Andachten

Andacht

Andacht 22.05.2019

22. Mai 2019 | Holger Hentschke

Andacht 22.05.2019

Bildnachweis: cw-design / photocase.de

Damit ich die Juden für Christus gewinne, lebe ich wie ein Jude … Ich möchte mich allen gleichstellen, um auf jede erdenkliche Weise wenigstens einige Menschen zu retten. - 1. Korinther 9,20.22 / Ich spiele sehr gerne auf meinem Smartphone, am liebsten ein bestimmtes Strategiespiel. Ich stelle aber fest, dass ich in dem Spiel sehr oft immer am gleichen Punkt hängen bleibe. Ich komme einfach nicht weiter. Falsche Strategie. Es ist aber sehr schwer, die Strategie zu wechseln, dennoch weckt das meinen Ehrgeiz.Das Spiel bringt mich dazu, über meine missionarische Tätigkeit nachzudenken. Auch da komme ich manchmal nicht weiter. Ich will den Menschen etwas Gutes tun und ihnen eine tolle Botschaft bringen, aber ich komme über einen gewissen Punkt nicht hinaus. Ich bin sehr ehrgeizig und versuche beim Spiel auf dem Smartphone ständig neue Strategien, um als Sieger vom Platz zu gehen. Das sieht bei der Missionsarbeit etwas anders aus. Da hinkt der Vergleich.Dennoch gibt es gewisse Parallelen. Wir erreichen nicht jeden Menschen auf die gleiche Art und Weise. Wir müssen uns auf unser Gegenüber einstellen und jeden da abholen, wo er steht. Das sagt Paulus hier im Text sehr deutlich: Bei den Juden verhalte ich mich wie ein Jude, ich lebe unter den jüdischen Gesetzen, obwohl ich nicht mehr an sie gebunden bin (V. 20). Bin ich aber bei Menschen, die dieses Gesetz nicht haben, dann passe ich mich ihnen genauso an, um sie für Christus zu gewinnen. Das bedeutet aber nicht, dass ich mich gegen Gottes Gebote stelle (V. 21).Paulus stellt sich wie Jesus auch mit den Menschen auf eine Stufe und erreicht sie dort. Mittags am Brunnen trifft Jesus auf eine Frau, die die Gesellschaft anderer Menschen meidet. Die Menschen, die Jesus suchten, ohne es zu wissen, wurden von ihm gefunden – da, wo sie waren.Das gilt noch heute. Nicht die Menschen müssen zu uns kommen, wir sollten zu ihnen gehen. Wir kommen täglich mit sehr vielen Menschen in Kontakt. Gott schärfe unsere Sinne, gebe uns Mut, Fingerspitzengefühl und die richtigen Worte durch seinen Heiligen Geist und helfe uns zu suchen, was verloren ist.

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