufgegleisten Prozess zum Umgang mit jenen Unionen, die aus Gründen der Gleichbehandlung von Pastorinnen - sowie aus Gewissensgründen - (weiterhin) Frauen ordinieren wollen.

Brief von George Knight:
Unions standing together
https://atoday.org/george-knight-unions-standing-together/

George Knight publizierte an der Unity-Konferenz 9,5 Thesen, - leider nur auf Englisch. Sie sind kurz und lesenswert: https://atoday.org/9-5-theses/

Infos zu Themen, Sprechern und Manuskripten der Unity 2017 Konferenz auf Englisch (Downloadmöglichkeit): https://adventistunity2017.com/

Weitere Berichte (auf Englisch) zur Unity 2017 Konferenz bei SPECTRUM unter "News"
und einen Blog von Michael Pearson "Surprises ans Elephants"

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Brief von George Knight, adventistischer Kirchengeschichtler, zur Konferenz Unity 2017 2017-06-23T09:34:22Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-06-22/4-bericht-und-fazit-von-der-unity-2017-konferenz-in-london/ 4. Bericht und Fazit von der Unity 2017 Konferenz in London 2017-06-25T08:30:58Z Jessica Schultka info@adventisten.ch Eine Konferenz über Einheit, die Frage nach Autorität und Gewissensfreiheit

22. Juni 2017 Jessica Schultka


4. Bericht und Fazit von der Unity 2017 Konferenz in London

Jessica Schultka, Verlagsleiterin Advent-Verlag Lüneburg (D)

© Foto: Jens Mohr

4. Bericht | 17. Juni 2017

Die Konferenz "unity 2017" vom 15. - 17. Juni 2017 in London wurde von zehn überregionalen adventistischen Kirchenleitungen (Unionen) organisiert: Australian Union Conference (AUS) • Columbia Union Conference (USA) • Danish Union Conference  (DK) • Netherlands Union Conference (NL) • New Zealand Pacific Union Conference (NZ) • Northern German Union Conference (Norddeutscher Verband NDV) • Norwegian Union Conference (N) • Pacific Union Conference (USA) • South German Union Conference (Süddeutscher Verband SDV) • Swedish Union Conference (S).

Infos zu Themen, Sprechern und Manuskripten auf Englisch (Downloadmöglichkeit): https://adventistunity2017.com/

Weitere Berichte (auf Englisch) zur Unity 2017 Konferenz bei SPECTRUM unter "News"
und einen Blog von Michael Pearson "Surprises ans Elephants"

(Der nachstehende Bericht wurde von Jessica Schultka, Verlagsleiterin des Advent-Verlags in Lüneburg/Deutschland, verfasst. Er ist aus der Facebookseite des Advent-Verlags kopiert: https://www.facebook.com/adventverlag/posts/1735027519847133)

Der vierte und letzte Tag war geprägt von Vorträgen über Gewissensfreiheit und der Frage danach, wie es nun weitergeht.

Olive Hemmings (PhD, Professorin für Religion an der Washington Adventist University) sprach über die Freiheit in Christus - ein steiler und schmaler Pfad zur Einheit. Sie verglich die frühere Kirche, die von verschiedenen kulturellen Hintergründen und Überzeugungen geprägt war mit der Freikirche und zog dabei einen Vergleich zwischen der Diskussion über das Götzenopferfleisch mit der über die Frauenordination.

Die neutestamentliche Lehre über die Einheit sei ein Aufruf, in die Freiheit des neuen Bundes einzutreten. Das befreie die Gemeinde von den Ritualen und Vorschriften, die an sich keinen geistlichen Wert haben, sondern den Menschen nur versklaven. So ordnete sie die Frage nach der Frauenordination derselben Kategorie zu wie beispielsweise die der Beschneidung – es seien rituelle Fragen, die noch im alten Bundesdenken behaftet sind. Deswegen betonte Paulus die Freiheit in Christus, die Freiheit des neuen Bundes (Galater 3,28).

Dass wir aber trotz des neuen Bundes und der Freiheit in Christus über solche zeitbezogenen Fragen bestimmen wollen, liegt an unseren irdischen Grenzen. Hemmings gab einen Ausblick darauf, dass in Christus die Angst vor Unsicherheit vergeht und wir Ruhe finden in der geheimnisvollen Gegenwart Gottes. Ein solches Erlebnis kann nicht abgestimmt, verkündet oder gezwungen werden, sondern ist das Ergebnis von geistlicher Disziplin und Unterweisung durch ein geistgeleitetes Bibelstudium. Das ist nämlich viel schwerer, als in solch rudimentären Fragen Einheit zu erzwingen und damit das individuelle Gewissen zu übergehen. Aber es ist der Weg, zu dem Jesus einlädt.

Reinder Bruinsma, Pastor (i. R.) sprach auch über Religionsfreiheit aus historischer Perspektive mit einigen Anwendungen. Er erinnerte daran, dass es unseren Pionieren so wichtig war, kein Glaubensbekenntnis zu haben, nachdem sie sich von den festgelegten Bekenntnissen der anderen Kirchen befreit hatten, aus denen sie gekommen waren. So war es auch den Reformatoren wichtig, sich unabhängig von festgelegten Überzeugungen zu machen, die Bibel zu studieren und eigenständig zu denken. Dass die Reformatoren selbst ihren Anhängern oft nicht dieselbe Freiheit gewährten, sollte eine Warnung sein. So sei es zwar erfreulich zu sehen, dass Adventisten sich schon immer für die Gewissens- und Religionsfreiheit eingesetzt haben, aber es könnte an der Zeit sein zu prüfen, ob die Überbetonung von Einheit diese Anliegen ernsthaft gefährdet.

Ray Roennfeldt, Professor für Systematische Theologie und Rektor des Avondale Colleges (Australien) sprach über die Frage, ob Gott überhaupt ein Interesse an Gerechtigkeit und Gleichberechtigung hat. Er legte dar, dass im ursprünglichen Schöpfungsideal die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau angelegt war, diese ursprüngliche perfekte Beziehung aber schon in Genesis 3 kaputt gegangen ist durch die Sünde. Roennfeldt schliesst daraus, dass die Unterordnung der Frau unter dem Mann eine sündhafte Folge des Menschseins sei, aber ganz bestimmt nicht gottgewollt oder gar ursprünglich so von ihm beabsichtigt gewesen sei.

