Aussenbeziehungen & Religionsfreiheit

Zwischenkirchliches

Grosse Verwandtschaft


Wer zu einer grossen Familie gehört, hat auch viele Verwandte. Sie gehören zu uns und wir zu ihnen. Eine Familie verbinden gemeinsame Vorfahren, gleiche Erlebnisse und denkwürdige Begegnungen: Fest- und Feiertage, Jubiläen und anderes mehr.

Nicht nur "eitel" Freude


Unter Christen ist es im Grunde genommen nicht viel anders. Man kann die Christenheit mit einer grossen „Sippe“ vergleichen, in der es mehrere „Familien“ gibt, deren Verhältnis zueinander nicht immer harmonisch und konfliktfrei ist. Je näher man zueinander steht, desto freundschaftlicher kann die Beziehung verlaufen – umso grösser können aber auch die Spannungen werden, wie dies auch unter leiblichen Geschwistern der Fall ist.

Ein Blick in die lange Geschichte und auf die aktuelle Lage der Christenheit bestätigt dies. Die Folgen des Schismas von 1054 - der Kirchenspaltung in die lateinische (Westkirche) und die griechische Kirche (Ostkirche) - sowie der Trennung im 16. Jahrhundert bei der Reformation, sind bis heute nicht überwunden. Zwar sind sich die orthodoxen, katholischen und reformatorischen Traditionen nähergekommen – ein gemeinsames Abendmahl feiern sie jedoch immer noch nicht. Trotz des mit grossen Erwartungen verknüpften ökumenischen Aufbruchs der letzten Jahrzehnte sind eine Reihe unübersehbarer – möglicherweise unüberwindlicher – Hindernisse geblieben. Manche fürchten sogar eine ökumenische Eiszeit, die das bisher Erreichte wieder gefährden könnte.

„... damit sie alle eins seien“


Siebenten-Tags-Adventisten sind aufmerksame Beobachter dieser Entwicklungen. Mit allen Christen sehnen sie sich danach, die „Einheit in Wahrheit“ zu verwirklichen, von der Jesus sprach (Johannes 17). Deshalb laden sie beispielsweise gläubige Christen – unabhängig von ihrer Konfessionszugehörigkeit – zur Teilnahme am Abendmahl ein. Sie fördern die weltweite Verbreitung der Bibel und beteiligen sich vereinzelt am Weltgebetstag der Frauen. Darüber hinaus führen sie bilaterale Gespräche mit anderen Kirchen und pflegen Kontakte zu ökumenischen Gremien.

Gleichzeitig beobachten Adventisten mit einiger Sorge, dass das ökumenische Miteinander in versöhnter Verschiedenheit auch ein Nebeneinander widersprüchlicher und dem biblischen Zeugnis teilweise widersprechender Auffassungen zur Folge hat. So sehr sie die Traditionen anderer Kirchen – und Religionen – respektieren, gleichwohl wissen sie sich gebunden an die Lehren der Heiligen Schrift. Ihre ökumenische Vision finden sie in der Weisung, die Jesus seinen Jüngern gab: „Geht zu allen Völkern und macht sie zu Jüngern. Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alle Gebote zu halten, die ich euch gegeben habe.“ (Matthäus 28,19.20 NL)

Zum Verhältnis der Adventisten zu anderen Kirchen hat die Weltkirchenleitung bereits 1926 festgehalten:

"Wir anerkennen jede Organisation, die Christus vor den Menschen erhöht, als Bestandteil des göttlichen Plans zur Evangelisierung der Welt. Wir haben höchste Achtung vor den christlichen Männern und Frauen in anderen Gemeinschaften, die sich darum bemühen, Menschen für Christus zu gewinnen." (Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Adventisten, Arbeitsrichtlinien, 1985, 0 75.)

