Andachten

Andacht

Andacht 01.08.2019

01. August 2019 | Alexander Rappe

Andacht 01.08.2019

Bildnachweis: suschaa / photocase.de

Dieses Zeugnis ist wahr. Aus diesem Grund weise sie scharf zurecht, damit die gesund werden im Glauben. - Titus 1,13 / Kinder werden von ihren Eltern oft zum Spielen nach draußen geschickt. Das eine oder andere Kind hört das nicht gerne und trennt sich nur unwillig vom Fernseher oder Computer. Aber frische Luft ist gesund und so bestehen verantwortungsbewusste Eltern darauf, dass die Kinder auch mal rausgehen.Was für Menschen gesund ist, wissen wir sehr gut. Aber wann ist Glaube gesund – und wann ist er ungesund? Wann ist Glaube hilfreich und wann nicht?Paulus’ Antwort ist eindeutig: Gesund ist Glaube dann, wenn er Jesus Christus, die „heilsame Gnade Gottes“, in den Mittelpunkt stellt. Gleich zwei Hymnen im Brief an Titus beschreiben das Rettungshandeln Jesu, der sich „selbst für uns gegeben hat“ (Kap. 2,11–14; 3,4–8a). Darin ist Gott am größten: im Geben. Im Anbieten. Er bereitet uns alles, er ist ein (vor)bereitender Gott. Diese Perspektive auf Gottes Gegenwart ist gesund, es ist der Blick auch von Abraham, einem Glaubensvorbild: Gott hat Abraham freilich nicht nur in den Garten hinausgeschickt, sondern in ein fremdes, unbekanntes Land. Doch Abraham zog los.Viele Christen erkennen in Abrahams Reaktion auf Gottes Aufforderung in erster Linie Gehorsam. Aber das verdeckt die tieferliegende gesunde Perspektive: Denn Abraham sieht das große, weite Angebot seines bereitenden Gottes, der ihm verspricht, ihn zu einem großen Volk zu machen, ihn zu segnen und ihm einen großen Namen zu machen (1 Mo 12,2). Das ist aber gerade keine Last, keine Angst erzeugende Enge, die mit Kadavergehorsam überwunden werden müsste; es ist Weite und Großzügigkeit, es ist eine Einladung aus Liebe, die Abraham vertrauensvoll in Anspruch nimmt. Es ist ein Zutrauen. Und dieses Zutrauen bleibt nicht ohne Folge: „Und du sollst ein Segen sein.“ Auch diese Verheißung gilt Abraham – und ebenso uns: Gesunder Glaube ist segensreich auch für andere, denn im Glauben an und im Vertrauen auf einen großzügigen, liebenden Gott können wir unseren Mitmenschen nicht mit Herzensenge begegnen, sondern mit einer offenen, großzügigen und liebevollen Grundeinstellung. Im geschwisterlichen Zutrauen und im Vertrauen auf Gott, den Gebenden, können wir gesund sein.

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