Er führte beispielsweise Hagar an, die von Gott gesehen und geachtet wurde (Gen 16). Es wird auch deutlich, dass Jesus sich während seines Wirkens auf der Erde für Gerechtigkeit eingesetzt hat (siehe z. B. in Lukas 4,18–21). Auch Paulus betonte die Gleichberechtigung, die herrscht, wenn alle in Christus eins sind (Gal 3,28).

Trotz dieser Befunde gibt es aber Texte in der Bibel, die sich eben nicht explizit gegen Sklaverei aussprechen und durchaus über das Herrschen des Mannes über die Frau reden. Wie lassen die sich im Gesamtkontext einordnen und verstehen? Obwohl es im Alten Testament erlaubt war, Sklaven zu haben, wurden ihnen verhältnismäßig viele Rechte zugesprochen. Auch im Neuen Testament liess sich eine Entwicklung verzeichnen. Es gab zwar noch Sklaven, aber Paulus deklarierte die Gleichheit aller Menschen in Christus. Nur, mit der Umsetzung dieses Grundsatzes dauerte es noch etwas länger. So gibt es auch Texte über Frauen in der Bibel, die für uns heute schwer nachvollziehbar sind. Roennfeldt beendet diesen Absatz, indem er deutlich macht, dass es zwar unterschiedliche Aussagen zu Gleichberechtigung und Gerechtigkeit in der Bibel gibt, aber gleichzeitig auch einen roten Faden entdeckt, der sich durchzieht, wenn es um Gottes Willen nach Gerechtigkeit geht.

So schliesst er mit der Aussage, dass es nicht richtig sei, Fragen nach Gerechtigkeit dem Anliegen der Mission unterzuordnen. Jesus habe nie getrennt zwischen der Botschaft und dem Auftrag, sondern beides als Einheit gesehen. Genauso wünscht er sich auch heute eine Lösung wie in Apostelgeschichte 15: eine Lösung, die für viele Parteien praktikabel ist.

Was bleibt?

In den Schlussbemerkungen betonte Ricardo Graham, Vorsteher des Pazifik-Verbandes (USA), dass die Konferenz Unity 2017 zwar keine offizielle Veranstaltung der Kirche gewesen sei, damit aber noch lange nicht illegal oder verboten. Er sieht es als den ethischen Auftrag unserer Kirche an, für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung einzustehen.

Dave Weigley, Vorsteher des Columbia-Verbandes (USA), sprach von drei Schritten, die der Konferenz folgen würden:
1. Heavenly currency: Die Art und Weise wie sie vorgehen wollen, sollte einem himmlischen, friedvollen und liebevollen Weg folgen.
2. Diplomacy: Sie wollen Lösungen anbieten und niemanden verurteilen.
3. Communication: Gespräche suchen.
Wenn diese drei Schritte nicht funktionieren, müssen sie protestieren, so wie George Knight in seinen 9.5 Thesen dargelegt hat: (Catholic or Adventist: The Ongoing Struggle - Over Authority + 9.5 Theses / bit.ly/2tKxllN)

Brad Kemp, Vorsteher des Neuseeländisch Pazifischen Verbandes, schloss mit den starken Sätzen, dass er eine Leidenschaft in unserer Kirche sähe für:
1. Unseren Auftrag, Reich Gottes zu bauen
2. die Rechte und Freiheit derjenigen zu respektieren, die anderer Meinung sind als wir
3. denen zu helfen, die in Not sind und
4. zu verkünden dass Männer und Frauen eins sind in Christus, um ihm zu dienen.

Persönliches Fazit

Nachdem ich die Tagung ein paar Tage verdauen konnte, bin ich einerseits sehr froh und dankbar über die spannenden Gedanken zum Thema Einheit und Vielfalt im Lichte der Bibel und adventistischen Kirchengeschichte. Deutlich wurde, dass es schon immer Vielfalt in der Praxis und Einheit in Christus gab. Spannend wird sein, ob unsere Kirche in der Frage der Möglichkeit, Frauen zu ordinieren, Vielfalt in der Praxis erlauben kann, oder ob sie sich schliesslich daran spalten wird. Erkennbar ist auf jeden Fall, dass die jetzige Situation sehr angespannt ist und einer baldigen Lösung bedarf.

Was mir persönlich gefehlt hat, waren zwei Aspekte:

Der Blick weiter hinaus. Die Referate blieben sehr selbstreferentiell und wagten kaum einen Blick in heutige Diskussionen, beispielsweise in Sozialwissenschaften, Psychologie. Zudem wäre es spannend gewesen, zu entdecken, wie andere Kirchen diese oder ähnliche Fragen gelöst haben.

Die zweite Sache, die mir fehlte, waren Frauen im Vorbereitungs- und Leitungsteam. Leider ist unsere Kirche – selbst bei denjenigen, die sich eigentlich für Frauenrechte einsetzen – strukturell sehr männlich geprägt. Wenn wir Gerechtigkeit und Gleichberechtigung wollen, so wie sie ursprünglich mal von Gott gedacht war, dann brauchen wir an dieser Stelle auch Veränderung, Wachsamkeit und Mut. Diesen Mut hatten schon in der Vergangenheit immer diejenigen, die vom Heiligen Geist erfüllt waren. Das stimmt mich trotz allem zuversichtlich, dass wir auch in dieser Frage als Kirche nicht zerbrechen müssen, sondern den Heiligen Geist um Weisheit, Einheit und Wachsamkeit bitten dürfen.

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Eine Konferenz über Einheit, die Frage nach Autorität und Gewissensfreiheit 2017-06-22T13:10:09Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-06-17/3-bericht-von-der-unity-2017-konferenz-in-london/ 3. Bericht von der Unity 2017 Konferenz in London 2017-06-25T08:30:35Z Jessica Schultka info@adventisten.ch Eine Konferenz über Einheit, die Frage nach Autorität und Gewissensfreiheit

17. Juni 2017 Jessica Schultka


3. Bericht von der Unity 2017 Konferenz in London

Wendy Jackson

© Foto: Jessica Schultka

3. Bericht | 16. Juni 2017

Die Konferenz "unity 2017" vom 15. - 17. Juni 2017 in London wurde von zehn überregionalen adventistischen Kirchenleitungen (Unionen) organisiert: Australian Union Conference (AUS) • Columbia Union Conference (USA) • Danish Union Conference  (DK) • Netherlands Union Conference (NL) • New Zealand Pacific Union Conference (NZ) • Northern German Union Conference (Norddeutscher Verband NDV) • Norwegian Union Conference (N) • Pacific Union Conference (USA) • South German Union Conference (Süddeutscher Verband SDV) • Swedish Union Conference (S).