Die Mitbegründerin der Kirche, Ellen G. White äusserte sich folgendermassen zum Verhältnis zu anderen Kirchen:

"Gott hat Juwelen in allen Kirchen, und es gebührt uns nicht, umfassende und scharfe Anklagen gegen die angeblich religiöse Welt zu richten. Vielmehr sollen wir in Demut und Liebe allen die Wahrheit darstellen, wie sie in Jesus zu finden ist ... Unser Werk ist das einer Reform, eine prophetische Erfüllung, unter Gottes Führung, um ein besonderes Werk zu tun, das keine andere Kirche in der Welt hat ... Wir sollen keine unnötigen Barrieren zwischen uns und anderen Kirchen errichten." (E. G. White, "Review & Herald", 17. Januar 1893)

In der Erklärung "Siebenten-Tags-Adventisten und die Bemühungen um die Einheit der Christen" (1991) der teilkontinentalen Kirchenleitung für West- und Südeuropa (Intereuropäische Division - ehemals Euro-Afrika Divison) wird zu den zwischenkirchlichen Beziehungen festgehalten:

"Wir sind deshalb zu gemeinsamem Dienst mit kirchlichen Organisationen überall dort bereit, wo dies unter Wahrung der eigenen konfessionellen Identität möglich ist. Dazu gehört die finanzielle Unterstützung von Bibelgesellschaften, Zusammenarbeit mit christlichen Radiostationen und Medienstellen, Mitarbeit in religiösen Organisationen für Entwicklungs- und Katastrophenhilfe, Flüchtlingsdienste, religiöse Freiheit, die Teilnahme an der Arbeit theologischer Kommissionen und die Gastmitgliedschaft in den Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen. Auf der lokalen Ebene sollen Prediger/Predigerinnen der Gemeinschaft der Siebenten–Tags-Adventisten Kontakte mit Pastoren/Pastorinnen anderer Kirchen und Glaubensgemeinschaften pflegen, um die verbindenden Glaubenselemente zum Tragen kommen zu lassen, ohne die trennenden Aspekte zu verschweigen. Die örtlichen Gemeinden sollen bestrebt sein, ein gutes Verhältnis zu anderen christlichen Gemeinden auf der Grundlage gegenseitiger Toleranz und aufrichtigen Respekts zu haben. Unser adventistisches Selbstverständnis muss dabei der Massstab für die Offenheit und Grenze der Zusammenarbeit bleiben.

Als Siebenten–Tags-Adventisten sehnen wir uns mit vielen anderen Christen danach, die Einheit der Gemeinde Jesu Christi in unserer Zeit sichtbar werden zu lassen. Gleichzeitig wissen wir, dass diese Einheit erst im Reich Gottes voll verwirklicht sein wird. Deshalb setzen wir unsere Hoffnung auf die Wiederkunft Jesu Christi und beten: "Dein Reich komme!" (Matthäus 6, 10) und: "Amen, ja komm, Herr Jesus!" (Offenbarung 22, 10).“

Siebenten-Tags-Adventisten und die Bemühungen um die Einheit der Christen, 1991

 

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Geschichte der zwischenkirchlichen Beziehungen


Die Frühgeschichte der Siebenten-Tags-Adventisten


Zu Begegnungen mit anderen Christen kam es seit der Gründung der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten (1863). Ellen G. White (1827-1915), eine Mitbegründerin der Freikirche, hielt in verschiedenen Methodistenkirchen der USA Vorträge, aber auch bei der interkonfessionellen Women's Christian Temperance Union (WCTU) in Battle Creek und auf Einladung der örtlichen Gesellschaft für Mässigkeit in Christiania, dem heutigen Oslo/Norwegen. Unter den 1.600 Zuhörern befanden sich auch ein Bischof der lutherischen Staatskirche und zahlreiche Geistliche.

Dennoch wurden die Siebenten-Tags-Adventisten von anderen Kirchen meist als Sekte angesehen, so dass andere Christen mehr vor den Adventisten warnten, als mit ihnen Gemeinschaft zu pflegen. Durch diese Ablehnung liessen sich andererseits die Adventisten in die Isolation drängen, was dazu führte, dass es auf beiden Seiten zu Missverständnissen und Fehlinterpretationen kam.

