Andachten

Andacht

Andacht 31.05.2019

31. Mai 2019 | Eberhard Schulze

Andacht 31.05.2019

Bildnachweis: misterQM / photocase.de

Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit, der deinen Mund fröhlich macht und du wieder jung wirst wie ein Adler. - Psalm 103,2–5 / Was haben wir nicht schon alles vergessen: wichtige Termine trotz Taschenkalender, Handy, Computer, Pinnwand oder Magnettafel; ein Buch oder etwas anderes zurückzugeben; Gegenstände in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Hausaufgaben. Und wenn einmal ein Kind an der Tankstelle oder auf dem Bahnhof vergessen wurde, steht es vielleicht sogar in der Zeitung. Vor einigen Jahren verbrachten zwei Taucher 20 Stunden im von Haien wimmelnden Wasser. Der Kapitän eines Bootes, der Taucher zu den Pfingstinseln vor der australischen Ostküste fuhr, hatte die beiden bei der Rückfahrt vergessen. Sie wurden von einem Hubschrauber aufgenommen und gerettet.Vergessen gehört zu unserem täglichen Leben wie andere wichtige Gewohnheiten. Und mancher hat vielleicht absichtlich etwas vergessen. Leider!David war sich voll bewusst, warum und wozu er die Worte des Andachtstextes schrieb. Er wusste aus eigener tiefer Erfahrung, wie schnell oder allmählich wir Gott vergessen können. Wir kennen die fortwährenden Anklagen gegen Gott, warum er so viel Leid zuließe. David stellte dieser Gesinnung seinen Lobpreis für Gott gegenüber. Damit ermutigt er uns, es ebenso zu tun.Ich möchte herausstellen, dass Gott uns alle unsere Sünden vergeben hat und sie uns immer noch vergibt. Er ist in der Lage, uns von allen unseren Gebrechen zu heilen, auch wenn er es nicht immer tut. Auch der Apostel Paulus wurde nicht von seinem „Pfahl im Fleisch“ geheilt (2 Kor 12,7– 10). Gottes Gnade und Barmherzigkeit sind groß und Gott zu loben macht fröhlich und innerlich stark.Mancher denkt vielleicht, er sei unwichtig für Gott oder Gott habe ihn vergessen. Aber Gott vergisst niemanden. „Kann auch eine Frau ihr Kindlein vergessen, dass sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie seiner vergäße, so will ich doch deiner nicht vergessen. Siehe, in die Hände habe ich dich gezeichnet.“ (Jes 49,1516) So sicher, wie Jesus seine Nägelmale trägt, so wichtig sind wir ihm und so sicher wird er uns nicht vergessen.

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