Andachten

Andacht

Andacht 16.12.2018

16. Dezember 2018 | Friedhelm Klingeberg

Andacht 16.12.2018

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Als sie aber das hörten, ging's ihnen durchs Herz ... Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes. - Apostelgeschichte 2,37-38 / „Lieber Herr Klingeberg, kann ich mich auch taufen lassen, ohne anschließend der Gemeinde anzugehören?“ Unwillkürlich frage ich mich, welche Ängste wohl hinter einer solchen Frage stehen mögen. Fürchtet da jemand um seine persönliche Freiheit? Hat er Angst davor, in ein Korsett von bestimmten Verhaltensweisen gezwängt zu werden, die ihm irgendwann die Luft abschnüren?Möglich ist das, und leider hat es nicht selten mit dem ersten Eindruck zu tun, den die persönliche Begegnung mit einer Kirchengemeinde bei Besuchern hinterlässt. Die Botschaft Jesu ist ihnen schon durchs Herz gegangen, und sie möchten ihm folgen. Sie kommen freudig zum Gottesdienst - und erleben gläubige Menschen, deren wichtigstes Anliegen offenbar darin besteht, alles möglichst richtig zu machen. Da kann es dann durchaus vorkommen, dass die eine oder der andere zu der Einschätzung kommt: Das schaffe ich nie-mals! Diese Frömmigkeitslatte liegt viel zu hoch. Die Folge sind Frustration, Enttäuschung und Mutlosigkeit.Dabei wäre es so einfach, ihnen zu zeigen, wie schön es sein kann, der Gemeinde Jesu anzugehören. Jesus hat sie ja nicht zufällig ins Leben gerufen. Aus eigener Erfahrung weiß er, wie schwer es sein kann, den Weg mit Gott allein zu gehen, trotz aller Hoffnung, die die Botschaft des Evangeliums uns zu bieten hat. „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei“, hat er bei der Schöpfung gesagt, und dieser Satz gilt ganz besonders auch im Blick auf unser Glaubensleben. Wir brauchen Ermutigung und Zuspruch. Wir brauchen das gemeinsame Gebet, und nur, wenn wir auch über Gottes Wort miteinander im Gespräch bleiben, finden wir immer wieder Klarheit auch über Gottes Führung in unserem eigenen Leben.Gott will seine Gemeinde ja nicht als militärische Formation, sondern sie soll Familie sein - Familie und Zufluchtsort für Menschen, die sich mit all ihren Lasten und Sorgen auf den Weg zu ihm gemacht haben. Auch heute möchte ich dazu beitragen, dass möglichst viele meiner Mitmenschen diese ganz besondere Familie kennenlernen.

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