Infos zu Themen, Sprechern und Manuskripten auf Englisch (Downloadmöglichkeit): https://adventistunity2017.com/

Weitere Berichte (auf Englisch) zur Unity 2017 Konferenz bei SPECTRUM unter "News"
und einen Blog von Michael Pearson "Surprises ans Elephants"

(Der nachstehende Bericht wurde von Jessica Schultka, Verlagsleiterin des Advent-Verlags in Lüneburg/Deutschland, verfasst. Er ist aus der Facebookseite des Advent-Verlags kopiert: https://www.facebook.com/adventverlag/posts/1730233860326499)

Müdigkeit macht sich breit, aber wir verfolgen die Themen so wach wie noch nie.

Heute wurde die Frage nach Einheit näher beleuchtet. Dabei sprach Wendy Jackson über Ellen Whites Verständnis von Einheit. Wendy Jackson (PhD) ist Dozentin am Avondale College für systematische Theologie.
Sie zeichnete die Entwicklung von Ellen Whites Verständnis über Einheit nach. Ihre Sichtweise auf Einheit hat sich über die Jahre geändert. Während sie am Anfang die Lehrmeinung als das einende Moment betrachtete, kam sich später zu der Überzeugung, dass Einheit durch gemeinsame Praxis und Ziele erreicht werden kann. Ihre Sicht auf Kirche war später vor allem auf den Auftrag fokussiert.
Wendy Jackson fasste Ellen Whites Sicht auf Einheit folgendermaßen zusammen: Einheit ist für die Kirche wesentlich und kann nur durch die Verbindung mit Christus erreicht werden.

Roy Adams, Professor für systematische Theologie, ehemaliger Redakteur von Adventist Review sprach darüber, was Jesus in Johannes 17 über Einheit sagte.
Er entfaltete seine Auslegung anhand der Bitten Jesu um Verherrlichung, Offenbarung, Bewahrung, Heiligung und Einheit. Er legte dar, dass die Einheit der Dreieinigkeit Vorbild ist für die Einheit der Christenheit, ja – Gott selbst, der sich als dreieiniger Gott offenbart, ist das Modell für Einheit unter uns.

John Brunt, neutestamentlicher Theologe und Pastor (i. R.) sprach über eine Theologie der Einheit.
Er legte anhand von 1. Korinther 9 dar, dass Einheit nur durch gelebte Vielfalt entstehen kann. Paulus wusste, dass der Versuch, alle Christen, sowohl Juden als auch Heiden, in eine Form zu zwingen, letztlich jede echte Chance für die Einheit zerstören würde. Einheit müsse immer auch die Spannung zwischen individueller Integrität und der Gruppenidentität aushalten. Außerdem brauche eine Theologie der Einheit auch immer einen klaren Blick darauf, was Freiheit in Christus bedeute. So wird ein Konzept von Einheit auch immer die Gewissensfreiheit des einzelnen beinhalten.

Morgen wird es eine Podiumsdiskussion geben. Gespräche mit den TeilnehmerInnen machten deutlich, dass viele nun darauf warten, welche Schlussfolgerungen wir aus diesen Erkenntnissen ziehen. Es bleibt also spannend!

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Eine Konferenz über Einheit, die Frage nach Autorität und Gewissensfreiheit 2017-06-17T04:55:38Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-06-16/2-bericht-von-der-unity-2017-konferenz-in-london/ 2. Bericht von der Unity 2017 Konferenz in London 2017-06-25T08:30:10Z Jessica Schultka info@adventisten.ch Eine Konferenz über Einheit, die Frage nach Autorität und Gewissensfreiheit

16. Juni 2017 Jessica Schultka


2. Bericht von der Unity 2017 Konferenz in London

George Knight

© Jessica Schultka / Advent-Verlag Lüneburg/D

2. Bericht | 15. Juni 2017

Die Konferenz "unity 2017" vom 15. - 17. Juni 2017 in London wurde von zehn überregionalen adventistischen Kirchenleitungen (Unionen) organisiert: Australian Union Conference (AUS) • Columbia Union Conference (USA) • Danish Union Conference  (DK) • Netherlands Union Conference (NL) • New Zealand Pacific Union Conference (NZ) • Northern German Union Conference (Norddeutscher Verband NDV) • Norwegian Union Conference (N) • Pacific Union Conference (USA) • South German Union Conference (Süddeutscher Verband SDV) • Swedish Union Conference (S).

Infos zu Themen, Sprechern und Manuskripten auf Englisch (Downloadmöglichkeit): https://adventistunity2017.com/

Weitere Berichte (auf Englisch) zur Unity 2017 Konferenz bei SPECTRUM unter "News"
und einen Blog von Michael Pearson "Surprises ans Elephants"

(Der nachstehende Bericht wurde von Jessica Schultka, Verlagsleiterin des Advent-Verlags in Lüneburg/Deutschland, verfasst. Er ist aus der Facebookseite des Advent-Verlags kopiert: https://www.facebook.com/adventverlag/posts/1728788207137731)

Der heutige Tag stand ganz unter dem Thema von Kirchenrecht, Strukturen und Autorität. Was erstmal ziemlich trocken klingt, war eigentlich mal als dynamischer Prozess gedacht, der der Kirche und ihrem missionarischen Auftrag dienen sollte.

Den ersten Beitrag des Tages lieferte Barry Oliver, ehem. Präsident der South Pacific Division (i. R.). Er sprach über die Umstrukturierungen der Kirche im frühen 20. Jahrhundert und was das für uns heute bedeutet.
Die junge Kirche musste beispielsweise ihr Kirchenrecht (working policy) ändern, weil sie sich finanziell und strukturell durch ihr starkes Wachstum neu aufstellen musste, um so auf die neuen Herausforderungen des frühen 20. Jahrhunderts und der sich ausweitenden Mission reagieren zu können. Oliver stellte heraus, dass Verbände gegründet wurden, um Autorität von der Generalkonferenz zu dezentralisieren, damit sie lokal handlungsfähig blieben.
Als Fazit führte er an, dass es wichtig sei, dass Menschen, die in unserer Kirche Einfluss haben, sich bei wichtigen Diskussionen einmischen müssen, statt zu schweigen. Außerdem gab er zu bedenken, dass es möglich sein kann, dass Leiter so viel Verantwortung bei einer Entscheidung auf sich nehmen, dass sie nicht mehr auf andere hören oder ihnen keine Möglichkeit geben, am Entscheidungsprozess teilzuhaben.

