Andachten

Andacht

Andacht 29.05.2019

29. Mai 2019 | Johannes Weigmann

Andacht 29.05.2019

Bildnachweis: ig3l / photocase.de

Der HERR segne dich und behüte dich! Der HERR lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig! Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden! - 4. Mose 6,24–26 / In der letzten Zeit ging mir dieser Text sehr häufig durch den Kopf. Es ist der priesterliche Segen aus dem Alten Testament, der uns auch heute noch häufig begegnet. Aber was bedeutet dieser Segen für uns?Ich kann sagen, dass Gott mich und meine Familie in sehr großem Maße gesegnet hat. Wir sind gesund, haben unser Auskommen und wohnen in einem schönen Eigenheim. Ebenso sind wir dankbar, dass wir in Deutschland in einer stabilen Demokratie leben, in der Werte wie Freiheit und Frieden großgeschrieben werden. Wir können uns in Freiheit versammeln, das Evangelium verkünden und auch dem Nächsten die Liebe Gottes in Form von Hilfe erfahrbar machen und das, ohne dass wir irgendwelche Nachteile befürchten müssen. Das bedeutet für mich der Text aus 4. Mose. Der große Gott segnet uns vielfältig, er ist uns sehr gnädig und schenkt uns Frieden. Das finde ich großartig an unserem Gott, dass er möchte, dass es uns auch auf dieser Erde mit all ihren Unzulänglichkeiten gut geht. Gleichzeitig frage ich mich häufig, wie Gott es zulassen kann, dass es uns so gut geht, wo viele andere Menschen doch großes Leid erfahren.Jesus hat es schon angekündigt: „Denn dann wird große Bedrängnis sein, wie sie von Anfang der Welt bis jetzt nicht gewesen ist und auch nie sein wird.“ (Mt 24,21 EB) Das trifft leider auch heute auf Teile der Welt zu. Laut des Weltverfolgungsindex von Open Doors aus dem vergangenen Jahr leben in den 50 Ländern, die diese Rangliste anführen, etwa 650 Millionen Christen, von denen 200 Millionen Christen besonders verfolgt werden. Oder ich denke an die Menschen, die aus ihrem Land flüchten müssen, weil dort Krieg herrscht. Ich betreue solche Menschen aus Syrien, und es stehen teilweise erschütternde Schicksale dahinter. Solche Menschen bedürfen unserer Fürbitte im Gebet Tag für Tag. Sie benötigen eine große Portion Segen Gottes, den wir teilweise als seine Repräsentanten auf der Erde für diese Menschen bringen können. Freuen wir uns auf den Tag, an dem Jesus wiederkommt und allem Leid ein Ende setzt und es nur noch Friede und Freude gibt.

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