Andachten

Andacht

Andacht 30.07.2020

30. Juli 2020 | Marli Weigt

Andacht 30.07.2020

Bildnachweis: boing / photocase.de

Da kamen vier Männer, die einen Gelähmten trugen. Weil sie wegen der vielen Menschen nicht bis zu Jesus kommen konnten, deckten sie über ihm das Dach ab. Durch diese Öffnung ließen sie den Gelähmten auf seiner Trage hinunter. - Markus 2,3–4 / Heute ist der Internationale Tag der Freundschaft. Betrachten wir die besonderen Freunde des heutigen Bibelverses: Sie wollten ihren Freund unbedingt zu Jesus zu bringen, weil sie wussten, dass nur er helfen konnte. Doch Jesus war umringt von vielen Menschen, das Haus war überfüllt. Mit großer Entschlossenheit suchten die Freunde einen Zugang zu Jesus. Sie scheuten keine Mühe, sondern deckten kurzerhand das Dach über Jesus ab und ließen ihren Freund durch diese Öffnung hinab. Der Weg, den sie beschritten, ist unglaublich. Wohl dem Menschen, der solche Freunde hat.Gerade in schwerer Zeit erweist sich, wie tragfähig Beziehungen sind. Ich selbst erlebe gerade dankbar die Hilfe lieber Freunde. Sie geben mir ein Gefühl der Sicherheit. Ich muss mich nicht allein abmühen. Ich darf anrufen und mich frei fühlen, sie um Hilfe zu bitten, wenn es nötig ist. Das tut so gut! Genauso möchte ich aber auch den anderen zur Seite stehen. Es ist schön, mit Freunden Gedankenaustausch zu haben, gemeinsam zu essen oder etwas zu unternehmen. Aber jemandem in der Not beizustehen, ist eine noch viel tiefere Verbindung. Vor allem, wenn Freunde von sich aus spüren oder sehen, wo Hilfe oder Beistand nötig ist. Die Freunde des Gelähmten wollten ihn so nah wie möglich zu Jesus bringen. Von ihm erwarteten sie Heilung. Was dann geschah, übertraf ihre Erwartungen, denn Jesus heilte nicht nur die körperlichen, sondern auch die seelischen Verletzungen des Mannes.Freunde zu Jesus zu bringen, für sie oder mit ihnen zu beten, sie bekannt zu machen mit seinen Zusagen, Verheißungen und Plänen für unser Leben im Hier und Jetzt, aber auch darüber hinaus – das ist der wertvollste Freundschaftsdienst.In einer christlichen Gemeinde können solche Freundschaften entstehen. Dort, wo Jesus im Zentrum ist und die gläubigen Menschen ihm so nah wie möglich kommen möchten, kommen sie sich auch gegenseitig näher.

Zurück