Andachten

Andacht

Andacht 30.01.2019

30. Januar 2019 | Hans-Joachim Scheithauer

Andacht 30.01.2019

Bildnachweis: es.war.einmal.. / photocase.de

Und noch etwas möchte ich euch sagen, und das gilt für alle: Haltet einmütig zusammen!Nehmt Anteil am Leben des anderen und liebt einander als Geschwister! Geht barmherzig miteinander um und seid nicht überheblich. Vergeltet nicht Böses mit Bösem, droht nicht mit Vergeltung, wenn man euch beleidigt. Im Gegenteil: Bittet Gott um seinen Segen für den anderen. Denn ihr wisst ja, dass Gott euch dazu berufen hat, seinen Segen zu empfangen. Es heißt doch in der Heiligen Schrift: „Wer sich am Leben freuen und gute Tage erleben will, der achte auf das, was er sagt.“ - 1. Petrus 3,8–10 / Die Umsetzung dieser Gedanken kann Frieden unter uns Menschen schaffen, besonders unter denen, die vertrauensvoll mit Gott leben. Anteil nehmen am Leben unseres Nächsten. Dem Frieden eine Basis geben, die das Miteinander fördert. Sich wie Geschwister zu lieben bedeutet, sich innerlich verbunden zu fühlen. Freude empfinden, wenn ich dem anderen begegne. Wir haben das Bedürfnis, verstanden – mehr noch: geliebt zu werden.Petrus spricht von dem Gedanken, freundlich zu bleiben und erlittenes Unrecht nicht mit gleicher Münze heimzuzahlen. Wer bewusst durchs Leben geht, merkt immer deutlicher, wie wohltuend es ist, der Freundlichkeit Raum zu geben. Die Atmosphäre der Liebe umgibt uns und schafft in uns selbst ein befreiendes Gefühl.Auf einen Satzteil möchte ich noch näher eingehen: „... seid nicht überheblich“. Diese Aussage enthält eine große Weisheit. Petrus benutzt hier im Griechischen den Begriff „demütig“. Auf Lateinisch heißt „Demut“ humilitas, was wiederum so viel bedeutet wie „auf der Erde gegründet sein“, „dem anderen auf Augenhöhe begegnen“. Wer so seinem Nächsten entgegentritt, schafft eine Basis des Vertrauens und des Friedens. Dann kann der Segen Gottes spürbar und erlebbar werden. Unsere Begegnungen, Gespräche und die Art und Weise, wie wir reden, sind ein wichtiger Beitrag zu einem friedlichen Miteinander. Und die Freude am Leben kann bei uns selbst und bei unserem Gegenüber sichtbar werden.Petrus endet in dem Textabschnitt damit, dass diejenigen, die sich am Leben erfreuen und gute Tage erleben wollen, auf das achten sollen, worüber sie reden. Ich wünsche jedem von uns aufs Neue diese Weisheit.

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