Andachten

Andacht

Andacht 15.05.2019

15. Mai 2019 | Manfred Böttcher

Andacht 15.05.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Als Petrus diesen [Johannes] sah, spricht er zu Jesus: Herr, was wird aber mit diesem? Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach! - Johannes 21,21–22 / Am Ende seines Evangeliumsberichts erwähnt Johannes eine nachdenkenswerte Begebenheit. Jesus hatte sich nach seiner Auferstehung noch einmal mit seinen Jüngern am See Genezareth getroffen. Petrus wollte von Jesus unbedingt wissen, was Gott für den künftigen Lebensweg des Johannes vorgesehen habe. Jesu Antwort: „Was geht es dich an?“Müsste das nicht mitunter auch mir und dir gesagt werden? Mancher macht sich abhängig von dem, was andere über ihn denken oder sagen. Wir vergleichen uns oft mit anderen. Paulus gibt darauf zu bedenken: „Ihr gehört jetzt allein ihm [Christus]. Lasst euch nicht wieder von Menschen versklaven!“ (1 Kor 7,23 Hfa) Kümmere dich nicht so viel um die Aufgaben der anderen, erkenne vor allem, was deine Aufgabe ist. Sicherlich hast du schon erleben müssen: Du stehst vor Dingen, die du nicht ändern kannst. Dann bete: „Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, dieich nicht ändern kann.“ Worauf es jedoch ankommt, ist in der Aufforderung enthalten, die Jesus damals an Petrus richtete: „Folge du mir nach.“ Im Grundtext des Neuen Testaments ist das Wort du betont. Es reicht nicht aus, in der Taufe zu Jesus Christus einmal „Ja“ gesagt zu haben. Nachfolge Jesu vollzieht sich jeden Tag neu. Er wird dir helfen, immer neu zu erkennen, worauf es ankommt. Erfahrungen mit Jesus in der Vergangenheit ersetzen nie jene, die wir heute und morgen mit Jesus machen.Nachfolge Jesu beweist sich nicht zuerst in großen Taten, sie vollzieht sich in der Regel in vielen kleinen Dingen des Alltags. Jesus verspricht: „Das sollt ihr wissen: Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28,20 GNB)

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