George Knight, emeritierter Professor für Kirchengeschichte an der Andrews University sprach über die Entwicklung von Autorität in der Adventgeschichte.
Seit den 80er Jahren sieht er einen fortlaufenden Trend der Zentralisierung in der Kirchenstruktur. Außerdem zeigte er auf, dass es auch im Verständnis der Schrift in Bezug auf die gegenwärtige Glaubenspraxis einen entscheidenden Wechsel gab. James White deutete die Bibel zunächst so, dass die Kirchenorganisation direkt aus der Bibel entnommen werden musste. Einige Jahre später (1859) hatte er eine neue Sicht auf die Bibel. Diese Sicht erlaubte ihm Kirchenstrukturen zu bilden, die gesellschaftlichen Standards entsprachen und gleichzeitig mit den Grundlinien der Bibel harmonisierten. Das brachte die Freiheit, strukturelle Veränderungen vorzunehmen.
Knight legte sein Ordinationsverständnis dar und betonte, dass es nicht die Kirche sei, die PastorIinnen berufe, sondern Gott. In diesem Zusammenhang äußerte er seine Betroffenheit über den Ablauf der Abstimmung bei der GK 2015. An dieser Stelle hätten aus seiner Sicht die Studienergebisse der TOSC [Theology of Ordination Study Committee] für ein versöhnteres Miteinander sorgen können, die aber leider nicht präsentiert wurden.

Rolf Pöhler, Professor für systematische Theologie an der Theologischen Hochschule Friedensau, sprach von Ellen Whites Sichtweise auf Stetigkeit und Änderungen in theologischen und strukturellen Fragen und wie diese ihre Meinung über Kirche und Strukturen beeinflusste. Sie war stets bemüht, eine Ausgewogenheit zwischen Kontinuität und Wandel in theologischen Fragen zu wahren. Ihr war es immer wichtig, sich persönlich weiterzuentwickeln und zu neuen Erkenntnissen zu kommen.

Lowell Cooper, ehem. Vizepräsident der GK, sprach über das Kirchenrecht. Er reflektierte anhand von einigen Entscheidungen bezüglich des Kirchenrechts, dass es schon immer Unterschiede zwischen den verschiedenen Verbänden gab, wenn es um organisatorische Fragen ging. Ihm war wichtig, zu betonen, dass Kirchenrecht immer der Kirche und ihrem Auftrag dient, aber niemals eine beherrschende Rolle einnehmen sollte. Wenn das passiert, besteht die Gefahr, dass Kirche irrelevant wird und ihren Auftrag nicht mehr erfüllen kann.

Er stellte es als aktuelle Herausforderung dar, dass die Verbände, die eigentlich in Ordinationsfragen entscheiden dürften, ihre Entscheidungsbefugnis bei diesem Thema an die Generalkonferenz abgegeben haben, um die Frage der Ordination der Frau zu lösen. Dies wieder rückgängig zu machen, stellt sich als ziemlich schwierig dar.
Cooper sprach davon, dass Aufgaben, die einem ordinierten Pastor oder einer ordinierten Pastorin vorbehalten sind, nicht von Natur aus auf ein Geschlecht reduziert sind.
Als mögliche Lösung der gegenwärtigen Spannung schlägt er vor, die Ordinationspraxis abzuschaffen und nur noch Menschen für bestimmte Dienste einzusegnen.

Meine ganz persönlichen Eindrücke an diesem Abend nach einem sehr langen und inhaltsreichen Tag sind: Es ist toll, inspirierende Menschen zu treffen, denen unsere Kirche sehr am Herzen liegt. Besonders spannend waren die Begegnungen mit starken Frauen: Pastorinnen, Vorsteherin, Redakteurinnen.

Was die Auswahl der Sprecher betrifft, stelle ich fest: Kirchenpolitik wird vom weißen Mann über 60 gemacht, auch dann, wenn es um Frauenthemen geht. Aber das ändert sich bald, da bin ich mir sicher! Denn unsere Kirche ist vielfältiger!

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Eine Konferenz über Einheit, die Frage nach Autorität und Gewissensfreiheit 2017-06-16T16:16:53Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-06-16/1-bericht-von-der-unity2017-konferenz-in-london/ 1. Bericht von der Unity 2017 Konferenz in London 2017-06-25T08:29:33Z Jessica Schultka info@adventisten.ch Eine Konferenz über Einheit, die Frage nach Autorität und Gewissensfreiheit

16. Juni 2017 Jessica Schultka


1. Bericht von der Unity 2017 Konferenz in London

Unity 2017 Konferenz in London

© Foto: Jessica Schultka / Advent-Verlag Lüneburg/D

1. Bericht | 14. Juni 2017

Die Konferenz "unity 2017" vom 15. - 17. Juni 2017 in London wurde von zehn überregionalen adventistischen Kirchenleitungen (Unionen) organisiert: Australian Union Conference (AUS) • Columbia Union Conference (USA) • Danish Union Conference  (DK) • Netherlands Union Conference (NL) • New Zealand Pacific Union Conference (NZ) • Northern German Union Conference (Norddeutscher Verband NDV) • Norwegian Union Conference (N) • Pacific Union Conference (USA) • South German Union Conference (Süddeutscher Verband SDV) • Swedish Union Conference (S).

Infos zu Themen, Sprechern und Manuskripten auf Englisch (Downloadmöglichkeit): https://adventistunity2017.com/

Weitere Berichte (auf Englisch) zur Unity 2017 Konferenz bei SPECTRUM unter "News"
und einen Blog von Michael Pearson "Surprises ans Elephants"

(Der nachstehende Bericht wurde von Jessica Schultka, Verlagsleiterin des Advent-Verlags in Lüneburg/Deutschland, verfasst. Er ist aus der Facebookseite des Advent-Verlags kopiert: https://www.facebook.com/adventverlag/posts/1727694880580397)

Herzliche Grüße aus London von der Unity-Konferenz 2017. Was es damit auf sich hat, und warum wir hier sind, werden wir in den nächsten Tagen topaktuell berichten. Heute schon mal eine kleine Einführung zur Einstimmung auf die nächsten Tage.

