Andachten

Andacht

Andacht 05.08.2020

05. August 2020 | Manfred Böttcher

Andacht 05.08.2020

Bildnachweis: froodmat / photocase.de

Herr, zu wem sonst sollten wir gehen? Deine Worte bringen das ewige Leben. Wir glauben und wissen, dass du der bist, in dem Gott uns begegnet. - Johannes 6,68–69 / Der russische Dichter und Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn wurde nach dem Fall des Eisernen Vorhangs gefragt, warum der Kommunismus so schnell zusammenbrechen konnte. Seine Antwort: „Weil der Marxismus auf die entscheidenden Fragen der Menschheit nach Leid, Schuld und Tod keine Antwort geben kann.“ Die Bibel greift gerade diese brennenden Fragen menschlicher Existenz auf. Sie spricht über Leben und Tod, Freud und Leid, Schuld und Sühne – Themen, mit denen sich Menschen seit eh und je auseinandersetzen und damit bis heute nicht fertig sind. Die Bibel vermittelt Einsichten, die heute ebenso Gültigkeit haben wie zu der Zeit, als sie niedergeschrieben wurden.Im Neuen Testament berichtet Johannes ausführlich von der Predigt, die Jesus in der Synagoge von Kapernaum gehalten hatte. Seinen Zuhörern hatte er gesagt, worauf es allein ankommt: „Ich bin das Brot, das Leben gibt.“ (s. Joh 6,35) Am Tag zuvor hätten sie Jesus am liebsten zum König gemacht. Er hatte mehr als fünftausend Menschen satt gemacht. Nun dachten sie, er wäre derjenige, der am besten für ihr Wohlergehen sorgen könnte. Als er ihnen jedoch sagte: „Ich selbst bin das Brot, das vom Himmel gekommen ist und euch das Leben gibt“ (Joh 6,51 Hfa), ging ihnen das zu weit. Jesu Wundertaten begeisterten sie, aber sich an ihn binden – das wollten sie nicht! Das gibt es auch heute noch. Ein bisschen Jesus zu Weihnachten oder Ostern, bei der kirchlichen Trauung oder Beerdigung, etwas christliche Dekoration fürs Leben – das reicht vielen aus. Man soll es nur nicht übertreiben.Jesus möchte jedoch mehr für uns sein. Als Gottes Sohn wurde er Mensch – um unseretwillen, damit wir Gott in ihm, in seinem Handeln und Sein erkennen. Er ermutigt uns, eine enge Beziehung zu ihm aufzunehmen und daran festzuhalten. Jesus, bei dir darf ich mich geben, wie ich bin.Ich muss nicht mehr als ehrlich sein vor dir.Ich muss nichts vor dir verbergen,der mich schon so lange kennt.Du siehst, was mich zu dir zieht und auch,was mich von dir noch trennt.Bei dir darf ich mich geben, wie ich bin.Manfred Siebald

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