Andachten

Andacht

Andacht 16.10.2020

16. Oktober 2020 | Marli Weigt

Andacht 16.10.2020

Bildnachweis: ig3l / photocase.de

Herr, du bist unsre Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden, und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. - Psalm 90,1–2 / Manchmal fehlen mir zum Beten die richtigen Worte. Besonders dann, wenn ich Gott loben möchte. Da helfen mir Liedertexte und Bibelworte wie diese aus den Psalmen. Sie drücken das aus, was ich glaube; und wenn ich tiefer über sie nachdenke, erweitert sich mein Gottesbild.Wer ist der Gott, zu dem ich als Christin bete? Seit meiner Jugendzeit fällt mir oft zu Beginn meines Gebets eine Liedzeile ein: „Ich suche dich, o Unerforschlicher!“ Ja, ich versuche, einen inneren Zugang zu Gott zu finden, der so unerforschlich, erhaben und unendlich ist. Er hat das Weltall geschaffen. Er sorgt dafür, dass wir noch immer die Uhren nach dem Lauf der Gestirne stellen können; dass, trotz Umweltschäden, die Jahreszeiten noch deutlich zu erkennen sind und der Kreislauf des Wassers in der Natur noch funktioniert. Auch der menschliche Körper hat, obwohl von Krankheiten geschädigt, noch immer staunenswerte Heilungsfähigkeiten. Das alles ist nicht selbstverständlich.Paulus schreibt in seinem Brief an Timotheus, dass Gott in einem Licht wohnt, zu dem kein Mensch kommen kann (vgl. 1 Tim 6,16). Aber ist er deshalb auch weit weg? Und interessiert er sich wirklich für meine Anliegen? Dazu gibt uns die Bibel eine klare Antwort. Jesus selbst lädt uns mit dem Vaterunser ein, zu seinem Vater „unser Vater“ zu sagen. Und er selbst sichert uns zu: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Mt 11,28) Er gibt uns sogar einen ganz praktischen Rat, wie wir das Beten angehen können: „Geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu [also sei ungestört] und bete zu deinem [himmlischen] Vater, der im Verborgenen ist.“ (Mt 6,6)In der Bibel finden wir ganz viel Zuspruch, dass wir uns mit allem, was uns bewegt oder bedrückt, an Gott wenden können. Er hört uns und ist uns ganz nah. (vgl. Ps 145,18) Der Prophet Jesaja fordert uns auf: „Suchet den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, solange er nahe ist.“ (Jes 55,6)Jesus ist auferstanden und wieder im Himmel. Doch nach wie vor darf sich jeder an ihn wenden, zu jeder Zeit und wo immer er ist.

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