Andachten

Andacht

Andacht 09.12.2018

09. Dezember 2018 | Gerhard Zahalka

Ein kleines rosa Herz liegt auf einem Holzschneidebrett.

Herz auf Holz

Bildnachweis: madochab / photocase.de

Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Die Liebe aber ist das Größte. - 1. Korinther 13,13 / Wenn wir schöne Versammlungen gestalteten, gut vorbereitet, mit geschmückter Kapelle, mit Chorgesang und ermutigenden Erfahrungsberichten; wenn niemand im Gottesdienst fehlte, wenn wir mit guten Fragen eine Gesprächsgruppe leiteten oder gar predigten - wenn wir also ein reges Gemeindeleben förderten, hätten aber die Liebe nicht, so wäre das nicht viel mehr als der verhallende Klang einer Glocke.Wenn wir die erfolgreichsten Methoden nutzten, wenn wir lebendige Gespräche führten, an denen jeder mit guten Beiträgen beteiligt wäre, wenn Probleme erkannt und Bedürfnisse befriedigt würden, wenn wir sichtbare Fortschritte erzielten, hätten aber die Liebe nicht, so wäre das nur ein dröhnender Gong.Wenn wir uns über Unrecht nicht nur empörten, sondern Veränderungen durchsetzten, wenn wir Leiter mit Führungskompetenz hätten, die konstruktiv mit Konflikten umgehen und sie erfolgreich lösen könnten, die zum Beispiel so geschickt fragen könnten, dass den anderen manches bewusst würde und vielen ein Licht aufginge, sie andere aufrütteln und zum Nachdenken bringen könnten - wenn wir also derart fähige Leute hätten, aber die Liebe nicht, so wäre auch das wertlos.Die Liebe ist sorgfältig in der Meinungsbildung und verurteilt nicht, sie bejaht den anderen nicht nur um seiner Leistung willen, die Liebe will das Beste für den Nächsten, kann auch andere Meinungen gelten lassen, ist geduldig und kritisiert nicht hinterrücks.Die Liebe nimmt, wo es sein muss, kein Blatt vor den Mund und macht, wenn nötig, bewusst: Die Sonne geht für alle auf, die Rechnung nicht.Die Liebe taktiert nicht um des eigenen Vorteils willen, sie wagt sogar eine Ermahnung, denn die Liebe zur Wahrheit, zu Gott und zum Nächsten erfordert das sogar öfter, als uns lieb ist.Die Liebe glaubt alles, hofft alles und hört niemals auf, denn wahre Liebe hat ihren Ursprung in Gott.Unser Leben ist nicht perfekt und wir befinden uns immerfort in einem Prozess des Lernens und Weiterentwickelns. Versuche doch mal, die Worte „Die Liebe“ in den letzten Abschnitten durch „Ich (bin)“ zu ersetzen!Sei getrost - wir sind alle erst im Werden.

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