Unity 2017 – eine Konferenz über Einheit, der Frage nach Autorität und Gewissensfreiheit

Vom 15.06. bis zum 17.06.2017 findet in London eine Konferenz statt, in der es um die Frage nach Einheit und gleichzeitiger Vielfalt in der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten geht. Die Konferenz ist eine Reaktion auf den Beschluss der Generalkonferenz 2015 in San Antonio, nach dem Verbände nicht selbstständig darüber entscheiden dürfen, ob Frauen ordiniert werden, oder nicht. Die gastgebenden dieser Veranstaltung (Australian Union Conference, Columbia Union Conference, Danish Union Conference, Netherlands Union Conference, New Zealand Pacific Union Conference, Northern German Union Conference, Norwegian Union Conference, Pacific Union Conference, South German Union Conference, Swedish Union Conference) möchten sich – ganz in den Fußspuren der Adventistischen Pioniere, als es um die Sabbatfrage ging – vom Heiligen Geist führen lassen und theologische Fragen unserer Zeit angehen.

Die drei Tage stehen jeweils unter einem Thema:

Am Donnerstag geht es um Autorität und Kirchenstruktur. Dazu werden unter anderem George Knight und Lowell Cooper sprechen.

Am Freitag wird die Frage nach Einheit näher beleuchtet. Dabei wird sowohl Ellen Whites Sicht darauf, als auch Jesu Verständnis aus Johannes 17 betrachtet.

Am Sabbat geht es um die Frage der Gewissensfreiheit, die anhand des Themas der Frauenordination in unserer Freikirche behandelt wird. Reinder Bruinsma ist einer der Sprecher.

Heute sind wir erstmal angekommen, haben einen ersten Eindruck von den TeilnehmerInnen bekommen und sind gespannt auf morgen! Der erste Eindruck: ganz schön viele Männer und verschwindend wenig Frauen.

Eine der wenigen anwesenden Frauen, Marianne Dyrud Kolkmann, seit 20 Jahren Pastorin (zur Zeit Sekretärin und Jugendabteilungsleiterin in Dänemark), sagte dazu, dass dies auch ein ermutigendes Zeichen sei, denn die Männer würden die Frage der Frauen nun endlich zum Thema machen.

Wie es weiter geht, werden wir morgen berichten.

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Eine Konferenz über Einheit, die Frage nach Autorität und Gewissensfreiheit 2017-06-16T16:02:03Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-06-12/adventisten-kurzbericht-der-generalversammlung-der-deutschschweizerischen-vereinigung/ Generalversammlung der Deutschschweizerischen Vereinigung der Adventisten 2017-06-13T08:40:59Z Herbert Bodenmann info@adventisten.ch 12. Juni 2017 Herbert Bodenmann


Generalversammlung der Deutschschweizerischen Vereinigung der Adventisten

Sitz der Kirchenleitung in Zürich-Affoltern

© Foto: DSV

Am 11. Juni versammelten sich über 130 Delegierte der deutschschweizer Adventgemeinden sowie offizielle Delegierte zur zweiten Generalversammlung (GV) 2017 der Deutschschweizerischen Vereinigung (DSV) der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten am Sitz der Kirchenleitung in Zürich-Affoltern. An der ersten GV im März 2017 wurde Pastor Stephan Sigg zum neuen Vorsteher gewählt. An der GV vom 11. Juni wurden die Berichte und Planungen der Kirchen- sowie der Abteilungsleitungen abgenommen sowie die Leiter und Leiterinnen von Abteilungen oder von Bereichen mit Beauftragung gewählt.

Viele Anträge

Die Delegierten mussten zusätzlich über acht Anträge befinden. Drei wurden von Adventgemeinden eingereicht, fünf von Delegierten. Eine Gemeinde forderte, dass die 28 Glaubensüberzeugungen so formuliert werden, dass „sie in Bedeutung und Formulierung nicht über die Aussagen der Bibel hinausgehen“ und in einem zweiten Antrag, dass bei der Zuteilung von Pastoren die Gliederzahl ein wichtiger Faktor spielen soll. Beide Anträge wurden abgelehnt. Beim ersten Antrag wurde seitens der Kirchenleitung ausgeführt, dass die Glaubensüberzeugungen von der Weltkirchenleitung formuliert würden und beim zweiten, dass die Kirchenleitung in der DSV zwar den Grundgedanken des Antrags teilt, aber nicht möchte, dass die Gliederzahl als "Hauptkriterium" bei der Zuteilung von Pastoren gewertet werden soll.

Eine andere Gemeinde forderte die Beendigung aller Gast-, Assoziativ- und Vollmitgliedschaften in kantonalen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen (AGCK) in denen die DSV-Ortsgemeinden mitarbeiten. Adventistische Ortsgemeinden pflegen im längsten Fall seit 44 Jahren Kontakte zu kantonalen AGCKs. In der Deutschschweizerischen Vereinigung sind die Adventisten in den Kantonen Zürich sowie Schaffhausen Gastmitglied und in der AGCK beider Basel sind sie Mitglied. Dabei wurden bereichernde Erfahrungen im Kontakt mit anderen Christen gemacht. In einer von Sitzungsleiter Max Egger gut geleiteten Diskussion wurde fair, offen und meist sachlich über zwischenkirchliche Beziehungen gesprochen. Es wurden Befürchtungen geäussert, dass man als Gastmitglied lehrmässige Kompromisse eingehen müsse, was von anderer Seite mit dem Hinweis auf AGCK-Statuten und die langjährige Erfahrung im zwischenkirchlichen Miteinander als unbegründet verneint wurde. Nach eingehender Diskussion wurde der Antrag mit 100 zu 34 Stimmen und einer Enthaltung von den Delegierten abgelehnt.

Bei den weiteren Anträgen ging es um mehr Freiheit für Ortsgemeinden, Redner unabhänging von der Einschätzung der Vereinigungsleitung einzuladen, um Änderungsanträge bezüglich der Geschäftsordnung der Generalversammlung sowie der Erstellung einer Informationsplattform im Internet zum Austausch von Dokumenten und Meinungen im Vorfeld einer GV.

Ein weiterer Delegierter forderte, dass der Beschluss zum Beitritt in zwischenkirchlichen Gremien zukünftig nicht mehr vom Vereinigungsausschuss, sondern von der alle zwei Jahre stattfindenden Generalversammlung getroffen werden soll. Ein anderer Antrag forderte eine Statutenänderung bezüglich des Vorgehens bei der Wahl des Ernennungsausschusses. Die Delegierten lehnten alle Anträge ab. Beim Antrag um Statutenänderung wurde dem Gegenantrag des Vereinigungsauschusses zugestimmt, eine Statutenkommission zu bilden, um einen Vorschlag zur Statutenänderung zu unterbreiten.