1870 haben die Delegierten der 8. Generalkonferenz-Jahresesitzung ihre Ofenheit gegenüber anderen Christen folgendermassen ausgedrückt:
“BESCHLOSSEN, um unseres geliebten Erlösers willen wollen wir geschwisterliche Empfindungen und freundschaftliche Beziehungen mit all jenen unterhalten, die den Namen Christi anrufen und speziell mit jenen, die gemeinsam mit uns an der unpopulären Lehre der baldigen Wiederkunft unseres Erlösers festhalten.”

Am 31. August 1879 begann in Basel der 7. Weltkongresses der Evangelischen Allianz, die 1845 gegründet worden war. Der erste adventistische Missionar, John Nevins Andrews, wohnte zu dieser Zeit in Basel und hoffte sehr, dieser ökumenischen Konferenz beiwohnen zu können, um Kontakte zu "bibelgläubigen Theologen herstellen zu können. Seine Krankheit hinderte ihn jedoch am Besuch dieser Versammlung.“

Andrews schrieb in einem Artikel in „Les Signes des Temps“, wie er über diese Bewegung dachte:

„Die Sitzungen der Evangelischen Allianz gingen am 7. September zu Ende. Das Hauptziel der Allianz ist, alle evangelischen Christen im Kampf gegen die Lehren der römischen Kirche und den Unglauben zu vereinigen. Sie versucht nicht, die verschiedenen Gemeinschaften in einer organisierten Kirche zusammenzuschliessen... Wir sympathisieren vom Herzen mit der Evangelischen Allianz in ihrem Bemühen, die protestantische Reformation des sechzehnten Jahrhunderts aufrechtzuerhalten. Wir bedauern nur, dass sie an den Irrtümern festhält, die von den Reformatoren unbeachtet blieben. Diese hervorragenden Männer taten einen grossen Schritt zum Guten hin, aber sie taten nicht alles, was hätte getan werden sollen.“

(Karl Waber, Streiflichter aus der Geschichte der Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz, S. 65, / „Les Signes des Temps“, Oktober 1879)

Weltmissionskonferenz 1910 in Edinburgh

Im Jahr 1910 trafen sich in Edinburgh 1.200 Delegierte nicht-katholischer und nicht-orthodoxer Missionsgesellschaften. Darunter befanden sich Ludwig Richard Conradi, Vizepräsident der Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Adventisten und Leiter der europäischen Adventisten, sowie William A. Spicer, Generalsekretär der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) und W. J. Fitsgerald, Präsident der britischen Adventisten.

Erklärung der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz), 1926


In der Folgezeit arbeiteten in Afrika  und andernorts adventistische und Missionare anderer Kirchen zusammen, insbesondere in Gebieten, die noch von keiner christlichen Mission erschlossen waren. Die ständigen Kontakte, die adventistische Missionare mit Missionaren anderer Kirchen in den Missionsländern hatten, veranlassten die Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten bereits 1926, eine Erklärung über die „Beziehungen zu anderen christlichen Kirchen und religiösen Organisationen“ zu veröffentlichen  Darin heisst es unter Punkt 1:

„Wir anerkennen jede Organisation, die Christus vor den Menschen erhöht, als Bestandteil des göttlichen Planes zur Evangelisierung der Welt. Wir haben höchste Achtung vor den christlichen Männern und Frauen in anderen Gemeinschaften, die sich darum bemühen, Menschen für Christus zu gewinnen.“

Stellungnahme der adventistischen Weltkirchenleitung von 1926 zu zwischenkirchlichen Beziehungen

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Zwischenkirchliche Beziehungen der Weltkirchenleitung


Kontakte der Weltkirchenleitung mit anderen Christen und kirchlichen Dachorganisationen:

Gespräche mit Evangelikalen in den USA (1954-1956)



Im Jahr 1954 wurde in den USA der Konfessionskundler Walter R. Martin von dem Herausgeber des religiösen Magazins Eternity beauftragt, ein Buch über die Siebenten-Tags-Adventisten zu schreiben. Um die Adventisten fair und sachlich darzustellen, wandte er sich an deren Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) mit damaligem Sitz in Washington D.C. und bat um Informationen aus erster Hand. Seine Veröffentlichungen im Jahr 1956 trugen wesentlich dazu bei, Vorurteile zu überwinden und sich offener zu begegnen. Die Adventisten publizierten anschliessend das Buch "SDAs answer questions on doctrine".

Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965)



Eine neue Phase der Beziehungen zwischen den Siebenten-Tags-Adventisten und anderen christlichen Kirchen begann mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Wie andere etablierte Kirchen waren auch die Siebenten-Tags-Adventisten eingeladen worden, Beobachter zu dem Konzil zu entsenden.

Ökumenischer Rat der Kirchen ÖRK


Der Ökumenischer Rat der Kirchen ÖRK ist eine weltweite Gemeinschaft von heute 349 Kirchen aus über 100 Ländern auf der Suche nach Einheit in gemeinsamem Zeugnis und christlichem Dienst.

Von 1965 bis 1972 führten die Siebenten-Tags-Adventisten regelmässig theologische Gespräche mit der Abteilung für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen. Deren Ergebnisse wurden 1973 vom ÖRK-Verlag unter dem Titel "So much in common" („So viel Gemeinsames“) veröffentlicht. Dabei wurden beträchtliche Übereinstimmungen zwischen der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten und dem Ökumenischen Rat der Kirchen in den Fragen „Gesetz und Gnade“, „Religionsfreiheit“ und „Proselytismus“ festgestellt. Die Vertreter des ÖRK kamen zu dem Ergebnis, dass es sich bei den Siebenten-Tags-Adventisten um eine Kirche „vom Typus der Freikirche“ handle.

Die Adventisten unterhalten zwar formelle Arbeitsbeziehungen, sind jedoch wie die römisch-katholische Kirche, die Heilsarmee und andere Kirchen kein Mitglied des ÖRK, sondern haben den Beobachter-/Beraterstatus.

Konferenz der Sekretäre der Christlichen Weltgemeinschaften CWC/CS


Die Konferenz der Sekretäre und Sekretärinnen der Christlichen Weltgemeinschaften (Conference of Secretaries of World Christian Communions CWC/CS) ist ein Gremium zur Pflege der Gemeinschaft und des Informations- und Erfahrungsaustausches. Seit 1997 sind sie aktiv an der Schaffung eines Globalen Christlichen Forums (GCF) engagiert.

Zu den rund 20 weltweiten christlichen Gemeinschaften zählen u.a. der Lutherische Weltbund, die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen, die Anglikanische Gemeinschaft, der Weltrat der methodistischen Kirchen und die Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Adventisten. Seit 1970 amtieren stets adventistische Vertreter als Leiter des Sekretariats und nehmen damit aktiv an den Konferenzen teil. Es gibt keine Mitgliedschaft.

Bilaterale Dialoge der adventistischen Weltkirchenleitung


•    Reformierter Ökumenischer Rat (1985 und 1987)
•    Lutherischer Weltbund (1994-1998)
•    Ökumenisches Patriarchat in Istanbul (1996)
•    Reformierter Weltbund, heute Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (2001)
•    Päpstlicher Rat für die Einheit der Christen (1999-2003)
•    Heilsarmee (2004, 2005, 2008)
•    Weltweite Evangelische Allianz (2006-2007)
•    Mennonitische Weltkonferenz (2011, 2012)

Dialogberichte

Zu den publizierten Dialogberichten

 

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Zwischenkirchliche Beziehungen international


Beziehungen zu nationalen Kirchen- bzw. Christenräten


In 27 Ländern, vorwiegend in Europa, unterhalten Adventisten 34 institutionalisierte zwischenkirchliche Beziehungen auf nationaler Ebene zu Kirchen- bzw. Christenräten:

  • Als Beobachter, Gäste oder assoziierte Mitglieder sind Adventisten in 19 Gremien vertreten
  • Als Mitglieder sind Adventisten in 15 Gremien vertreten

Beziehungen zu Freikirchenverbänden und der Evangelischen Allianz

  • Die Adventisten sind in Verbünden von Freikirchen Mitglied in: Schweden,  Norwegen
  • Mitgliedschaft der Adventisten in der Evangelischen Allianz:  Russland (REA),  Spanien (FEREDE)

