Andachten

Andacht

Andacht 26.04.2019

26. April 2019 | Jürgen Weller

Andacht 26.04.2019

Bildnachweis: giftgruen / photocase.de

Tragt keinen Geldbeutel bei euch, keine Tasche, keine Schuhe. - Lukas 10,4 / Es war wirklich kein Wanderwetter, als wir zwei Tramper im Auto mitnahmen, die gerade auf einer Handwerkswanderschaft rund um die Welt unterwegs waren. Die beiden hatten sich eine Auszeit mit abenteuerlichen Erlebnissen, mit Ungewissheiten und Entbehrungen „gegönnt“.Sie waren „in Uniform“ und hatten strikte Regeln zu befolgen. Das Startguthaben war auf fünf Euro begrenzt, sie durften keine Schulden haben und mussten ledig und kinderlos sein. Es durfte niemanden geben, den sie durch ihre Abwesenheit im Stich ließen, und sie mussten während der „Wanderzeit“ zu ihrem Zuhause einen Mindestabstand von 50 Kilometern einhalten.Das klingt schon ein wenig nach den Worten Jesu: Nehmt nichts mit, wenn ihr mit mir unterwegs sein wollt. Ihr braucht keinen Reservekanister, keine Hamsterkiste und keinen Notgroschen.Ist es denn schlimm, wenn man für den Notfall gewappnet ist? Meine Frau und ich sind gerne spontan unterwegs. Wir starten oft ohne genau zu wissen, wo wir landen und was wir dort konkret tun. Der Weg ist das Ziel. Viele unserer Bekannten wundern sich darüber. Dabei haben wir mehr als fünf Euro dabei. Wir hatten bisher immer ein bequemes Quartier, gutes Essen, erlebten tolle Sachen und machten nette Bekanntschaften.Wer damals mit Jesus enge Bekanntschaft gemacht hatte und ihn auf seinen Reisen begleitete, für den waren große Vorräte tabu. Aber wieso denn das? Sollen Nachfolger Jesu auf dem Trockenen sitzen?Jesus setzte hier ein deutliches Zeichen gegen die sogenannte Hamsterkultur. Wie gerne legen auch wir große Lager an, so wie es zum Beispiel der reiche Kornbauer tat. Vielleicht nicht ganz so offensichtlich wie er, aber Schritt für Schritt irgendwie schon.Ich habe keine Ahnung, was die Jünger überhaupt mitnehmen wollten. Damals gab es ja noch keinen Tourismus mit Spezialausrüstung wie heute.Der Rat, nur das Nötigste mitzunehmen, wäre sicher einfacher nachvollziehbar. Hinter dem Ganzen verbirgt sich ein Anliegen Jesu: Lasst euch ganz auf mich ein, wenn ihr mit mir geht. Befreit euch von Hemmnissen. Vertraut darauf, dass ich mich um euch kümmere.Habe heute ruhig dein Portemonnaie bei dir. Aber lass ihn trotzdem für dich sorgen.

Zurück