Wahlergebnisse

Leitung

Präsident: Stephan Sigg (ab 01.10.2017)
Sekretär: René Pieper (ab 01.10.2017), zusätzliche Mitwirkung im Arbeitskreis Ehe & Familie; im Arbeitskreis Gemeindeaufbau & Evangelisation sowie bei der ADWA-Leiter-Ausbildung
Rechnungsführer
: Jean-Luc Waber

Abteilungen

Aussenbeziehungen & Religionsfreiheit: Herbert Bodenmann
Buchevangelisation
: Dominik Maurer
Christliche Haushalterschaft: René Pieper
Ehe & Familie
: Annika Looser Grönroos
Erziehung
: Philipp Boksberger
Frauen
: Heidi Albisser
Gemeindeaufbau & Evangelisation
(Arbeitskreis) Koordinator: Stephan Sigg
Gesundheit
: Ruedi Brodbeck
Hope Bibelstudien-Institut
: Guido Grossenbacher
Jugend
: Fabian Looser Grönroos
Kommunikation
: Herbert Bodenmann
Predigtamt
: Stephan Sigg
Sabbatschule
: Daniela Gelbrich

Beauftragungen

Kindersabbatschule: Sonja Bless & Simone Studer
Predigerfrauen
: Alexandra Wäspi
Musik
: vakant
Predigerbeauftragter
 (Seelsorge): vakant (Prediger schlagen Person vor)
Datenschutz
: Andre Rüegg

Vereinigungsausschuss (VA)

Stephan Sigg, Präsident
René Pieper, Sekretär
Jean-Luc Waber, Rechnungsführer
Fabian Looser Grönroos, Jugendsekretär
Mirjam Albisser - Gemeinde Reinach
Benjamin Hoffmann – Gemeinde Reigoldswil
Martin Kral - Gemeinde Biel
Ursula Riederer - Gemeinde Landquart
Jana Seps – Gemeinde Zürich I
Emmanuel Witzig – Gemeinde Lenzburg

Eingeladen ohne Stimmrecht sind:
Herbert Bodenmann, Kommunikation
Predigerbeauftragter (muss noch bestimmt werden)

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Am 11. Juni versammelten sich über 130 Delegierte der deutschschweizer Adventgemeinden sowie offizielle Delegierte zur zweiten Generalversammlung (GV) 2017 der Deutschschweizerischen Vereinigung (DSV) der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten am Sitz der Kirchenleitung in Zürich-Affoltern. An der ersten GV im März 2017 wurde Pastor Stephan Sigg zum neuen Vorsteher gewählt. An der GV vom 11. Juni wurden die Berichte und Planungen der Kirchen- sowie der Abteilungsleitungen abgenommen sowie... 2017-06-12T15:12:10Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-05-05/adra-schweiz-gibt-70-fluechtlingskindern-in-serbien-eine-perspektive/ ADRA Schweiz gibt 70 Flüchtlingskindern in Serbien eine Perspektive 2017-05-05T13:46:48Z APD Schweiz info@adventisten.ch 05. Mai 2017 APD Schweiz


ADRA Schweiz gibt 70 Flüchtlingskindern in Serbien eine Perspektive

© Foto: ADRA Serbien

70 Kindern und Jugendlichen, welche ohne Begleitung auf der Flucht in Asylzentren am Stadtrand von Belgrad/Serbien platziert wurden, ermöglicht das Hilfswerk ADRA Schweiz den Besuch einer Grundschule oder eines Berufskurses. Damit sollen ihre Berufschancen erhöht sowie die soziale Integration gefördert werden. Das Projekt dauert bis Jahresende und wird vom Partnerhilfswerk ADRA Serbien durchgeführt. Die Kosten von 244.000 Franken werden durch die Glückskette sowie die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz finanziert.

Flüchtlingssituation in Serbien
Laut ADRA Schweiz gelangen seit der Schliessung der Grenzen entlang der Balkanroute nur noch wenige Flüchtlinge nach Serbien. Demnach sind gegenwärtig 7.860 Flüchtlinge in Serbien, davon rund 900 Kinder und Jugendliche, welche alleine auf der Flucht sind. Einige sind Waisen, andere haben die Eltern auf der Flucht aus den Augen verloren.

ADRA Gemeinschaftszentrum in Belgrad
ADRA Serbien hat 2016 ein Gemeinschaftszentrum am Stadtrand von Belgrad eröffnet. Zu dem Gelände zählen Innenräume mit einer Fläche von 660 m2 und im Aussenbereich mit 1.300 m2. Jugendliche, Kinder und Familien finden im Gemeinschaftszentrum von ADRA ein breites Angebot von Sportmöglichkeiten, psychologischer Unterstützung und Nachhilfeunterricht, was rege genutzt werde, so das Hilfswerk.

Schul- und Berufsförderungsprojekt
Seit Dezember 2016 nehmen in Belgrad sechs Schulen unbegleitete Flüchtlingskinder auf. ADRA Serbien stellt den Lehrern Übersetzer und Mediatoren zur Verfügung. Im Gemeinschaftszentrum von ADRA erhalten die Flüchtlingskinder dann Nachhilfeunterricht in Serbisch, Englisch und anderen Fächern. Gleichzeitig gibt es dort ein breites Sportangebot, um ihre Motivation und ihr Interesse aufrecht zu erhalten. ADRA Serbien wolle die Anzahl der Kinder in der Schule konstant halten oder erhöhen. Regelmässige Informationsanlässe in den Asylzentren garantierten, dass neuankommende Kinder und Erwachsene davon erfahren, so ADRA.

Berufskurs
Jugendliche ab 15 Jahren können sich für einen dreimonatigen Berufskurs bewerben, der ihren Interessen entspricht. Der Kurs vermittelt ihnen theoretische Schulungen. Durch Praktika in Betrieben lernen sie spezifische Handgriffe und Vorgehensweisen des Berufes. Zum Abschluss erhalten sie ein Diplom, welches in ganz Europa anerkannt sei, schreibt ADRA. Diese berufliche Qualifikation solle ihnen den Berufseinstieg erleichtern. In begleitenden Kursen lernten sie im Gemeinschaftszentrum ausserdem, wie man Jobs sucht, einen Lebenslauf schreibt und sich bewirbt.

