Andachten

Andacht

Andacht 09.10.2019

09. Oktober 2019 | Sylvain Romain

Andacht 09.10.2019

Bildnachweis: nild / photocase.de

Denn Gott war in Christus und versöhnte so die Welt mit sich selbst und rechnete den Menschen ihre Sünden nicht mehr an. Das ist die herrliche Botschaft der Versöhnung, die er uns anvertraut hat, damit wir sie anderen verkünden. - 2. Korinther 5,19 / Wie fast jeden Morgen begegnen sich zwei Nachbarn im Lift. Die Begrüßung ist knapp, aber korrekt. Dabei schauen beide nach unten, bis Herr Schulz eines Tages seinen Mut zusammennimmt: „Herr Schmidt, warum machen Sie immer Krach nach zweiundzwanzig Uhr?“ – „Gut, dass Sie mich ansprechen“, antwortet Herr Schulz. „Ich dachte, Sie machen den Lärm!“Beide lachen herzlich und werden gute Freunde, denn sie wissen, dass der Störenfried wohl der Herr Müller sein muss, der nebenan wohnt.Wenn die Bibel vom „Versöhnungstag“ spricht (3 Mo 16), erwähnt sie den „Sündenbock“ (V. 10 NLB), der in die Wüste gejagt wurde – womit neben der Frage der Schuld auch die der Ursache geklärt war.Die Kapitel davor lehren uns, dass der Israelit für manches büßen musste, wofür er nichts konnte: eine Unreinheit aufgrund natürlicher Vorgänge, Schimmel in einem Gebäude und vieles mehr. Damit wurde deutlich, dass Sünde ungerecht ist: Schließlich können wir nichts dafür, dass Adam und Eva die Frucht gegessen haben. Wir sind Opfer der satanischen Rebellion, und der Sündenbock ist der Feind, der bald für tausend Jahre in die Wüste geschickt und dann vernichtet wird.Der „Verkläger unserer Brüder und Schwestern“ (Offb 12,10) gönnt uns die Ewigkeit mit Gott nicht. Und indem er Leid und Ungerechtigkeit unter den Menschen sowie falsche Theologien und Unruhe unter den Kindern Gottes sät, will er in uns Bitterkeit Gott gegenüber wecken und uns vor den himmlischen Bewohnern schlecht darstellen.Aber in Jesus Christus wendet Gott das Blatt. Er entlarvt den Teufel und sagt: „Der HERR schelte dich, du Satan!“ (Sach 3,2) Damit ist die Wurzel des Übels klar identifiziert und das Gegeneinander-Ausspielen ein für alle Mal beendet. Dies ermöglicht es uns, auf ewig mit Gott „ins Reine“ zu kommen.Auch wir als Botschafter der Versöhnung sollten die Aussprache suchen und dabei die Ursache von Missständen klären. Dann werden wir manchem Herrn Schmidt in die Augen schauen und dazu beitragen können, dass zwischenmenschliche Beziehungen besser werden.

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