Andachten

Andacht

Andacht 28.12.2019

28. Dezember 2019 | Günter Schlicke

Andacht 28.12.2019

Bildnachweis: BeneA / photocase.de

Als aber die von Gott festgesetzte Zeit kam, sandte er seinen Sohn zu uns. - Galater 4,4 / Die Vorgänge in der Natur erfolgen innerhalb festgesetzter Zeiten oder Rhythmen. Tag und Nacht ergeben sich aus einer Drehung der Erde um die eigene Achse, die Gravitation des Mondes regelt Ebbe und Flut und auf den Frühling folgen Sommer, Herbst und Winter.Genau so sind in der Weltgeschichte Zeiten von Gott festgesetzt. Von einer solchen sprach Paulus in unserem Andachtswort. Der Prophet Daniel hatte dieses Ereignis schon angekündigt (Kap. 9,24–27) und mit der Geburt Jesu in Bethlehem vor rund zweitausend Jahren war seine Zeit gekommen. Mit diesem einmaligen und unwiederholbaren Ereignis trat Gottes Plan der Erlösung in eine neue Phase. Er kam selbst in Gestalt des Menschen Jesus in unsere Welt, die dadurch grundlegend verändert wurde. Eine neue Zeitrechnung begann, das Christentum entwickelte sich und noch heute werden die Kultur und moralische Werte in Teilen der Welt davon bestimmt.Auch in unserem Leben gibt es festgesetzte Zeiten, die einmalig und unwiederholbar sind. Sie beginnen mit der Geburt, die wir selbst nicht beeinflussen können. Doch je älter wir werden, umso stärker werden uns solche Zeiten bewusst und stellen oft starke Einschnitte für die Betroffenen dar.Während der Eintritt in den Kindergarten noch freiwillig ist, wird der Schulbeginn behördlich festgelegt. Damit verändert sich der Tagesrhythmus der Familie grundlegend. Später wird entschieden, ob die Haupt-/Mittelschule, die Realschule oder das Gymnasium besucht wird. Dann ist zu klären, welche Ausbildung gewählt wird oder ob ein Studium bessere Chancen bietet. Und mit achtzehn Jahren sind wir volljährig und für unser Leben selbst verantwortlich. Vergessen wir dann zum Beispiel, eine Rechnung termingerecht zu bezahlen, kommen Verzugszinsen dazu; bei der Steuererklärung oder einem Kredit sollten wir die Termine nicht verpassen.Auch Gott hat einen Termin festgesetzt, an dem er die Geschichte dieser Welt beendet (Apg 17,31). Wir wissen nicht, wann das sein wird. Deshalb ist die tägliche Gemeinschaft mit Jesus wichtig. Dann gibt es am Tag seiner Wiederkunft kein böses Erwachen, weil wir uns darauf vorbereitet haben. Ich freue mich schon auf diesen Tag. Du auch?

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