Andachten

Andacht

Andacht 16.09.2020

16. September 2020 | Jaimée M. Seis

Andacht 16.09.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Kommt denn und lasst uns miteinander rechten!, spricht der HERR. Wenn eure Sünden rot wie Karmesin sind, wie Schnee sollen sie weiß werden. Wenn sie rot sind wie Purpur, wie Wolle sollen sie werden. - Jesaja 1,18 / Mit Christa und Erika und ihren kleinen Hunden Nele und Meilo gehe ich nach einem Regentag spazieren. Außerhalb des Dorfes lassen sie ihre Hunde frei laufen und wir unterhalten uns angeregt. Allerdings haben wir immer wieder ein Auge auf den weißen Meilo. Er springt nämlich gerne in Pfützen. Ein Waldweg, an dem wir vorbeigehen, weist tiefe Spurrillen von Traktoren auf, die natürlich ebenso tief mit Wasser gefüllt sind – mit schlammigem Wasser. Und schneller als wir reagieren können, steht Meilo schon mittendrin.Erika ruft ihn augenblicklich zurück. Als sie auf ihn zueilt, muss er die Gelegenheit noch schnell auskosten und taucht Kopf voran tief in die graue Brühe. Wir schreien alle auf. Und der Pfütze entsteigt nun kein weißer Meilo, sondern ein dunkelgrauer! Wir müssen nun doch alle lachen. Erika wird ihn zu Hause baden müssen, um ihn wieder weiß zu bekommen. Aber auch wenn es sie Mühe kosten wird, ist es keine Frage, dass sie ihren Meilo trotzdem lieb hat.Das lässt mich an uns Menschen denken: Tun wir nicht manchmal Dinge, die uns oberflächlich betrachtet Freude machen, von denen wir aber wissen, dass sie unserem Körper, unserem Geist schaden? Schmutzig und schuldbeladen kommen wir daraus hervor und spüren unser Versagen. Bange fragen wir uns, ob wir noch immer angenommen sind von Gott. Liebt er uns auch jetzt noch oder haben wir seine Gnade endgültig verspielt?Jesus versuchte uns zu vermitteln, dass Gott uns dennoch liebt. Er möchte, dass wir nicht zögern, zu ihm zu kommen. Er wartet mit seiner Vergebung bereits auf uns. Wenn wir ihn von Herzen um Vergebung bitten und wir die Bereitschaft haben, aus unseren Fehlern zu lernen, werden wir auch offen dafür sein, seine Hilfe anzunehmen und uns innerlich von ihm „reinwaschen“ zu lassen. Wir sollen so weiß werden wie weiße Wolle, wir bekommen ein weißes Kleid. Denn Gott hat viel Mitgefühl und Vergebung für uns. Und er schlägt ein neues Kapitel auf, in dem wir wieder ganz neu mit ihm zusammen anfangen können.

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