(Quelle: „A Handbook of Churches and Councils, Hrsg. World Council of Churches, 2006 und Recherche)

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Zwischenkirchliche Beziehungen national


Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz AGCK.CH


Auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz AGCK.CH haben die Siebenten-Tags-Adventisten einen Antrag zur Aufnahme als Kirche im Gaststatus gestellt. Die Aufnahme erfolgte am 26. April 2012.
Mitgliedskirchen der AGCK.CH und der Kirchen im Gaststatus: Verzeichnis
Adventisten auf der AGCK.CH-Webseite: Selbstdarstellung

Bibelgesellschaft


Seit 1994 sind die Adventisten Mitglied der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB). Seit dem 24.05.2013 ist ein Pastor der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten Präsident der Schweizerischen Bibelgesellschaft.

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Zwischenkirchliche Beziehungen kantonal und lokal

 

Beziehungen zu kantonale Arbeitsgemeinschaften AGCK


Adventisten haben in kantonalen Arbeitsgemeinschaften christlicher Kirchen AGCK den Gaststatus, Beobachterstatus oder sind Mitglied:

  • Seit 1973 Beobachterstatus in der AGCK im Kanton Basel-Stadt und seit 1992 im Kanton Basel-Landschaft. 2015 Zusammenschluss beider Arbeitsgemeinschaften. Die Adventisten wurden 2015 Mitglied in der AGCK beider Basel.
  • Seit 1981 Gaststatus in der AGCK im Kanton Zürich
  • Von 1985 bis November 2016 (Auflösung) im Beobachterstatus in der ACKA im Aargau
  • Seit 1994 Gaststatus in der AGCK im Kanton Schaffhausen
  • Seit 2003 Mitglied (Gründungsmitglied) der Communauté des Eglises Chrétiennes dans le Canton de Vaud (CECCV)
  • Seit 2011 Gaststatus in der AGCK des Kantons Tessin
  • Seit 2013 Mitglied im Rassemblement des Eglises et Communautés Chrétiennes de Genève (RECG)

Ökumenische Gastfreundschaft


In folgenden Städten feiern Adventisten ihren Gottesdienst am Samstag in Kirchen anderer Denominationen:

  • Basel: Evang. ref. Kirchgemeindehaus Stephanus
  • Hunzenschwil: Evangelisch-methodistische Kirche (3x3)
  • Langnau i.E., Solothurn: je bei der Heilsarmee
  • Zürich: Angolanische Gemeinde bei evang. ref. Kirche Unterstrass

Adventisten teilen ihr Gotteshaus mit anderen Kirchen:

  • Basel: Mit der Anglikanischen Kirche (ACB)
  • Winterthur: Mit der afrikanischen Freikirche: Assemblée crétienne de Winterthur (ACW)
  • Zürich: Ab Herbst 2017 feiert die Heilsarmee Zürich Zentral ihre Gottesdienste an der Cramerstrasse 11
  • Zürich: Seit 2010 gibt die Citykirche im Kreis 4 der christlichen Gassenarbeit des „Chrischtehüsli“, des Vereins INKLUSIV, Gastrecht und stellt die Räumlichkeiten für Mittagstisch, Computer- und Sprachkurse sowie für eine Kinderkrippe zur Verfügung.

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Beziehungen der Adventisten zu anderen Kirchen und Organisationen


Schweizerische Bibelgesellschaft
(SB) Die Adventisten sind seit 1994 Mitglied der Schweizerischen Bibelgesellschaft. Die Schweizerische Bibelgesellschaft unterstützt und fördert die Übersetzung, Herstellung und Verbreitung von Bibeln, Bibelteilen und biblischer Literatur im In- und Ausland. SB-Mitglieder sind Landeskirchen, christliche Werke und Gemeinschaften.

Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK.CH) Die Adventisten haben auf eigenen Wunsch seit 2012 den Gaststatus in der Arbeitsgemeinschaft. Die AGCK (*1971) ist die einzige national tätige ökumenische Plattform in der Schweiz. Es sind zehn Kirchen Mitglieder und zwei Kirchen im Gaststatus. Selbstdarstellung der Siebenten-Tags-Adventisten auf der AGCK.CH-Webseite.

