Andachten

Andacht

Andacht 17.02.2019

17. Februar 2019 | Sabrina Rosner

Beine baumeln / Sprungbrett

Bildnachweis: manun | photocase.de

Jeder soll dem anderen helfen, seine Last zu tragen. Auf diese Weise erfüllt ihr das Gesetz, das Christus uns gegeben hat. - Galater 6,2 / Das im Volksmund bekannte Sprichwort „Wie du mir, so ich dir“ hat häufig einen negativen Beigeschmack. Frei nach dem Motto: Das, was ein Mensch mir angetan, wo er mich beleidigt oder gekränkt hat, werde ich ihm zurückzahlen. Vergeltung und Rachegedanken kommen auf. Mit welchem Ziel? Dass ich mich am Ende gut fühle, Genugtuung spüre und mich als scheinbarer Sieger im Spiegel betrachten kann. Ist das der Umgang, den Gott für uns Menschen gewollt hat?Ich möchte das eingangs erwähnte geflügelte Wort von der positiven Seite betrachten: Wie du mir (geholfen hast), so (helfe) ich dir! Wo mir Gutes widerfahren ist, wo ich Hilfe, Unterstützung und Verständnis erhalten habe, kann ich dies an meine Mitmenschen weitergeben. Eine freundliche Geste, eine helfende Hand, ein paar Minuten meiner kostbaren Zeit. Jesus hatte stets ein Gespür für die Sorgen und Nöte der Menschen, er hat ihnen die Sünden vergeben und sie ermutigt, ihre Freude zu teilen. Damals wie heute hat Jesus den Menschen zugehört, sogar die Kleinsten sind bei ihm willkommen. Er hat uns erschaffen, damit wir unserem Nächsten Gutes tun und ihm die frohe Botschaft weitergeben. Woher weiß ich, was meinen Nächsten bedrückt? Will ich es überhaupt wissen? Im Zeitalter der Selbstverwirklichung und Egozentrik sind Ausreden schnell parat: Warum soll gerade ich mich um die Last des anderen kümmern? Ich habe mein eigenes Päckchen zu tragen. Ein anderer wird sich finden. Seine/Ihre Not ist selbst verschuldet. Im Gespräch gebe ich mich mit einem Lächeln und einem schnellen „Mir geht es gut“ zufrieden. Meine Pflicht ist erfüllt und ich wende mich weiter meinem Leben zu.Doch Gott hat es uns anders vorgelebt. So wie er uns unsere Sorgen abnimmt, können auch wir für unseren Nächsten da sein. In der Bibel steht, dass wir das Salz sein sollen, das in der faden Suppe den Unterschied macht. Jesus verweist außerdem auf das Gebot der Liebe: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Wer diese Liebe annimmt und lebt, erfährt ein Stück vom Himmel auf Erden. Plötzlich öffnen sich Türen und das Herz wird von wahrer Freude erfüllt. Mit dieser Freude und Gottes Hilfe ist es leichter, unserem Nächsten etwas Gutes zu tun.

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