Andachten

Andacht

Andacht 17.09.2020

17. September 2020 | Harald Weigt

Andacht 17.09.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Unbestechlich verhilft er den Armen zu ihrem Recht und setzt sich für die Rechtlosen im Land ein … Gerechtigkeit und Treue werden sein ganzes Handeln bestimmen ... Dann werden Wolf und Lamm friedlich beieinanderwohnen. - Jesaja 11,4–6 / Christen sind in ihrem Denken, Planen, Streben und Hoffen oft nicht von dieser Welt, aber sie leben körperlich noch mittendrin (Joh 17,14–16). Sie erleben es selbst oder sie hören und sehen genau das Gegenteil von der Verheißung des Jesaja.Die Bestechlichkeit – wir sprechen heute von Korruption – ist so verbreitet, dass das gesamte Wirtschaftsgefüge einiger Staaten lahmgelegt ist. Das Recht derer, die keine Bestechungsgelder zahlen können, ist nicht durchsetzbar. Selbst wenn wir in unserem Land noch von Recht und Ordnung sprechen können, belastet uns doch das Miterleben (in den Medien) der Folgen von Geldgier, Machtstreben und Ungerechtigkeit: Flüchtlingselend, verhungernde Kinder und unsagbares von Menschen verursachtes Leid. Und als Kontrastprogramm die Perversion bei den Mächtigen und Superreichen, die ihren Reichtum in sattem Übermut zur Schau stellen.Gott hält seelische und körperliche Schmerzen nicht von seinen Kindern fern. Sie leben in einer Welt, die von Satan, dem Gegenspieler Gottes, beeinflusst wird, und so müssen sie auch mit den Folgen einer in jeder Hinsicht vergifteten und ungesunden Umwelt leben. Erst für die neue Welt hat Gott seinen Kindern verheißen, dass Liebe und Gerechtigkeit herrschen werden, dass keine Tränen, kein Leid, keine Schmerzen und keine Krankheit mehr sein werden (Offb 21,3–7), sondern nur noch Freude.Wer jetzt schon paradiesische Zustände für sein Leben in Anspruch nehmen will und meint, Gott müsse ihn auch schon jetzt Gerechtigkeit finden lassen, gesund machen und vieles mehr, wird auf dieser Welt enttäuscht werden.Doch Gott ermutigt uns, stärkt unseren Glauben, belebt unsere Hoffnung und trägt uns durch schwere Zeiten. Auf seine Zusage aus 1. Korinther 10,13 ist Verlass: Er führt uns so, dass wir es ertragen können. Nur durch die Gewissheit seiner Gegenwart in meinem Leben habe ich Frieden und gewinne Kraft und Zuversicht. Ich möchte am Ende meines Lebens wie Paulus sagen können: „Ich habe Glauben gehalten.“ (2 Tim 4,7)

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