Andachten

Andacht

Andacht 05.05.2019

05. Mai 2019 | Lydia Eckart

Beine baumeln / Sprungbrett

Bildnachweis: manun | photocase.de

Was hilft’s, Brüder und Schwestern, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann denn der Glaube ihn selig machen? Wenn ein Bruder oder eine Schwester nackt ist und Mangel hat an täglicher Nahrung und jemand unter euch spricht zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch!, ihr gebt ihnen aber nicht, was der Leib nötig hat – was hilft ihnen das? So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber. - Jakobus 2,14– 17 / Wir waren bei Bekannten zu Besuch, als eines unserer Kinder eine Süßigkeit bekam und sofort nach einer zweiten verlangte. Unter amüsiertem Lachen rückte unser Gastgeber noch eine Leckerei heraus und verstummte alsbald vor Erstaunen. Unser Jüngster war mitsamt seiner Beute, wie vom Blitz getroffen, losgerannt. Er hatte sich neben seinem großen Bruder fallen gelassen und ihm seine zweite Portion gegeben.Der Apostel Jakobus schrieb: „So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber.“ Anders ausgedrückt: Wir können an den Taten eines Menschen sehen, welche Überzeugung er vertritt. Von unserem Jüngsten wurde nicht verlangt zu teilen, er hätte alles für sich behalten können. Und doch war es für ihn eine Selbstverständlichkeit, sofort zu seinem Bruder zu rennen und ihm eine Hälfte abzugeben. Wie oft wünschen wir uns ein solches Verhalten uns gegenüber? Und wie oft verhalten wir uns selbst anderen gegenüber so?Niemand käme auf die Idee zu fragen: „Mögen sich die beiden, haben sie sich lieb?“ Denn die Tat zeigt dies mehr als deutlich. In diesem Sinne schrieb auch Jakobus, dass wir beim Anblick eines frierenden Mitmenschen sofort Taten folgen lassen würden. Wir würden nicht lange überlegen, sondern es wäre uns ein tiefes Verlangen.Auch in einer Freundschaft oder Ehe reden wir nicht nur einmal die Woche mit unserem Freund bzw. der Freundin oder dem Ehepartner. Eine Beziehung lebt vom Miteinander, der Beschäftigung mit dem Gegenüber, seinen Zielen, Wünschen, Träumen. Und man möchte denjenigen – wenn möglich – bei deren Erfüllung unterstützen. Unser Glaube besteht aus der Beziehung mit Gott. Diese kommt auch durch gute Taten anderen gegenüber zum Ausdruck. Lassen wir sie durch gemeinsames Kennenlernen wachsen und sowohl stark als auch für andere erlebbar werden.

Zurück