Andachten

Andacht

Andacht 31.07.2019

31. Juli 2019 | Klaus Schulz

Andacht 31.07.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Deswegen müssen wir umso mehr auf das achten, was wir gehört haben, damit wir nicht etwa am Ziel vorbeigleiten. - Hebräer 2,1 / Hoch im Norden, an einem Strand in Norwegen, war mit dem Treibgut ein Baumstamm angeschwemmt worden. So wie er aussah, musste er schon lange im Wasser gelegen haben. Bei der Untersuchung des Stammes stellte sich heraus, dass er aus Südamerika stammte. Vielleicht aus dem brasilianischen Urwald, wo er in den Amazonas gefallen sein könnte. Zunächst wäre der Baumstamm vom Fluss, anschließend von den Strömungen des Ozeans fortgeschwemmt worden. Dieses leblose Stück Holz hatte selbst keinerlei Energie aufgewandt. Es war der Macht der Elemente unterworfen, die es umgaben, sodass es eine Strecke von mehr als 10.000 Kilometern zurückgelegt hatte. So endete sein Weg an jenem Strand in Norwegen.Auch abseits der Natur, im geistigen Bereich gibt es mächtige Strömungen, die viele Menschen mit sich reißen. Es ist ratsam, darauf zu achten, woher sie kommen und wohin sie führen, sodass sie einen nicht an seinem Ziel vorbeitreiben lassen.Auch in Ländern, die vom biblischen Glauben geprägt waren, haben sich längst viele andere Strömungen und Meinungen Geltung verschafft. Da stehen nicht mehr Gott und Jesus Christus im Mittelpunkt, auch nicht sein guter und gerechter Wille, sondern der Mensch mit seinen oft eigenwilligen Interessen und Vorlieben. Die biblischen Maßstäbe für Gut und Böse finden kaum noch Beachtung. Doch machen wir uns nichts vor, denn eins ist sicher: Gott bleibt Gott, und die Regeln für seine Geschöpfe ändert er nicht nach unserem Gutdünken. Da stehen wir vor der Frage: Wollen wir uns ganz von dem jeweiligen Zeitgeist treiben lassen, von unserem eigenen Willen und unseren Neigungen? Eigentlich müssten wir es doch merken, dass dies zu oft bloßes Mitschwimmen bedeutet, das keine dauerhafte Freude und auch keinen tiefen Frieden bringt.Wenn wir uns auf die alten, zeitlos gültigen Maßstäbe der Bibel besinnen, können wir ein Leben unter Gottes Segen und Schutz führen. Auch wenn wir keine perfekten Menschen werden und immer wieder Fehler machen, dürfen wir uns von Gott angenommen und geliebt wissen. Das ist dann ein Leben, auf dessen Einzelheiten wir nicht mit Bedauern und Reue zurückblicken müssen, sondern dessen Strömung uns direkt in die Arme von Jesus treibt.

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