Andachten

Andacht

Andacht 23.12.2018

23. Dezember 2018 | Stephanie Kelm

Andacht 23.12.2018

Bildnachweis: raichinger / photocase.de

Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. - Johannes 1,9 / In einer Liedstrophe, verfasst von Maria Luise Thurmair, heißt es: „Herr, dir ist nichts verborgen, du schaust mein Wesen ganz. Das Gestern, Heut und Morgen wird hell in deinem Glanz.“Als ich diesen Liedtext neulich zum ersten Mal las, hatte ich sofort ein Bild vor Augen: das Bild meines Lebens mit all seinen Runzeln und Flecken, all den rauen Kanten, die mir zu schaffen machen, und all den dunklen Falten, die ich so gern verstecke - und auf der anderen Seite Gottes Herrlichkeit, die all das Dunkel meines Lebens durch ihr Licht verschwinden lässt und zum Glänzen bringt.„Herr, dir ist nichts verborgen, du schaust mein Wesen ganz. Das Gestern, Heut und Morgen wird hell in deinem Glanz.“ Johannes schreibt: Jesus - das war „das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet“.Ich frage mich: Lebe ich mit dieser Realität, dass Jesus mein Leben und meine Finsternis hell macht - oder hänge ich mich an meinem Dunkel und all meinen schwarzen Flecken auf und verzweifle?Jesus macht mein Leben hell. Punkt. Mein Leben wird hell in seinem Glanz. Punkt. Nicht mein Dunkel zählt, sondern sein Licht. Vertraue ich darauf? Gehe ich mit dieser Zuversicht abends ins Bett? Stehe ich mit dieser fröhlichen Gewissheit morgens auf?Manchmal meinen wir, Gott sei durch unsere Schuld abgeschreckt, er könne uns nicht wirklich lieben. Wenn ich die Bibel lese, merke ich, wie falsch dieses Denken ist. Nirgends steht da, dass Gott vor uns Menschen aufgrund unserer Schuld davonläuft. Im Gegenteil: Wir laufen davon und Gott sucht uns!Traue ich es Gott zu, dass er so ist? Ich merke, dass ich es mir tief in meinem Herzen wünsche, dass es mir aber manchmal schwerfällt, das ganz und völlig für mich anzunehmen. Weil ich so anders bin. So viel kleiner denke. Von mir auf Gott schließe. Aber Gott sagt sinngemäß: „So funktioniert das nicht, denn ich bin das Licht!“Von welchen Dingen in deinem Leben, von welchen Eigenschaften oder Entscheidungen möchtest du, dass Gott sie durch sein Licht hell macht und zum Glänzen bringt? „Herr, dir ist nichts verborgen, du schaust mein Wesen ganz. Das Gestern, Heut und Morgen wird hell in deinem Glanz.“ Ich wünsche dir, dass du Gott genau das zutrauen kannst!

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