Arbeitsgemeinschaft Religionsfreiheit (AGR)
Die Abteilung für Aussenbezieungen & Religionsfreiheit hat seit 2014 in der Arbeitsgemeinschaft Religionsfreiheit (AGR) der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) den Gaststatus. In der AGR arbeiten acht christliche Hilfswerke zusammen. Sie setzen sich auf verschiedensten Ebenen für die Rechte verfolgter Christen ein, vor allem im Ausland, aber auch in der Schweiz: Informationsarbeit, Ausstellungen, Protestschreiben, Kundgebungen, Mahnwachen und Lobbying bei Parlamentariern und Regierungen. Die AGR arbeitet mit der Beratungsstelle für Integrations- und Religionsfragen (BIR) zusammen.

NGO-Plattform Menschenrechte
Die Adventisten sind seit 2012 Mitglied der NGO-Plattform Menschenrechte. Sie ist ein Zusammenschluss von mehr als 80 schweizerischen Nichtregierungsorganisationen, die sich im In- und Ausland zur Einhaltung der Menschenrechte einsetzen. Schwerpunkt der Adventisten ist der Einsatz für die Religionsfreiheit.

Verein Dialog EMRK (Europäische Menschenrechtskonvention)
Die Adventisten sind seit 2013 Mitglied des Vereins Dialog EMRK weil der Einsatz für das Menschenrecht der Religionsfreiheit auch den generellen Schutz der Menschenrechte umfasst. Dieser Verein setzt sich auf gesellschaftlicher und politischer Ebene für die Erhaltung und die Umsetzung der in der Schweizer Bundesverfassung verankerten Grundrechte ein und fördert das Verständnis bezüglich der Bedeutung der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) für die Schweiz, für Europa und für den internationalen Menschenrechtsschutz.

Ausführliche Informationen über zwischenkirchliche Beziehungen der Adventisten von kantonaler bis globaler Ebene:

Zwischenkirchliches

Interreligiöse und zwischenkirchliche Beziehungen verstehen

© Cover: DSV

Broschüre der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz), 2016

  • "Interreligiöse und zwischenkirchliche Beziehungen verstehen"
    Deutsche Version PDF (26 Seiten)
  • "Understanding Interfaith and Interreligious Relations"
    Englische Version PDF

Informationen und Dokumente der Adventisten zu zwischenkirchlichen Beziehungen

  • Zwischenkirchliche Gespräche der Adventisten mit anderen Kirchen und Kirchenbünden.
    Link zu den vorhandenen Dialogberichten
  • „Richtlinien der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten für Beziehungen mit anderen christlichen Kirchen und religiösen Organisationen", 1926 & 1990. PDF
  • Siebenten-Tags-Adventisten und die Bemühungen um die Einheit der Christen, 1992, PDF
  • Charta Oecumenica, 2001, PDF
  • Stellungnahme der Adventisten zur Charta Oecumenica, 2003
    - Intereuropäische Division EUD - Aussenstelle der Weltkirchenleitung, PDF
    - Freikirchenleitung in Deutschland, PDF

Lehrmässige Übereinstimmungen der Adventisten mit:

