Andachten

Andacht

Andacht 15.01.2019

15. Januar 2019 | Manfred Böttcher

Andacht 15.01.2019

Bildnachweis: cw-design / photocase.de

Der Mann, aus dem die bösen Geister ausgefahren waren, bat Jesus, mit ihm gehen zu dürfen. Aber Jesus schickte ihn weg und sagte: „Geh nach Hause und erzähl, was Gott für dich getan hat!“ - Lukas 8,38–39 / Auf den ersten Blick ist Jesu Handeln für uns befremdlich: Da schickt er einen Menschen, der bei ihm bleiben möchte, wieder weg. Ausführlich berichtet Lukas (V. 26–39) von jenem Mann, der von einer schweren Geisteskrankheit befallen war. Schon lange besaß er keine ordentliche Bekleidung mehr und hauste in Grabhöhlen. Da er gemeingefährlich war, mieden ihn die Leute. Niemand kümmerte sich um ihn. Als der Besessene nun Jesus begegnete, erlebte er zum ersten Mal, dass es jemanden gab, der ihn nicht verachtete. Jesus stieß sich weder an seinem außergewöhnlichen Verhalten noch an seinem Äußeren. Vielmehr sah er in ihm einen armseligen, hilfsbedürftigen Menschen. Jesus machte ihn an Leib und Seele gesund. Allzu verständlich war deshalb der Wunsch des Geheilten, fortan bei Jesus und den Jüngern bleiben zu dürfen. In der Gegenwart von Jesus fühlte er sich angenommen und geborgen. Vielleicht fürchtete er, dass diejenigen, die ihn von früher her kannten, weiterhin meiden würden.Doch Jesus lehnte die eindringliche Bitte des Geheilten ab. Stattdessen forderte er von ihm: „Geh nach Hause und erzähl, was Gott für dich getan hat!“ Die Menschen in seiner Stadt sollten durch ihn erfahren, was Gott für alle Menschen zu tun bereit ist.Wir erleben in der heutigen Zeit der Postmoderne, dass kaum noch jemand nach der „Wahrheit“ fragt oder sich von christlichen Glaubenslehren hinter dem Ofen hervorlocken lässt. Wenn deine Mitmenschen jedoch merken, dass Jesus in deinem Leben etwas Neues bewirkt hat – dass du vergeben kannst, wenn dir Unrecht widerfahren ist, dass du dich bemühst, andere (auch unsympathische Zeitgenossen) anzunehmen, weil Jesus dich angenommen hat, wenn du nicht, wie andere, in schwierigen Lebenslagen nur jammerst, sondern auf Gott und seine Hilfe vertraust –, dann bringt das manch einen zum Nachdenken. Bekenne anderen, wie Jesus auch in dein Leben eingegriffen hat, dir oft geholfen und dich erlöst hat. Das ist der beste Dank, den wir Jesus bringen können.Schenk mir, Herr Jesus, vielleicht heute eine Gelegenheit, etwas von dem weiterzusagen,was du für mich getan hast.

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