Andachten

Andacht

Andacht 30.07.2019

30. Juli 2019 | Egon Schramm

Andacht 30.07.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Machet Bahn, machet Bahn! Bereitet den Weg, räumt die Anstöße aus dem Weg meines Volks! - Jesaja 57,14 / Im Fernsehen wurde die Gewalt des Wassers gezeigt, das an Nord- und Ostsee zu großen Überschwemmungen und Schäden sowie in den Mittelgebirgen und im Süden zu heftigen Schneestürmen geführt hatte. Umgestürzte Bäume blockierten Wege und Straßen. Auf Autobahnen kam es zu Unfällen. Telefone klingelten. Aufträge zur Räumung wurden erteilt. Viele Hilfskräfte waren im Einsatz, um die „Anstöße“ wegzuräumen.Auch die Gemeinde kennt Behinderungen des geistlichen Vorwärtskommens durch Unversöhnlichkeit, Klatsch, Unzucht, Lieblosigkeit, Verleumdung, aber auch Trägheit, Gleichgültigkeit, Eigenmächtigkeit sowie Verzagtheit und Verzweiflung. Nicht überall gleichermaßen ist es so, es sind oft nur einzelne „Streckenabschnitte“ betroffen. Da muss geistliche Seelsorge anrücken. Gott ruft nach selbstlosen Einsatzhelfern, die die Anstöße wegräumen, indem sie durch Gebet und den Ruf zur Umkehr tätig werden. Solcher Einsatz hat es in sich. Demütige und nah an Gott ausgerichtete Menschen werden gebraucht, die es aushalten, durch die Tiefe zu gehen. Es ist ja viel leichter, „die Flinte ins Korn zu werfen“. Der Prophet Jesaja sagte: „Machet Bahn, machet Bahn! Bereitet den Weg, räumt die Anstöße aus dem Weg meines Volks!“ Hier sind nicht nur Gemeindeausschüsse gefordert, sondern alle, die wollen, dass es wieder vorwärtsgeht.Demut, den Mut zum Dienen, können wir uns von Gott schenken lassen. Das fängt schon im Alltag an: Hebe ich Müll auf, wenn ich ihn sehe, oder denke ich, das wird schon irgendjemand machen? „Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu.“ (Lk 16,10) Fangen wir an, die kleinen Anstöße wahrzunehmen und zu beseitigen! Dann wird es uns auch gelingen, größere Aufgaben zu bewältigen. Am besten geht so etwas in Gemeinschaft. „Zwei haben es besser als einer allein, denn zusammen können sie mehr erreichen.“ (Pred 4,9 Hfa) Schließlich gilt es ja, dem kommenden Herrn den Weg zu bereiten.

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