  • Allen Christen, - die drei altkirchlichen Bekenntnissen (Apostolikum [2. Jh.]; Nicäno-Konstantinopolitanum [325/381]; Athanasianum [7./8. Jh.]): Trinität (Dreieinigkeit); Inspiration der Heiligen Schrift; Jungfräuliche Geburt Jesu Christi; Ewiges Leben.
  • Kirchen der Reformation: Sola gratia» - Allein durch Gnade erlöst /  «Sola fide» - Allein durch Glauben erlöst /  «Sola scriptura» - Allein die Schrift als Glaubensbasis /  «Solus Christus» - Allein durch Christus erlöst /  «Sacerdotium omnium» - «Allgemeines Priestertum» bzw. persönliche Verantwortung des Gläubigen vor Gott.
  • Reformierten Kirchen: Ernst des praktischen Christentums; Fleiss und Nächstenliebe; Abendmahlsverständnis.
  • Baptisten: Biblische Glaubenstaufe - Erwachsenentaufe
  • Methodisten: Betonung des subjektiven Heilserlebnisses und der Heilsgewissheit. Adventisten haben kein wesleyanisches, sondern ein lutherisches Heiligungsverständnis: Keine Zunahme an Heiligkeit, sondern zugesprochene Heiligkeit.
  • Pietistische Gemeinschaften: Vertiefung des Glaubenslebens durch Bibellesen und Gebet.
  • Heilsarmee: Verzicht auf Alkohol, Tabak, Drogen und andere schädliche Gewohnheiten. Engagement für Suchtkranke und sozial Schwache.
  • Quäker: Opferbereitschaft für Notleidende
  • Mennoniten: Verzicht auf Gewaltanwendung und bewaffneten Wehrdienst
  • Brüdergemeinde: Liebe zur missionarischen Tätigkeit
  • Siebenten-Tags-Baptisten (gegründet 1671): Sabbat (Samstag) als biblischer Ruhetag

Stellungnahmen der Weltkirchenleitung zu zwischenkirchlichen Beziehungen


Stellungnahmen der adventistischen Weltkirchenleitung zu Themen bezüglich Aussenbeziehungen und zwischenkirchlichen Beziehungen (auf Englisch).

Church Statements

 

Artikel zu zwischenkirchlichen Kontakten auf Englisch

  • „Understanding Interfaith and Interchurch Relations“, Broschüre der adventistischen Weltkirchenleitung, Ganoune Diop, 2016, PDF
    (Über Nutzen und Herausforderungen zwischenkirchlicher Kontakte und Aussenbeziehungen)
    Inhalt: Interview: Why Does the Church Have a Presence in the Public Realm? / Truth and Counterfeits: Ecumenism in the Context of the Great Controversy / A Case for Interfaith and Interchurch Relations: Holding High the Banner of Truth / Relations of the Adventist Church with the Conference of Secretaries of Christian World Communions / Remembering the Upcoming Reformation and Restoration of All Things: The Gospel Undomesticated—Power that Nothing Can Stifle). PDF zum Download:

  • „Why Adventists Participate in UN and Ecumenical Meetings“, PDF
    (Warum Adventisten an ökumenischen Tagungen sowie an jenen der UNO teilnehmen)
    Artikel im Adventist Review von Ganoune Diop, Abteilungsleiter der Weltkirchenleitung für Aussenbeziehungen und Religionsfreiheit (PARL)

  • „Adventists and Ecumenical Conversation“, PDF
    (Adventisten und ökumenische Gespräche)
    Angel Manuel Rodríguez, Biblical Research Institute BRI, führt Nutzen bzw. Vorteile von zwischenkirchlichen Beziehungen auf.

  • „Seventh-day Adventists and other Churches“, PDF
    (Siebenten-Tags-Adventisten und andere Kirchen)
    Artikel von William G. Johnsson, ehemaliger Redaktor des Adventist Review (AR)

Artikel des Biblischen Forschungs-Instituts (BRI) zur Ökumene


Englische Artikel zur Ökumene vom Biblischen Forschungs-Instituts (Biblical Research Institut BRI) der adventistischen Weltkirchenleitung: BRI-Webseite

  • Seventh-day Adventists and the Ecumenical Movement
    Exposition on the Adventist position with respect to Ecumenical movements. Author: Bert B. Beach PDF
  • Ecumenism and the Adventist Church
    An historical overview of ecumenism followed by some reflections on how should SDAs be involved in inter-church relations. It stresses the fact that although Seventh-day Adventist Church have refused to become a member of the World Council of Churches, Adventists are not opposed to Jesus’ prayer for unity. As referred to by Jesus, unity must be based on the truth. Author: John Graz PDF
  • Adventists and Ecumenical Conversation
    A study of the nature of ecumenism, the distinction between ecumenical dialogues and conversations with other Christians, and the potential risks and benefits present in conversations with other Christians. Author: Ángel Manuel Rodríguez PDF
  • Is the General Conference Involved in Ecumenism? Author: John Graz PDF