Das Partnerhilfswerk ADRA Serbien habe in der Vergangenheit Erfahrungen bei der Integration von Roma Jugendlichen gesammelt und könne diese nun auch bei den Flüchtlingskindern anwenden, schreibt ADRA Schweiz.

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70 Kindern und Jugendlichen, welche ohne Begleitung auf der Flucht in Asylzentren am Stadtrand von Belgrad/Serbien platziert wurden, ermöglicht das Hilfswerk ADRA Schweiz den Besuch einer Grundschule oder eines Berufskurses. Damit sollen ihre Berufschancen erhöht sowie die soziale Integration gefördert werden. Das Projekt dauert bis Jahresende und wird vom Partnerhilfswerk ADRA Serbien durchgeführt. Die Kosten von 244.000 Franken werden durch die Glückskette sowie die Adventistische... 2017-05-05T13:41:31Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-04-16/kinderschutz-adventisten-ueberarbeiteten-dokument-zur-pastoralethik/ Kinderschutz: Adventisten überarbeiteten Dokument zur Pastoralethik 2017-04-16T17:11:16Z © Foto: Oystein Klausen | ADAMS info@adventisten.ch 16. April 2017 © Foto: Oystein Klausen | ADAMS


Kinderschutz: Adventisten überarbeiteten Dokument zur Pastoralethik

Wie die nordamerikanische Kirchenzeitschrift Adventist Review (AR) am 14. April berichtete, hat der Internationale Ausschuss für pastorale und theologische Bildung (International Board of Ministerial and Theological Education IBMTE) der adventistischen Weltkirchenleitung am 4. April in Silver Spring, Maryland, Anpassungen zugestimmt, die das Dokument zur Pastoralethik betreffen. Neben sprachlichen Anpassungen finden sich die bedeutendsten Veränderungen im Abschnitt „Ethik und Recht“. Er enthält einen neuen Unterabschnitt zum „Kinderschutz“, der auch zur Beaufsichtigung von Jugendlichen Stellung nimmt sowie Sicherheitsabklärungen für jene fordere, die in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt werden sollen.

Regionale Unterschiede bei pastoraler Praxis, aber einheitliche ethische Prinzipien
Die Leiterin der Erziehungsabteilung der Weltkirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Lisa Beardsley-Hardy, erklärte, dass das Ziel des IBMTE-Ausschusses darin bestanden habe, „auf die Bedürfnisse des Feldes zu hören und darauf zu reagieren." Laut AR hat sie auch daran erinnert, dass der Bearbeitungsprozess „die Überprüfung des Handbuchs Seite für Seite“ umfasst habe, um sicherzustellen, dass die Ausbildung von Mitarbeitenden im Pastorendienst den Anforderungen auf der ganzen Welt entsprechen würden.

Die vom Internationalen Ausschuss für pastorale und theologische Bildung (IBMTE) am 4. April verabschiedete Version des Dokuments zur Pastoralethik lasse zwar regionale Unterschiede in der pastoralen Praxis zu, setze sich aber für ein einheitliches, weltweites System ethischer Prinzipien ein.

Neuer Abschnitt zum Kinderschutz
Die bedeutendsten Änderungen des Textes finden sich laut AR im Abschnitt „Ethik und Recht". Dort gebe es einen neuen Unterabschnitt zum „Kinderschutz" sowie überarbeitete Unterabschnitte bezüglich „Supervision" und „Persönlicher Hintergrund des Personals“.

In einigen Ländern gebe es gesetzliche Vorschriften für jene, die mit Kindern arbeiten. Sie müssten sich vorgängig von der Polizei kontrollieren lassen oder um eine gleichwertige Freigabe für die Arbeit mit Kindern von einer Regierungsstelle nachsuchen. Adventistische Pastoren in diesen Ländern müssten sicherstellen, dass sie die entsprechende gesetzliche Bewilligung hätten, um mit Kindern arbeiten zu dürfen. Unabhängig von staatlichen Gesetzen heisst es in einem Unterabschnitt, dass Mitarbeitende im Pastorendienst sich in äusserlichem Verhalten sowie im Gespräch mit Kindern nach höchsten moralischen, beruflichen und christlichen Standards richten müssten.

„Wir brauchen klare Aussagen darüber, welches unsere Erwartungen für den Schutz von Kindern sind und was wir unter ethischem Verhalten gegenüber Kindern verstehen", sagte Lisa Beardsley-Hardy.

Ein Weg, um Probleme mit Mitarbeitern oder Freiwilligen in der Arbeit mit Kindern zu vermeiden, bestehe darin, sie einem sorgfältigen Abklärungsprozess zu unterziehen, um jene von diesen Aufgaben fern zu halten, die dafür nicht geeignet seien.

Arbeit durch Ausschüsse - nicht Verlautbarungen eines „Königs“
Zur schwierigen Arbeit im IBMTE-Ausschuss sagte Pastor Geoffrey Mbwana, Vorsitzender des IBMTE: „Wir wählen oder bestimmen nicht einen „König“, der dann all diese Änderungen verkündet. Wir arbeiten mit Ausschüssen.“ Die angenommenen Änderungen seien das Ergebnis eines ausführlichen, gründlichen Prozesses, der umfangreiche Diskussionen und Beratungen über mehrere kirchliche Abteilungen und alle Weltregionen während einigen Jahren umfasste, so AR.

Dokument zur Pastoralethik
Das Dokument zur Pastoralethik, wurde 1992 erstmals herausgegeben. 1997 wurde es überarbeitet und Teil des Predigerhandbuchs. 2009 fand die letzte Revision und Erweiterung des Dokuments statt. Jetzt sei das Dokument zur Pastoralethik ein Anhang zum ausführlichen IBMTE-Handbuch und dem darin enthaltenen Kapitel „Stellungnahme der Kirche zum Zulassungsprozess“. Dieses Kapitel sowie das gesamte IBMTE-Handbuch beschäftige sich mit dem Prozess, dem Lehrplan und den Zielsetzungen der Pastorenausbildung, so Adventist Review.

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Wie die nordamerikanische Kirchenzeitschrift Adventist Review (AR) am 14. April berichtete, hat der Internationale Ausschuss für pastorale und theologische Bildung (International Board of Ministerial and Theological Education IBMTE) der adventistischen Weltkirchenleitung am 4. April in Silver Spring, Maryland, Anpassungen zugestimmt, die das Dokument zur Pastoralethik betreffen. Neben sprachlichen Anpassungen finden sich die bedeutendsten Veränderungen im Abschnitt „Ethik und Recht“. Er enthält... 2017-04-16T16:47:28Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-03-03/weltweit-20-millionen-adventisten/ Weltweit 20 Millionen Adventisten 2017-03-03T17:02:08Z © Foto: astr info@adventisten.ch 03. März 2017 © Foto: astr


Weltweit 20 Millionen Adventisten

Nach Angaben des Büros für Archive, Statistik und Berichte (Office for Archives, Statistics and Reports ASTR) der adventistischen Weltkirchenleitung, mit Sitz in Silver Spring, Maryland/USA, gab es am 26. Dezember 2016 weltweit 20.008.779 Adventisten und Adventistinnen. Da die Freikirche nur Gläubige tauft, sind in der Zahl nichtgetaufte Kinder und Jugendliche aus adventistischen Familien nicht enthalten.

Demnach ist die Anzahl von Menschen, die sich durch die Glaubenstaufe der Kirche angeschlossen haben, im dritten aufeinanderfolgenden Jahr gestiegen. Gesamthaft hätten sich 2016 weltweit 1.314.950 Personen den Siebenten-Tags-Adventisten angeschlossen. Davon seien 1.271.305 Personen durch die Taufe Mitglied der Kirche geworden und 43.645, die bereits früher als Mündige getauft worden waren, mittels Glaubensbekenntnis.

Diese Mitgliederzahl sei, sofern man sie mit der Einwohnerzahl von Staaten vergleiche, etwas grösser als die von Rumänien und etwas kleiner, als die von Niger oder Sri Lanka, teilte ASTR mit.

In Europa sind die Mitgliederzahlen der Adventisten eher stagnierend oder nur geringfügig steigend. In Deutschland gibt es rund 35.000 Adventisten, in der Schweiz 4.600 und in Österreich 4.200.

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Nach Angaben des Büros für Archive, Statistik und Berichte (Office for Archives, Statistics and Reports ASTR) der adventistischen Weltkirchenleitung, mit Sitz in Silver Spring, Maryland/USA, gab es am 26. Dezember 2016 weltweit 20.008.779 Adventisten und Adventistinnen. Da die Freikirche nur Gläubige tauft, sind in der Zahl nichtgetaufte Kinder und Jugendliche aus adventistischen Familien nicht enthalten. Demnach ist die Anzahl von Menschen, die sich durch die Glaubenstaufe der Kirche... 2017-03-03T16:55:54Z
https://www.adventisten.ch/news/artikel/go/2017-01-13/australien-opfer-eines-spektakulaeren-justizirrtums-gestorben/ Australien: Opfer eines spektakulären Justizirrtums gestorben 2017-01-13T14:18:37Z Foto: Michael Chamberlain / © Adventist Record info@adventisten.ch 13. Januar 2017 Foto: Michael Chamberlain / © Adventist Record


Australien: Opfer eines spektakulären Justizirrtums gestorben

Wie die australische Kirchenzeitschrift Adventist Record (AR) berichtete, verstarb Dr. Michael Chamberlain (72) am 9. Januar an den Folgen einer Leukämieerkrankung in New South Wales/Australien. Chamberlain und seine Frau wurden vor über 35 Jahren in unfreiwilliger Weise zu Hauptfiguren eines spektakulären Kriminalfalls, dessen Urteil erst Jahre später widerrufen wurde.

„Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Australien betrauert den Verlust von Dr. Chamberlain, einem ehemaligen Pastor der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, dessen Leben mit dem seiner Familie vor vielen Jahren auf tragische Weise verändert wurde“, so Pastor Jorge Munoz, Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Australien. „Sein Kampf für Gerechtigkeit wird für uns alle hier im Land eine Lehre bleiben.“

Dingo verschleppte Kind
1980 arbeitete Michael Chamberlain als Pastor der protestantischen Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Queensland/Australien, wo er mit seiner damaligen Frau Lindy, seinen drei Kindern Aiden, Reagan und der 9-Wochen alten Azaria lebte. Während eines Campingtrips im Nördlichen Territorium, am Uluru (Ayers Rock), war das Baby eines Abends nicht mehr im Zelt und blieb unauffindbar. Der Fall sorgte für Aufsehen in der ganzen Welt. Es tauchte auch das bizarre Gerücht auf, die Chamberlains gehörten einem Kult an, der Kinderopfer verlange.

Die Chamberlains bestanden darauf, dass ein Dingo, ein Wildhund, das Baby verschleppt habe. Vor Gericht wurde Lindy Chamberlain dennoch schuldig gsprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt, während Michael Chamberlain eine Bewährungsstrafe erhielt. Erst Jahre später wurde der Fall durch die Hartnäckigkeit der Chamberlains und deren Unterstützer neu aufgerollt und das Urteil aufgehoben. Das Ringen mit den Gerichten kam erst 2012 zum Abschluss, als im australischen Darwin auch amtlich bestätigt wurde, dass ein Dingo die kleine Azaria Chamberlain verschleppt und getötet habe. Das Drama um das Verschwinden des Kindes wurde 1988 mit Meryl Streep verfilmt. Der Spielfilm „Ein Schrei in der Dunkelheit“ (A Cry in the Dark) kam im Mai 1989 auch in die Kinos in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Zur Person
Michel Chamberlain verliess 1984 den pastoralen Dienst. 1991 wurde er von seiner Frau geschieden. Chamberlain heiratete 1994 erneut, promovierte 2002 in Pädagogik an der australischen Universität von Newcastle und kandidierte ein Jahr später für das Parlament. Er schrieb mehrere Bücher, arbeitete als Lehrer und war Präsident der Coorangbong Business and Community Alliance.

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Wie die australische Kirchenzeitschrift Adventist Record (AR) berichtete, verstarb Dr. Michael Chamberlain (72) am 9. Januar an den Folgen einer Leukämieerkrankung in New South Wales/Australien. Chamberlain und seine Frau wurden vor über 35 Jahren in unfreiwilliger Weise zu Hauptfiguren eines spektakulären Kriminalfalls, dessen Urteil erst Jahre später widerrufen wurde. „Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Australien betrauert den Verlust von Dr. Chamberlain, einem ehemaligen... 2017-01-13T12:05:05Z